Fanclub-Mitglied: „Absolute Sicherheit gibt es nicht“

Trotz Terror: DFB-Anhänger fährt zur EM

Natürlich haben ihn die Terroranschläge von Paris betroffen gemacht. Auch das abgesagte Länderspiel am Dienstagabend hat ihn nachdenklich gestimmt. Aber seine Begeisterung für den Fußball werde er sich nicht vermiesen lassen - sagt Marvin Horn. Als Mitglied des Nationalmannschafts-Fanclub will er das Team auch im Sommer bei der EM in Frankreich unterstützen.

SCHWERTE

, 18.11.2015, 17:32 Uhr / Lesedauer: 1 min
Fanclub-Mitglied: „Absolute Sicherheit gibt es nicht“

Marvin Horn war schon bei der WM in Brasilien dabei. Der begeisterte Fan der Nationalmannschaft fährt auch im nächsten Jahr nach Frankreich zur Europameisterschaft.

Die Horror-Geschehnisse von Paris können Marvin Horn nicht davon abbringen, die Europameisterschaft im Sommer vor Ort zu erleben. "Na klar - was da passiert ist, hat man im Kopf. Aber sich jetzt zu verstecken, wäre das falsche Zeichen", sagt der Vorsitzende des jüngsten Fußballvereins der Stadt, FC Schwerte. Horn war auch bei der WM in Brasilien vor Ort und fieberte mit Jogis Jungs. "Auch da hatte es im Vorfeld Sicherheitsbedenken gegeben", erinnert sich Horn.

Seit der WM ist Horn Mitglied im Fanclub der deutschen Nationalmannschaft und hat damit die Möglichkeit, sich um Tickets für die EM-Spiele mit deutscher Beteiligung zu bewerben. Das werde er auch tun, wenn kurz nach der Gruppenauslosung am 12. Dezember die zweite Verkaufsphase beginnt. Auch bei der ersten Ticket-Verkaufsphase, bei der man sich auf einen Austragungsort bewerben konnte, ohne zu wissen, welches Spiel dort stattfindet, hat Horn schon mitgemacht - mit Erfolg. Vier Tickets für die Partie in Marseille zwischen dem Erst- und dem Zweitgesetzten der Gruppe B hat er in der Tasche und hofft nun, dass Deutschland in Gruppe B gelost wird.

"Ich werde die EM mit einem Urlaub in Frankreich verbinden", hat sich der 24-Jährige vorgenommen. Wahrscheinlich zusammen mit ein paar anderen reiselustigen Fußballfans. "Wer genau dabei ist, steht noch nicht fest. Aber keiner von denen, die möglicherweise mitfahren, hat wegen Sicherheitsbedenken zurückgezogen", sagt Horn. Er sieht es ganz pragmatisch: "Die Sicherheitsmaßnahmen können noch so hoch sein - wenn jemand so etwas machen will, dann wird er es auch machen. Das war jetzt in Paris der Fall, das kann aber genauso gut auf dem Dortmunder Weihnachtsmarkt passieren. Die absolute Sicherheit gibt es leider nicht. Aber wenn man immer davon ausgeht, dass etwas passiert, kann man sich doch nur noch im Keller einsperren."

Lesen Sie jetzt