Freude nur kurz: DLRG Schwerte wird die ersehnte Medaille aberkannt

Rettungssport

Bei den Ortsgruppen-Weltmeisterschaften der Rettungssportler in Adelaide verpassten die Schwerter zweimal Staffel-Bronze. Im dritten Anlauf wurde es dann ganz bitter.

von Fabienne Aust

Schwerte

, 29.11.2018, 20:08 Uhr / Lesedauer: 2 min
Kirsten Lühr von der DLRG Schwerte, hier im Stadtbad, verpasste in Australien eine Medaille.

Kirsten Lühr von der DLRG Schwerte, hier im Stadtbad, verpasste in Australien eine Medaille. © Bernd Paulitschke

Freude und Enttäuschung lagen bei den Schwerter Rettungssportlern bei den Ortsgruppen-Weltmeisterschaften in Adelaide nah beieinander. Finalteilnahmen in den Staffeldisziplinen und im Einzel sorgten für gute Stimmung. Die Disqualifikation in der gemischten Rettungsstaffel verhinderte jedoch die ersehnte Medaille.

Am ersten Wettkampftag stand die Hindernisstaffel auf dem Programm. Am Morgen zeigten beide Schwerter Teams eine überzeugende Leistung im Vorlauf und qualifizierten sich damit für das A-Finale. Kirsten Lühr, Vanessa Kik, Marina Nass und Sophia Bauer erreichten in diesem eine Zeit von 1:58,78 Minuten und wurden Achte. Ihre männlichen Kollegen Atilla Sezen, Marcel Hassemeier, Jannik Böwing und Marius Kreutzer kamen mit einer Zeit von 1:44,45 Minuten auf den siebten Rang.

Am zweiten Tag standen mit der Puppenstaffel und der gemischten Rettungsstaffel zwei Mannschaftswettbewerbe an, bei denen sich die Schwerter die besten Medaillenchancen ausrechneten. In den Vorläufen bestätigte das Schwerter Team, dass es zu den besten Mannschaften in diesen Wettbewerben gehörte und qualifizierte sich souverän für alle drei A-Finals.

Am Nachmittag sprangen zuerst die Damen ins Wasser. In einem engen Rennen kämpften die Schwerterinnen bis zum Anschlag um die Medaillen. Am Ende fehlten 21 Hundertstel zur erträumten Medaille. Über den vierten Rang konnten sie sich dennoch sehr freuen. Minuten später kämpften dann die Schwerter Herren in ihrem A-Finale ebenfalls um die Medaillenränge. Doch auch bei den Männern reichte es nicht ganz für das Podest. Mit einer Zeit von 1:10,09 Minuten wurden sie ebenfalls Vierter.

Doch eine große Chance blieb den Schwertern noch: In der neu etablierten gemischten Rettungsstaffel traten Kirsten Lühr, Sophia Bauer, Marcel Hassemeier und Jannik Böwing an. Mit der zweitschnellsten Zeit hatte sich dieses Team für das Finale qualifiziert – die Medaillenhoffnungen waren groß. In einem spannenden Rennen schlugen die Schwerter als Dritte an. Doch die Freude währte nicht lang, kurz nach dem Wettkampf wurden sie wegen eines Wechselfehlers disqualifiziert. Die Schwerter legten Einspruch ein und das lange Warten begann. Erst am nächsten Morgen wurde dann die endgültige Entscheidung gefällt: Die Disqualifikation wurde bestätigt.

Trotz der großen Enttäuschung wollten das Team am letzten Wettkampftag im Pool nochmal sein Können unter Beweis stellen. Das Damenteam schaffte auch in der dritten Mannschaftsdisziplin, der Gurtretterstaffel, den Sprung ins A-Finale. Am Ende reichte es erneut für Platz acht. Die Männer beendeten den letzten Mannschaftswettkampf auf Rang zehn.

In den Einzeldisziplinen schafften Kirsten Lühr und Sophia Bauer den Sprung in die Finals am Nachmittag. Kirsten Lühr kam in zwei Disziplinen in die Top10. Über die 200m Superlife-Saver wurde sie als beste Deutsche Zehnte. Auch über 50m Retten reichte es für diese Platzierung. Die 100m kombinierte Rettungsübung beendete sie als Zwölfte und über die 100m Lifesaver schlug sie auf Rang 16 an. Sophia Bauer konnte in der Disziplin 100m Retten mit Flossen den 13. Platz erreichen.

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