Gegnerischer Ausraster schockt Eintracht Ergste

Fußball: Kreisliga

Mit einem 4:1-Erfolg beim FC Hemer Erciyes hat die SG Eintracht Ergste die Tabellenführung in der Iserlohner Fußball-Kreisliga A gefestigt - so weit der sportliche Teil des Fußball-Sonntags auf dem Kunstrasenplatz am Westiger Kreuz. Um Fußball ging es aber nur am Rande, weil ein Spieler aus Hemer ausrastete.

SCHWERTE

, 14.03.2016, 19:26 Uhr / Lesedauer: 2 min
Ergstes Trainer Detlev Brockhaus kam den Hennenern entgegen. Schließlich zwar Hennen zu Saisonbeginn bei einem Ergster Wunsch nach Verlegung auch kooperativ.

Ergstes Trainer Detlev Brockhaus kam den Hennenern entgegen. Schließlich zwar Hennen zu Saisonbeginn bei einem Ergster Wunsch nach Verlegung auch kooperativ.

"In diesem Spiel ging es nicht mehr um Fußball - und das ist bedenklich", sagte Detlev Brockhaus einen Tag nach dem Spiel. Dem Ergster Trainer war noch anzumerken, wie sehr ihn die üblen Begleiterscheinungen der Partie geschockt haben. "Das Ganze hatte Züge einer Treibjagd. Das sind für mich keine Fußballer, sondern verkappte Schläger, die auf einem Sportplatz absolut nichts verloren haben", so Brockhaus weiter.

Was war passiert? Hemers Stürmer rastete Mitte der zweiten Halbzeit aus, nachdem er vom Schiedsrichter die Gelb-Rote Karte unter die Nase gehalten bekam. "Der Typ war überhaupt nicht zu bändigen - auch nicht von den eigenen Leuten", schilderte Brockhaus weiter und bestätigte damit die Eindrücke unseres Reporters, der die üblen Beschimpfungen und Beleidigungen am Sonntag vor Ort hautnah mitbekam. Mittlerweile ist er vom Kreisvorstand um eine Stellungnahme gebeten worden, die er auch abgegeben hat.

Einig ist sich unser Berichterstatter mit Brockhaus auch darin, "dass man nicht alle über einen Kamm scheren darf", wie der Ergster Trainer sagt. Brockhaus betont, dass er und sein Team in Hemer nett empfangen worden seien und dass sich die meisten Mitspieler für das Verhalten des Rüpels geschämt hätten.

Gegensätzliche Aussagen

Kein Verständnis hat der Coach jedoch für die Darstellung des Sachverhalts, wie sie ein Hemeraner Vereinsfunktionär gegenüber Iserlohner Pressekollegen geäußert hat. "Die Ergster haben sich angeblich bedroht gefühlt. Keiner wusste warum. Auch die Polizisten waren überrascht über diesen Einsatz", wird der 2.Vorsitzende, Battal Ekinci, zitiert. Brockhaus dazu: "Dass jemand von uns die Polizei gerufen hat, war nicht übertrieben, sondern nur angemessen."

Um jegliche weitere Konfrontationen zu vermeiden, machten sich die Ergster nach Spielschluss auf direktem Wege nach Hause - ungeduscht. "Wir wollten einfach nur schnell weg", so Brockhaus, der seine Spieler ausdrücklich für ihr besonnenes Verhalten lobte. Dass im Verlaufe des hitzigen Spiels zwei Hemeraner Spieler verletzungsbedingt ins Krankenhaus gebracht werden mussten, wollte Brockhaus nicht unterschlagen. Aber die Verletzungen seien aus unglücklichen Zweikampfsituationen entstanden und keineswegs die Folge bösartigen Foulspiels seiner Schützlinge gewesen, so der Ergster Coach.

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