Gereizte Achillessehne: Abenteuer endet vorzeitig

Extremradfahrer Michael Reiche

Michael Reiche war mit hohen Ambitionen in sein Radabenteuer "Race across Germany" gestartet – binnen 48 Stunden wollte er ohne Schlaf und längere Pausen 1100 Kilometer von Flensburg nach Garmisch-Partenkirchen abspulen. Nach 600 Kilometern musste er allerdings eine schmerzvolle Entscheidung treffen – und aufgeben.

SCHWERTE

, 19.07.2016, 17:55 Uhr / Lesedauer: 1 min
Gereizte Achillessehne: Abenteuer endet vorzeitig

Extremradfahrer Michael Reiche lässt sich während einer Pause die Muskulatur lockern. Nach rund 600 Kilometern war sein Abenteuer wegen einer gereizten Achillessehne vorzeitig beendet.

"Sportlich ist es natürlich als Katastrophe geendet", erzählt Reiche, der die Enttäuschung aber schnell von sich abgeschüttelt hat. Bis Kilometer 500 fühlte er sich sehr gut, fuhr im Rausch. Sohn Steffen musste ihn sogar ab und zu stoppen, weil sein Vater etwas zu schnell unterwegs war. Dann aber meldete sich die linke Achillessehne. 100 Kilometer versuchte Reiche, die Schmerzen weitestgehend zu ignorieren. Als ihm schwarz vor Augen wurde, gab er auf. "Es ging nicht mehr. Da habe ich auf die Signale gehört", sagt der 49-Jährige.

Seine Beschwerden haben eine schmerzvolle Vorgeschichte. Schon beim Paris-Brest-Rennen vor ein paar Jahren hatte Reiche nach mehreren hundert Kilometern an derselben Stelle Schmerzen. "Da muss ich mir die Schuld selbst geben. Sportphysiologisch habe ich mich nicht optimal vorbereitet", meint Reiche, obgleich er auch zugibt, damit nie wirklich gerechnet zu haben.

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Über neun Monate hatte sich der Vorsitzende des RSC "77" Schwerte auf das Extremrennen vorbereitet, dann endete es 480 Kilometer vor dem Ziel. "Da ist dann auch schon eine Träne geflossen", gesteht Reiche, der via eigens eingerichteter WhatsApp-Gruppe aber großen Rückhalt aus Familien- und Bekanntenkreis zu spüren bekam.

Reiche selbst blickt längst wieder voraus. Ob er das "Race across Germany" noch einmal wagen möchte, weiß er noch nicht genau. Was er schon weiß, ist das Startdatum des Rennens im nächsten Jahr. "Ich bin da noch nicht mit fertig."

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