Gregor Kreul und Zoe Jakob paddelten zwei Wochen mitten in der Wüste

KANUSLALOM

Hinter den beiden KVS-Talenten Zoe Jakob (18) und Gregor Kreul (21) liegen zwei Wochen Trainingslager in der Wüste der Vereinigten Arabischen Emirate. Dazu hatte sie der DKV eingeladen.

Schwerte

, 28.02.2019, 14:10 Uhr / Lesedauer: 2 min
Gregor Kreul und Zoe Jakob paddelten zwei Wochen mitten in der Wüste

Ein Luxus-Wasserkanal mitten in der Wüste: Die beiden Schwerter Slalomkanuten Zoe Jakob und Gregor Kreul verbrachten die vergangenen zwei Wochen im Trainingslager in den Vereinigten Arabischen Emiraten.

Nur die Rückreise war durch viel Wartezeit und etwas Verspätung ein wenig strapaziös. Das schwächte Gregor Kreuls überaus positives Fazit des Trainingslagers in den Vereinigten Arabischen Emiraten aber nicht ab. Zusammen mit Zoe Jakob war er der Einladung des DKV gefolgt. Die beiden Slalom-Talente des Kanu- und Surf-Vereins Schwerte (KVS) gehörten damit zu den 20 besten U23-Booten in Deutschland, die Aussicht auf eine Nominierung für die Nationalmannschaft haben.

Riesig und modern

Auf dem riesigen, modernen Trainingsareal mitten in der Wüste und an der Grenze zum Oman waren beide schon – allerdings noch nicht im Rahmen des Deutschen Kanu-Verbandes. Sechs Stunden Flugzeit für ein zweiwöchiges Trainingslager nehmen die Kanuten auf sich, weil die Bedingungen in der Wüste optimal sind. Die Temperaturen sind angenehm warm, der Wasserkanal überdurchschnittlich lang. In Bungalows wohnen die Sportler nur zehn Minuten vom Gelände entfernt. „Dort ist es sehr voll mit Sportlern aus ganz Europa. Das sind eben einzigartige Bedingungen für uns“, berichtet Gregor Kreul.

Im wechselnden Rhythmus von einer und zwei Einheiten pro Tag trainierten die Nachwuchsfahrer des DKV, die von drei Trainern und einem Physiotherapeuten betreut wurden, hart fürs Sportjahr 2019. Den Fokus setzten sie auf die Technik, aber auch die Schnelligkeit war ein wesentlicher Bestandteil des Trainingsplans. Und wenn Kreul, Jakob und ihre Kollegen mal nicht auf dem Wasser waren, probierten sie sich entweder in anderen Sportarten wie Fußball oder waren im Kraftraum. Für Kreul „ein gut vollgepacktes Programm“.

Tagestrip nach Dubai

An ihrem freien Tag ging es für die Slalomkanuten ins 90 Minuten entfernte Dubai – und dann fuhren sie noch mit dem Quad eine Stunde lang durch die Wüste. „Die Atmosphäre dort ist schon eine ganz andere, als man sie aus Europa kennt. Der Lebensstil ist ein anderer, die Einkaufsläden und Autobahnen sind einfach riesig“, erzählt Gregor Kreul fasziniert.

Doch für das Schwerter Duo ging es darum, sich für die U23-Nationalmannschaft in Stellung zu bringen. Bei den Junioren waren beide schon sehr erfolgreich im Nationalteam unterwegs. Am letzten April- und ersten Mai-Wochenende entscheidet sich in Augsburg und Markkleeberg, ob es tatsächlich mit einer Nominierung klappt.

Gregor Kreul, zuletzt durch einige Verletzungen zurückgeworfen, weiß, wie schwer es wird, einen der drei freien Plätze zu bekommen. „Das wird ein ganz harter Kampf und auch tagesformabhängig“, sagt er. „Aber es ist ja auch noch etwas Zeit.“ Gut vorbereitet sind Kreul und Jakob nach dem harten Training in der Wüste jedenfalls.

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