Grüße von ganz oben, der erste Heimsieg, späte Jokertore und zwei ärgerliche Niederlagen

Fußball-Bezirksliga

28 Tore sind in den fünf Spielen der Fußball-Bezirksliga 6 mit heimischer Beteiligung gefallen. Und den Fans des Geisecker SV gefällt die Tabelle nach dem 10. Spieltag besonders gut.

von Michael Doetsch, Jörg Krause, Dennis Heinings

Schwerte

, 13.10.2019, 21:42 Uhr / Lesedauer: 6 min
Grüße von ganz oben, der erste Heimsieg, späte Jokertore und zwei ärgerliche Niederlagen

Dreifach-Torschütze für den ETuS/DJK Schwerte gegen den FC Wetter: Ismail Ayar. © Bernd Paulitschke

FSV Gevelsberg - Geisecker SV 3:6 (2:2)

Mit 6:3 gewann der Geisecker SV am Sonntagnachmittag beim FSV Gevelsberg. Das Wotzlawski-Team lag dabei gleich zweimal zurück, hatte jedoch jeweils die richtige Antwort parat.

In der ersten Halbzeit war es, eine ausgeglichene Partie und in der 28. Minute traf Mert Yildrim zur Geisecker Führung. Lange hielt diese aber nicht, denn nur zwei Minuten später glichen die Gastgeber durch Schoger aus. Schoger war es dann auch, der das Spiel in der 37. Minute zugunsten der Gevelsberger drehte. Die Führung nahmen sie allerdings nicht mit in die Pause, denn in der 44. Minute traf Florian Kliegel zum 2:2.

Nach dem Seitenwechsel blieb die Partie zunächst ausgeglichen und nach zehn Minuten ging der FSV durch Guthof erneut in Führung. Darauf hatten die „Kleebläter“ aber nur gut 30 Sekunden später mit dem 3:3 durch Julian Hüser die perfekte Antwort parat. ‚‚Danach wurden wir deutlich besser und haben das Spiel komplett dominiert. Wir haben Gevelsberg dann phasenweise an die Wand gespielt‘‘, berichtete Wotzlawski.

In der 65. Minute war es dann Mathis Leuer der sein Team auf die Siegerstraße brachte, ehe Julian Hüser zwei Minuten später mit seinem zweiten Tor zum 5:3 für die Vorentscheidung sorgte.

Für den 6:3-Endstand sorgte dann kurz vor Schluss Gökhan Hizarci per Elfmeter nach einem Foul an Jannis Kassel.

Durch den Erfolg springt der Geisecker SV auf den ersten Tabellenplatz. ‚‚Das ist eine ganz nette Momentaufnahme. Aber wir stehen da oben sicherlich nicht ohne Grund, sondern haben uns das hart erarbeitet‘‘, zeigte sich Trianer Thomas Wotzlawski erfreut.

Geisecke: Tim Helmdach, Julian Boethin (59. Jannis Kassel), Calvin Höptner, Mathis Leuer (85. Linus Scheen), Florian Ruß, Julian Hüser, Luis Pothmann (61. Nico Gerl), Lars Veith, Mert Yildirim (81. Cangün Akgün), Gökhan Hizarci, Florian Kliegel.

Tore: 0:1 Yildirim (28.), 1:1 (30.), 2:1 (36.), 2:2 Kliegel (44.), 3:2 (54.), 3:3 Hüser (55.), 3:4 Leuer (65.), 3:5 Hüser (67.), 3:6 Hizarci (87., Foulelfmeter).

ETuS/DJK Schwerte - FC Wetter 5:2 (3:0)

Nun hat es also auch auf eigenem Platz funktioniert: Mit einem ungefährdeten 5:2-Sieg gegen den schwachen FC Wetter hat der ETuS/DJK Schwerte im fünften Anlauf endlich ein Heimspiel gewonnen. Zudem war es der zweite Sieg in Folge, nach dem die „Östlichen“ als Tabellenzwölfter erstmal durchatmen können.

Garanten des Sieges war das spielfreudige Sturmduo Ismail Ayar/Jasmin Smajlovic. Letztgenannter lupfte den Ball nach einem schönen Pass seines Sturmpartners über den herausstürzenden Torwart Amstutz hinweg zum frühen 1:0 ins Netz (11.). Nach einer guten halben Stunde war’s dann umgekehrt: Diesmal legte Smajlovic für Ayar vor, der ins leere Tor einschob. Vorausgegangen war ein fataler Fehlpass des Landesliga-Absteigers, der auch das dritte ETuS/ DJK-Tor auf dem Silbertablett servierte: Ayar schloss aus 20 Metern trocken zum 3:0-Halbzeitstand ab – ein Ergebnis, mit dem Wetter zum Seitenwechsel noch gut bedient war.

Nach Wiederanpfiff machte der insgesamt sehr engagierte ETuS/DJK zunächst zielstrebig weiter und erhöhte durch Smajlovic‘ Kopfball nach Ferreira-Flanke auf 4:0. Im Gefühl des sicheren Sieges erlaubten sich die Schwerter nun aber ein paar Nachlässigkeiten. Wetter kam zum 1:4 (51.) und hatte danach noch weitere Torchancen, die sie aber ungenutzt ließen.

Auf der anderen Seite nutzten die Platzherren die Räume zum Kontern nicht allzu konsequent aus und ließen einige Möglichkeiten liegen. Erst in der 76. Minute blieb Ayar im Eins-gegen-Eins cool und schob zum 5:1 ein. Der zwei Gästetreffer kurz vor Schluss war dann nur noch eine Randnotiz einer Partie, nach der ETuS/DJK-Trainer André Haberschuss sagte: „Wenn wir unsere Chancen besser genutzt hätten, wären heute acht, neun Tore für uns gefallen. Aber das ist letztlich Jammern auf hohem Niveau. Wichtig waren nur die drei Punkte – hört sich vielleicht blöd an, ist letztlich aber so.“

Schwerte: Dominik Pfannenschmidt, Yücel Balta, Yannik Körner, Mijo Martinovic (64. Serkan Arslan), Jasmin Smajlovic, Nouridine Bah, Kevin Loke, Marcel Neumann, Jan Söpper (73. Dennis Cela), Ismail Ayar, Filipe Barreto Ferreira (77. Dennis Frohn).

Tore: 1:0 Smajlovic (11.), 2:0 Ayar (33.), 3:0 Ayar (37.), 4:0 Smajlovic (49.), 4:1 (51.), 5:1 Ayar (76.), 5:2 (88.).

Türkiyemspor Hagen - VfL Schwerte 3:2 (1:0)

Der VfL Schwerte hat beim Tabellenfünften Türkiyemspor Hagen nach einer Aufholjagd mit 2:3 einen Teilerfolg knapp verpasst. In der Schlussphase hatte Sofoklis Ioannidis mit einer Direktabnahme aus 14 Metern noch die Großchance zum 3:3, doch Hagens Torwart Yannik Wiesner parierte und so mussten die Blau-Weißen mit leeren Händen die Heimreise antreten.

Mit der Leistung seiner Mannschaft auf dem Höing war Trainer Dominik Buchwald durchaus zufrieden, nur das Ergebnis passte nicht. „Wir haben defensiv gegen einen Gegner mit individueller Klasse gut gestanden“, befand er. Umso ärgerlicher war, dass Hagen mit der ersten Chance, einem abgefälschten Schuss von Adem Sebetci (23.), in Führung ging. Der VfL hatte im ersten Abschnitt noch Gelegenheiten zum Ausgleich, die klarste vergab dabei Ioannidis.

Nach der Pause konnten die Gastgeber erneut durch Adem Sebetci aus 20 Metern nachlegen. Und als dem VfL ein Rückpass zum eigenen Torwart abgepfiffen wurde, drosch Dominik Franz den indirekten Freistoß letztlich unter die Latte – 3:0 (53.).

Der VfL kam aber zurück. Nach einem langen Ball trat Torwart Wiesner ein Luftloch und Yannis Schwarze konnte zum 1:3 einschieben. Nun bekamen die Schwerter noch einmal Aufwind. Als Schwarze wenig später im Strafraum gelegt wurde, konnte Robin Heuft den fälligen Elfmeter zum 2:3 verwandeln.

Eine Viertelstunde war noch zu spielen und zumindest eine Punkteteilung noch möglich, aber zum dritten Treffer reichte es nicht mehr. Damit steht der VfL nach einem Drittel der Saison mit einer ausgeglichen Bilanz im grauen Mittelfeld der Tabelle.

Schwerte: David Graudejus, Luca Vöckel, David Sprungk, Robin Heuft, Yannis Schwarze, Kai Hintzke (72. Till Nicolaßen), Lukas Beßlich (70. Lennard Smits), Tim Birnkraut, Sebastian Kozlowski, Nicolas Ortiz (62. Amir Khan, 85. Nils Berg), Sofoklis Ioannidis.

Tore: 1:0 (23.), 2:0 (50.), 3:0 (53.), 3:1 Schwarze (71.), 3:2 Heuft (74., Foulelfmeter).

ASSV Letmathe - SC Berchum/Garenfeld 0:2 (0:0)

Wirklich zufrieden war der SC Berchum/Garenfeld mit seiner Leistung beim abstiegsgefährdeten ASSV Letmathe nicht. Trotzdem stand am Ende durch zwei späte Tore von Dennis Zuhmann ein 2:0-Auswärtssieg.

Der Sportclub hatte zwar mehr vom Spiel und auch deutlich mehr Ballbesitz, wirklich etwas damit anzufangen wussten die Gäste damit aber nicht. „Wir waren zu fahrig und haben zu viele Fehler bei eigenem Ballbesitz gemacht“, zeigte sich der sportliche Leiter, Thomas Wegener unzufrieden. Die Gastgeber standen tief und konzentrierten sich auf die Abwehrarbeit. Die beste Chance in der ersten Halbzeit für die Gäste hatte Justin Amstutz nach einer halben Stunde: Nach einer Hereingabe von Luca Becker traf er jedoch nur das Außennetz.

In der zweiten Halbzeit steigerten sich die Rot-Schwarzen und folgerichtig gelang es ihnen sich einige gute Möglichkeiten zu erspielen. Die erste richtig gute Chance hatte Daniel Wanderer nach gut einer Stunde: Alleine vor Letmathe-Keeper Hoffmann traf er jedoch nur den Pfosten. Kurz darauf gelang es auch Rafael Agacinski nicht, den Ball im Tor unterzubringen. Sein Abschluss im Strafraum ging knapp vorbei. In der 80. Minute kam dann Dennis Zuhmann in die Partie und der Joker sollte für die Entscheidung sorgen.

Zunächst scheiterte er direkt nach seiner Einwechslung aus bester Position fünf Meter vor dem Tor an Hoffmann, eine Minute später machte er es dann aber besser: Nach einem Zuspiel von Nicolas Külpmann stand er erneut frei vor Hoffmann, diesmal legte er denn Ball zur 1:0-Führung in die kurze Ecke. Im Anschluss verpasste Külpmann zunächst die Vorentscheidung, ins Zittern kamen die Gäste jedoch nicht. „Letmathe hatte im Spiel vielleicht vier Halbchancen“, so Wegener. Und so markierte erneut Zuhmann nach einem Konter in der Nachspielzeit den 2:0-Endstand.

Berchum/Garenfeld: Dominik Hollmann, Luca Becker, Justin Amstutz, Nicolas Külpmann (89. Alexander Rüster), Vladimir Kunz, Rafael Agacinski (82. Dennis Zuhmann), Daniel Wanderer, Christian Deuerling, Daniel Huber (46. Jerome Nickel), Manuel Pais, Tobias Neynaber (51. Thomas Koblitz).

Tore: 0:1 Zuhmann (83.), 0:2 Zuhmann (90.+1).

TSK Hohenlimburg - SC Hennen 3:2 (1:0)

Der SC Hennen wartet seit fünf Spielen auf einen Sieg. Dabei gingen die letzten vier Partien allesamt verloren. So auch am späten Sonntagnachmittag beim Aufsteiger TSK Hohenlimburg auf dem Kunstrasenplatz im Kirchenbergstadion. Richtig ärgerlich für die „Zebras“, der 3:2-Siegtreffer der Hohenlimburger fiel noch in der Nachspielzeit. Einen Freistoß auf dem kurzen Pfosten konnten die Hennener nicht entscheidend klären und Adam Wojtaszek staubte ab.

„Wir mussten leider aus personellen Gründen zahlreiche Wechsel vornehmen, aber dennoch müssen wir hier eine ganz andere Präsenz zeigen“, war Trainer Holger Stemmann vor allem mit der ersten Halbzeit nicht zufrieden. „Das war fast schon Angsthasenfußball“, meinte er. Zudem musste Brian Prince schon vorzeitig ausgewechselt werden. Dennoch lag sein Team zur Halbzeit „nur“ mit 0:1 zurück.

Nach der Pause kam der SC Hennen dann ganz anders aus der Kabine, kassierte aber in der eigenen Drangphase fast aus dem Nichts das 0:2. Dennoch ließen sich die „Zebras“ zunächst nicht beirren und kamen wieder zurück ins Spiel. Marcel Kordt konnte mit einem Doppelschlag Mitte der zweiten Halbzeit egalisieren und Michael Weigelt hatte sogar die Chance zur Führung.

Doch die Schlussphase gehörte dann doch wieder den Gastgebern, die zwar drei Hochkaräter ausließen, in der Nachspielzeit dann aber noch einen dreifachen Punktgewinn bejubeln durften. „Am Ende war der Sieg für Hohenlimburg nicht unverdient“, musste Stemmann letztlich anerkennen.

Hennen: Stefan Drews, Haris Elezovic, Joshua Quardt, Brian Osei-Poku Prince (31. Nick Weinrich), Marcel Kordt, Hauke Reimann, Luca Bühren (60. Marcel Rudzinski), Michael Weigelt, Hassan Boulakhrif, Kevin Rudzinski (73. Mohamed Ahraou), Dominik Essmann.

Tore: 1:0 (10.), 2:0 (63.), 2:1 Kordt (69.), 2:2 Kordt (73.), 3:2 (90.+2).

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