Hallensport in Corona-Zeiten ist eine Frage der Eigenverantwortung

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Hurra, die Sporthallen sind wieder geöffnet, die Vereine können endlich ihren Trainingsbetrieb wieder aufnehmen – ach, wenn es doch so einfach wäre, meint unser Autor.

Schwerte

, 01.06.2020, 15:58 Uhr / Lesedauer: 1 min

Bei allen Lockerungen, die die NRW-Landesregierung vergangene Woche verkündet hat: Die Corona-bedingten Auflagen, unter denen ab dieser Woche wieder Hallensport betrieben werden kann, sind strikt. So strikt, dass längst nicht alle Vereine davon Gebrauch machen werden, ihre Hallenzeiten ab sofort wieder zu nutzen.

Umfangreiches Hygienekonzept ist erforderlich

Manch ein Verein schreckt davor zurück, das umfangreiche Hygienekonzept zu erstellen, das die Stadt Schwerte fordert. Denn für die Umsetzung sind die Vereine letztlich selbst verantwortlich und übernehmen damit ein ziemlich hohes Maß an Verantwortung.

Dessen ist man sich auch im Rathaus bewusst. Verbunden mit der Mitteilung über die Öffnung der Hallen war nämlich auch der Hinweis an die Vereinsverantwortlichen, mit der Aufnahme des Trainingsbetriebs noch zu warten, wenn die Umsetzung des Hygienekonzepts nicht gewährleistet werden kann.

Stadt schafft die Rahmenbedingungen

Aber macht es sich die Stadt da nicht ein bisschen zu einfach, indem sie die Verantwortung an die Vereine weitergibt? So eine Kritik ist schnell geäußert, aber so richtig greift sie nicht.

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Denn letztlich können die Stadt-Verantwortlichen doch auch nur die Rahmenbedingungen für das schaffen, was wieder erlaubt ist. Klar, sie sollten als Ansprechpartner für die Vereine zur Verfügung stehen, wenn Fragen zur konkreten Umsetzung auftauchen.

Wie soll das gehen?

Aber soll die Stadt etwa dafür verantwortlich sein, dass nach der Übungseinheit die Trainingsutensilien oder auch Türklinken und Toiletten desinfiziert werden? Wie soll das gehen?

So ist es am Ende eine Frage der Eigenverantwortung eines jeden Vereinsverantwortlichen, Trainers, Übungsleiters und letztlich auch eines jeden Sportlers, unter Corona-Bedingungen in die Sporthalle zu gehen. Dass dabei noch nicht alle mitmachen wollen, ist nur allzu verständlich.

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