Hinrunde verursacht Bauchschmerzen in Geisecke

Fußball: Bezirksliga-Bilanz

Schon vor dem Saisonstart hielt sich Gregor Podeschwa, Trainer des Geisecker SV, eher bedeckt, als es um die Formulierung des Saisonziels ging. Nach 15 Spielen steht der Bezirksligist auf dem zehnten Platz - mit den meisten, nämlich 47 (!) Gegentoren. Podeschwa spricht offen an, was in der Hinrunde schief gelaufen ist.

GEISECKE

, 22.12.2015, 18:30 Uhr / Lesedauer: 2 min
Beim heftigen 4:8 gegen Langschede kassierte der Geisecker SV, hier mit Michael Fofara, die schon zweite hohe Niederlage der Saison. Insgesamt hat der Tabellenzehnte schon 47 Gegentore kassiert – ein Negativ-Rekordwert!paulitschke

Beim heftigen 4:8 gegen Langschede kassierte der Geisecker SV, hier mit Michael Fofara, die schon zweite hohe Niederlage der Saison. Insgesamt hat der Tabellenzehnte schon 47 Gegentore kassiert – ein Negativ-Rekordwert!paulitschke

47 Gegentore, auch weil die Geisecker schmerzhafte 1:9- und 4:8-Niederlagen schlucken mussten. Darüber ist Gregor Podeschwa enttäuscht. Viel mehr moniert er aber die Ursachen dafür. Offen und kritikfreudig spricht er im Hinrunden-Rückblick über ...

... die Ziele vor der Saison und die Realität: Von unseren Zielen sind wir weit entfernt. Wir haben uns vor der Saison zusammengesetzt und wollten im oberen Drittel landen. In den letzten drei Spielen (Anm. d. Red. Nur ein Punkt) haben wir aber selbst bewiesen, dass wir da nicht hingehören.

... 47 Gegentore in 15 Spielen: Ich bin ein Verfechter des offensiven Fußballs. Deshalb nehme ich Gegentore auch in Kauf. Trotzdem kann ich mich aber nicht erinnern, in zwei Spielen so viele Gegentore bekommen zu haben. Die 17 Tore aus den beiden Spielen reißen alles nach unten.

... die Hauptprobleme der Hinrunde: Die Entwicklung der Mannschaft und die Trainingsbeteiligung. Wir trainieren so unregelmäßig, dass wir uns nichts über die Hinrunde hinaus erarbeiten können. Es gab kaum Zeit, an unseren Schwächen zu arbeiten. Viele sind berufs-, studiums-, familiär- oder borussiabedingt oft nicht beim Training. Jeder Einzelne ist gut, ruft aber nicht das ab, zu was er in der Lage ist. Das wissen alle, aber das ist eben so. Mich ärgert das sehr und es verursacht Bauchschmerzen.

... die starke Derbybilanz (drei Siege, ein Remis): Sie ist eigentlich ein Grund, meinen Vorwurf zu verstärken. Warum machen wir das in anderen Spielen nicht so positiv wie in den Derbys? Für mich ein riesengroßes Fragezeichen.

... Positives aus der ersten Halbserie: Es überwiegt schon der negative Tabellenplatz. Aber die Entwicklung von zwei, drei Einzelspielern ist schon gut. Christopher Rous und Julian Hüser sind da zwei Beispiele.

... die Ziele für die Rückrunde: Ich würde gerne alles gewinnen, weil wir eindeutig in der Lage dazu sind, überall in der Liga mitzuhalten. So gehe ich auch in jedes Spiel. Ich hoffe, dass wir in der Rückrunde alles geben und nach den Spielen auch müde sind. Das waren wir bisher nicht so oft. Der Wille ist bei meinen Spielern da noch nicht so ausgeprägt wie bei mir.

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