Holzen, Holzpfosten und Hennen 2 vor dem Saisonstart

Fußball-Kreisliga A

Für die Holzpfosten Schwerte und den SC Hennen 2 beginnt am Sonntag wieder die Kreisliga-Saison. Auch der TuS Holzen Sommerberg startet in der Kreisliga A – wie vor zwei Jahren. Nach dem Abstieg aus der Bezirksliga starten die Holzener neu. Wie verlief die Vorbereitung? Welche Ziele haben die Teams? Das lesen Sie hier.

SCHWERTE

von Von Leon Weiß

, 04.09.2013, 17:42 Uhr / Lesedauer: 3 min
Clive Fernando ist einer von acht neuen Spielern im Kader des TuS Holzen-Sommerberg, die im letzten Jahr noch in der eigenen A-Jugend gespielt haben. Das junge Team startet nach dem Abstieg wieder in der Kreisliga.

Clive Fernando ist einer von acht neuen Spielern im Kader des TuS Holzen-Sommerberg, die im letzten Jahr noch in der eigenen A-Jugend gespielt haben. Das junge Team startet nach dem Abstieg wieder in der Kreisliga.

TuS Holzen-Sommerberg – startet ohne DruckNeun Wochen Training, elf Spiele, 30 Einheiten. So früh wie kein anderes Schwerter Team bestellte Holzens neuer Trainer Ingo Meyer seine Spieler zur ersten Einheit. Eine andere Zahl, die 21, ist jedoch noch imposanter als die Daten der Holzener Trainingsweltmeister. Sie beschreibt nämlich das Durchschnittsalter der Mannschaft. Zusammengesetzt hat sich das vor allem durch acht Spieler, die aus der eigenen A-Jugend in den Seniorenbereich vorgerückt sind. „Damit haben wir ja fast eine Jugendmannschaft“, scherzt Meyer. Dass diese acht jungen Spieler schon wichtige Stützen im Holzener System sind, zeigten die Stadtmeisterschaften. Dort besiegten die Holzener die Bezirksligisten ETuS/DJK und VfL Schwerte. Der überraschende Auftritt bei den lokalen Titelkämpfen endete erst unglücklich in der Zwischenrunde. Auch in der darauf folgenden Vorbereitungsphase überzeugten Holzens Spieler ihren Trainer. Gegen höher spielende Gegner gab es respektable Ergebnisse.

Das läge vor allem daran, dass die Mannschaft zum großen Teil zusammen geblieben ist. "Die jungen Spieler machen jetzt von unten Druck“, erklärt Meyer. Taktisch hat er die Mannschaft neu ausgerichtet. Es gibt ein klares System, in das alle involviert werden. Rückschläge plant er ein. Nach der „Seuchensaison“, so nennt sie Meyer, sei es aber wichtig, dass es etwas gäbe, das zusammenhalte. Das scheint er erreicht zu haben. Die Bezirksliga-Saison, die Holzen mit mickrigen neun Punkten beendete, ist kein Thema mehr. „Es sind alle heiß auf das Jahr, in dem wir vor allem Spaß haben wollen. Aber es wurde in keinem Wort über die Bezirksliga geredet“, sagt Meyer. Holzpfosten Schwerte – möchten den Blinker setzen Der Anfang der Vorbereitung, zu dem die Statdtmeisterschaften gehörten (5:0-Sieg gegen Westhofen), stellte Trainer Marvin Waldschmidt voll zufrieden. „Das war ein adäquater Start“, erzählt er – im Gegensatz zu den Testspielen danach. „Die Freundschaftsspiele“, sagt er, „liefen nicht ganz so rund, eher durchwachsen.“ Die Vorbereitung war für die Spieler aber nicht nur körperquälendes Training für die kommende Spielzeit, sondern auch die Reha einer nervenaufreibenden Vorsaison. Erst zum Ende hin drehten die „Pfosten“ richtig auf und konnten die Kreisliga A um ein Jahr verlängern. So hatte sich Waldschmidt seine Premierenspielzeit sicher nicht vorgestellt.

Die Saison ist Geschichte. Die Holzpfosten schauen auf die neue – und wollen den Blinker setzen, um sich wieder in die Reihe der vorne mitspielenden Teams einzuordnen. Ausfälle – das Hauptproblem im letzten Jahr – sollen nun besser aufgefangen werden können. Der Kader hat nur Zugänge bekommen. Troiano, Meier, Fischer und Schedel sind allesamt ehemalige A-Jugendliche. Vor allem aber Stephan Kleines Rückkehr ist immens wichtig fürs Team. „Wir sind viel besser als im letzten Jahr aufgestellt. Auch die Leistungsdichte ist größer“, sagt Waldschmidt. Auf irgendein spezielles Ziel fixiert ist er nicht. SC Hennen 2 – mit Verletzungspech Momentan wird sich Kevin Hines, Trainer des SC Hennen 2, ein wenig an die Schlussetappen der letzten Saison zurückversetzt fühlen. Denn er hat Verletzungspech zu kämpfen. Im April und Mai war die Situation ähnlich. Allerdings auch deutlich entspannter. Der Aufsteiger aus der B-Liga hatte die Klasse nämlich längst erhalten.  Nun aber steht Hines mit seiner Mannschaft vor dem zweiten Jahr A-Liga. „Und das“, weiß er, „ist nochmal schwieriger als das erste.“ Dass die Vorbereitung „sehr durchwachsen“ verlief, lässt die Mundwinkel nicht gerade nach oben steigen. Zu viele Spieler haben sich verletzt.

Kevin Marks zog sich jüngst einen Kreuzbandriss zu. Er fehlt in der Hinrunde. Und auch die angespannte Personallage der ersten Mannschaft hat direkte Folgen für die zweite. „Das müssen wir als Zweitvertretung mit kompensieren“, so Hines.Doch es gibt auch eine erste Positiv-Meldung: Marc May kehrt nach fünfmonatiger Zwangspause zurück. Im Kader außerdem neu dabei sind ehemalige A-Jugendspieler. „Die machen sich richtig gut. Aber auch ihnen müssen wir ein wenig Zeit geben“, ist sich der Coach bewusst. „Wenn am Ende ein Platz zwischen fünf und neun rauskommt“, fügt er hinzu, „wäre es eine Bomben-Saison.“   

 

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