Holzpfosten "sind im Flow" – Finale in Letmathe

DFB-Futsal-Cup

Holzpfosten-Torwart und -Teamchef Daniel Otto hatte vor dem Futsal-Halbfinalspiel gegen Viktoria Berlin schlaflose Nächte – und nun auch noch nach dem Spiel. Seine Mannschaft steht im Finale, der Gegner ist eine harte Nuss und dann spielen die Pfosten aller Voraussicht nach nicht wie gewohnt in der Alfred-Berg-Sporthalle.

SCHWERTE

von Leon Weiß

, 24.03.2014, 18:25 Uhr / Lesedauer: 2 min
Holzpfosten "sind im Flow" – Finale in Letmathe

"Da geht´s lang zum Titelgewinn" scheint Teamchef und Torwart Daniel Otto in dieser Szene sagen zu wollen. Otto und seine Futsal-Mitstreiter der Holzpfosten Schwerte sind heißer denn je auf den ganz großen Triumph.

Ich schlafe erstaunlich gut – wenn ich schlafe. Das fällt mir momentan aber sehr, sehr schwer – weil ich entweder daran denke, wie geil diese letzten zwei Wochen waren und ich eine Gänsehaut nach der anderen bekomme, oder weil ich grübele, wie wir das Finale gewinnen. Gestern habe ich Video-Scouting bei Youtube und dfb.tv gemacht – die Nacht ist lang geworden.

Wir sind im Flow. Das ist unglaublich, aber es ist so. Noch nie zuvor waren wir so fokussiert, so sehr von Anfang an im Spiel, so sehr unempfänglich für Ablenkungen. Wenn man so will, und damit ich auch mal Umut (Anm.d.Red.: Spieler Umut Coban ist gemeint) zitieren kann: Wir sind aktuell Maschinen. Ein Rädchen greift ins andere, jeder wächst dabei über sich hinaus.

Leider nimmt man das viel zu wenig wahr. Während der 40 Minuten bin ich im Tunnel, bekomme nur mit, wie laut es ist. Deshalb gucke ich mir alles an, was ich vor die Augen bekomme. Unsere Whatsapp-Gruppe quillt grade über, Fotos, Videos, auch bei Facebook, das sauge ich alles auf. Was nicht heißt, dass ich es verstehe, weil es für mich immer noch unfassbar ist, was wir hier alle grade erleben dürfen.

Ähnlich viel wie vorher von Viktoria. Technisch auch sehr, sehr stark, dazu noch mit Kevin Reinhardt einen ehemaligen Futsal-Profi, der den „Zockern“ zeigt, wie Futsal funktioniert. Nafi ist in Süddeutschland außerdem schon länger eine größere Nummer, die sind häufiger Süddeutscher Meister geworden. Dieses Jahr haben sie erst die Panthers aus Hamburg, dann Münster rausgehauen. Ich erwarte also den stärksten Gegner in dieser Saison. Aber wer im Finale um die Deutsche Meisterschaft was anderes erwartet, ist auch ein Träumer.

Die Mannschaft, die es mehr will. Und bei allem Respekt für die Stuttgarter: Ich kann mir nicht vorstellen, dass es in diesem Jahr jemand mehr will als wir.  

Finale findet in Letmathe statt
  • Das Endspiel ist am Samstag, 5. April. Die Auslosung wollte es so, dass die „Pfosten“ für das Finale erneut das Heimrecht haben.
  • Mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit wird die Partie aber nicht in der Alfred-Berg-Sporthalle stattfinden. An diesem Tag finden Volleyballspiele sowie eine Landeskader-Schulung der Rhythmischen Sportgymnastik statt. Ausweichort: die Humpfert-Halle in Letmathe.
  • Am Dienstagmorgen, 11 Uhr, ist ein Besichtigungstermin mit Vertretern der Holzpfosten, der Stadt Iserlohn und einer Komission des Deutschen Fußballbundes (DFB) geplant.

Lesen Sie jetzt