HSG-Frauen gewinnen 27:22 - Männer fertigen Arnsberg ab

Handball

Gleich viermal sind die Handballteams der HSG-Schwerte an diesem Wochenende gefordert gewesen. Die Frauen konnten in der Verbandsliga ein lange ausgeglichenes Spiel noch zu ihren Gunsten entscheiden. Die Landesliga-Herren siegen gnadenlos.

SCHWERTE

von Von Michael Dötsch und Felix Dötsch

, 10.11.2013, 21:13 Uhr / Lesedauer: 3 min

Positive Akzente im Angriff Aber auch im Angriff setzten die Gastgeberinnen positive Akzente - vor allem in Person der Tempogegenstoß-Spezialistin Anna Köhler und treffsicheren Kreisläuferin Cynthia Matzat, die aber auch vom guten Auge der Spielmacherinnen Anna Juchems und Lena Holtsträter profitierte.

Nach der Zehn-Tore-Führung zur Halbzeit stellte Kohl die Mannschaft um, doch das Scheibenschießen am Sonntagabend ging munter weiter: Ablas, Yaltzis, Lingstädt – jeder durfte mal. Zehn Minuten vor Schluss stand es dann 32:19. „Nach der Halbzeit ging uns ein wenig die Konsequenz ab, wir haben unser Ding jedoch insgesamt konzentriert durchgezogen“, freute sich Kohl nach der Partie. „Ich habe einen ruhigen Sonntagabend verbracht“, fügt er lachend an.

Börge Klepping, Sebastian Emde - Jens Klostermann (3/1), Tim Decker (5), Sebastian Ablas (1), Timm Höntsch (3), Dominik Yaltzis (1), Niko Paukstadt (6/4), Alexander Nickolay (4), Max Arnold (3), Alexandr Denissov (10), Sebastian Lingstädt (3).

23:31 (8:17) Mischa Quass, der für den beruflich verhinderten Spielertrainer Stefan Leupold den Platz auf der Bank einnahm, sah eine engagierte Leistung seines Teams: „Die Stimmung war gut, und unser Team hat gut gekämpft“, so der sportliche Leiter und Interimscoach der HSG. Dass die Niederlage gegen die Arnsberger Zweitvertretung am Ende so deutlich ausfiel, ist vor allem dem guten Tempospiel der Gäste zuzuschreiben. „Sie haben jeden Fehler von uns gnadenlos bestraft. Wenn wir einmal im aufgebauten Positionsspiel waren, war das ganz okay“, resümiert Quass.

René Polesny, Marius Schleenkamp - Jan Battenberg, Soheyl Abiatinejad, Dennis Paul, Sven Fastabend, André Kramer, Martin Leupold, Nico Bönninghausen, Luis Oberste, Phillip Dammers, Fabian Falkner, Dominik Yaltzis.

HSG-Trainer Sascha Stickan freute sich über einen weiteren Entwicklungsschritt seiner jungen Mannschaft. "Mittlerweile gehen die Köpfe nicht mehr runter, auch wenn es mal nicht so läuft. Die kämpferische Einstellung in der Deckung war sehr gut", lobte der Coach vor allem die Defensivarbeit. So gelang es den Schwerterinnen auch, einen 9:12-Rückstand in den letzten vier Minuten des ersten Spielabschnitts bis zur Halbzeit noch zu egalisieren. Daran hatte auch die nach 25 Minuten für Patricia Lemke eingewechselte Torhüterin Paula Petersen ihren Anteil.

Positive Akzente im Angriff Aber auch im Angriff setzten die Gastgeberinnen positive Akzente - vor allem in Person der Tempogegenstoß-Spezialistin Anna Köhler und treffsicheren Kreisläuferin Cynthia Matzat, die aber auch vom guten Auge der Spielmacherinnen Anna Juchems und Lena Holtsträter profitierte.

Trotzdem ließen sich die im Mittelfeld platzierten Münsterländerinnen nicht abschütteln. Auch acht Minuten vor Schluss war beim Stand von 21:19 noch keine Entscheidung zu Gunsten der HSG gefallen. Dann aber besagter Zwischenspurt: Drei Tempogegenstöße und drei Treffer aus dem Spiel heraus - binnen sechs Minuten setzten sich die Schwerterinnen auf 27:19 ab. Dass seine Schützlinge dann im Gefühl des sicheren Sieges schluderten und dem Gegner noch drei unnötige Tore erlaubten, ärgerte Sascha Stickan zwar ein bisschen, war letztlich aber nur noch eine Randnotiz.TEAM UND TORE Schwerte/Westhofen: Patricia Lemke, Paula Petersen - Anna Köhler (9), Melanie Wolff (2), Norina Migat, Michelle Pleuger (1), Lena Holtsträter, Anna Juchems (4/2), Sophia Jaworski (4), Saskia Oppl, Lena Höhm, Annika Albus, Cynthia Matzat (7)  

Gegen den bislang stärksten Saisongegner kassierte die zweite Frauenmannschaft der HSG Schwerte/Westhofen eine 21:25-Heimniederlage, die Trainer Jan Battenberg als verdient bezeichnete. „Wir konnten die Ausfälle von Diane Lakemper und Ellena Weißgerber und verletzungsbedingt auch noch Patricia Radestock in der zweiten Halbzeit nicht kompensieren“, meinte Battenberg. Das galt vor allem für die entscheidende Schlussphase, als den Schwerterinnen die Luft ausging. Denn sieben Minuten vor Schluss lagen sie noch mit 21:20 vorne, ehe Ferndorf die letzten fünf Tore der Partie in Serie erzielte und die beiden Punkte mit ins Siegerland nahm. Insgesamt bemängelte Battenberg bei seiner Mannschaft, dass sie in der Abwehr nicht zur gewohnten Sicherheit gefunden habe – trotz der starken Natascha Turner im Tor. Im Offensivbereich erlaubten die Gastgeberinnen sich den Luxus zu vieler vergebener Großchancen.  

Natascha Turner - Juliane Lindner, Patricia Radestock (4), Natalie Kohlmann, Dörte Stricker, Ilka Stange (9/5), Bea Klein (1), Denise Rosigkeit (1), Daphne Rost (6), Fine Bosqui, Jasmin Schiprowski, Ronja Galitschke, Lisa Dutkiewicz.  

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