HSG kann in Schwelm nur 25 Minuten mithalten und verliert deutlich / HVE siegt souverän

Handball-Landesliga

Eine starke erste Halbzeit hat der HSG Schwerte/Westhofen nicht gereicht, um den Tabellenführer zu schlagen. Dagegen gewann die HVE Villigst-Ergste auch ihr neuntes Heimspiel der Saison.

Schwerte

, 17.02.2019 / Lesedauer: 4 min
HSG kann in Schwelm nur 25 Minuten mithalten und verliert deutlich / HVE siegt souverän

Gestoppt vom Spitzenreiter: Toni Mrcela (am Ball), Tim Decker (li.) und die HSG Schwerte/Westhofen unterlagen in Schwelm mit 24:35. © Ingo Rous

Rote Erde Schwelm - HSG Schwerte/Westhofen 35:24 (17:16)

Als das Spiel nach 60 Minuten beendet war, zeigte die Anzeigetafel eine 24:35 Niederlage für die HSG Schwerte/Westhofen an. Damit endete die HSG-Siegesserie von acht gewonnenen Spielen endete beim verlustpunktfreien Aufstiegsaspiranten RE Schwelm.

Dabei sah es vor allem in der ersten Hälfte nicht danach aus. Denn die HSG ging durch Alexandr Denissov bereits nach 40 Sekunden in Führung. Schwelm glich im Gegenzug aus, doch die Schwerter wussten immer wieder vorne zu glänzen und trafen relativ sicher. Vor allem der Ex-Schwelmer Dominik Thäsler traf in der ersten Viertelstunde nach Belieben. Vier Treffer hatte er bei der zwischenzeitlichen 9:6-Führung erzielt.

Die Schwelmer wussten keine Lösung gegen den HSG-Angriff und im Tor war Daniel Evangelou ein starker Rückhalt. So setzte sich der Gast bis zur 20 Minute sogar auf 12:8 ab – eine Überraschung lag in der Luft. Schwelm nahm die erste Auszeit und kam danach stark zurück. Drei Treffer in Folge und es stand nur noch 12:11 für die Gäste. Doch die HSG fing sich nach dieser kurzen Schwächephase schnell wieder und führte fünf Minuten vor der Pause mit 16:14. Doch nun folgten überhastete Abschlüsse, und es wollte kein Treffer mehr gelingen. Zur Pause lag der Spitzenreiter mit 17:16 vorne – es war die erste Schwelmer Führung der Partie.

Nach der Pause kamen die Schwerter wie verwandelt aus der Kabine. Im Angriff wollte nichts mehr gelingen. Zu allem Überfluss sah Christoph Kämper auch noch die Rote Karte, nachdem er beim Gegenstoß seinen Gegenspieler foulte (34.). So dauerte es bis zur sechsten Minute in der zweiten Hälfte, bis Nico Paukstadt wieder für sein Team einen Treffer erzielen konnte. Allerdings hatte sich der Tabellenführer zu diesem Zeitpunkt schon auf 20:16 abgesetzt.

Auch danach taten sich die Gäste schwer mit dem Torewerfen. Schwerte/Westhofen hatte den Angriffen der Schwelmer nicht mehr viel entgegen zu setzen. Im eigenen Angriff scheiterte man mit schwachen Würfen, und Schwelm nutze dieses immer wieder zu Tempogegenstößen aus. Nur acht Treffer wollten der HSG in der zweiten Halbzeit gelingen. So stand am Ende eine klare 24:35 Niederlage zu Buche.

Schwerte/Westhofen: Daniel Evangelou, Mike Krüner - Dominik Yaltzis (1), Tim Gurol (3/2), Christoph Kämper , Nico Paukstadt (8/2), Alexandr Denissov (1), Toni Mrcela (3), Tim Schlütz, Dominik Thäsler (6), Tim Decker (1), Niklas Linnemann (1, Alexander Nickolay.


HVE Villigst-Ergste - TV Olpe 30:23 (14:10)

Wer den Tabellenfünften so souverän bezwingt, wie Handball-Landesligist HVE Villigst-Ergste dies am Samstagabend gegen den TV Olpe getan hat, muss ein gutes Spiel abgeliefert haben. So war es auch: Die HVE überzeugte beim 30:23-Erfolg mit einer engagierter Abwehrarbeit und zeigte sich spielfreudig in der Offensive. Nachlässigkeiten, wie ein Gegentor bei einer 6-gegen-3-Überzahl, verhinderten einen noch höheren Heimsieg, fielen letztlich aber kaum ins Gewicht.

Die Villigst-Ergster profitierten von einer starken Anfangsphase, in der auch Torwart Lukas Daszkiewicz auf sich aufmerksam machte. Dabei war Daszkiewicz eigentlich nicht für die Anfangsformation vorgesehen, wie Trainer Thorsten Stange nach dem Spiel verriet. Doch Torwartkollege Maurice Rolfsmeyer verletzte sich leicht beim Aufwärmen.

Daszkiewicz war ein guter Rückhalt der HVE-Mannschaft, die mit 5:1 in Führung ging und auch zur Pause mit vier Toren Unterschied führte (14:10). Auch den Start in den zweiten Spielabschnitt darf man aus Sicht der Gastgeber als gelungen bezeichnen. Vor allem Fabian Bleigel tat sich in dieser Phase hervor, in der sich die HVE auf 20:12 absetzte (38.).

Schon zu diesem Zeitpunkt kamen die Olper, die mit nur zwei Auswechselspielern angetreten waren, nicht mehr als Sieger in Frage. Zudem schwächten sie sich Mitte der zweiten Halbzeit selbst, als sie gleich mehrfach Zeitstrafen wegen Reklamierens gegen Schiedsrichterentscheidungen aufgebrummt bekamen und deshalb über weite Strecken der zweiten Halbzeit in Unterzahl agieren mussten.

Der HVE sollte es egal sein. Sie spulte ihr Pensum herunter und blickte am Ende des Tages auf den neunten Sieg im neunten Heimspiel zurück. „Es ist eben die Gänsehölle – hier ist es schwer zu gewinnen“, stellte Trainer Stange abschließend fest.

Villigst-Ergste: Lukas Daszkiewicz, Maurice Rolfsmeyer - Jonas Mag (3), Nils Stange (3), Fabian Bleigel (5), Alexander Hänel (1), Marc Licha (2), Louis Marquis (2), Hendrik Hollatz (1), Johannes Stolina (8/2), Jannik Lehmann (1/1), Felix Ständker (2), Robert Stelzer, Jan Speckmann (2).

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