Ihr Karriereende hatte sich die Ausnahmesportlerin der Schwerter TS anders vorgestellt

rnRhythmische Sportgymnastik

Wie so viele andere Wettkämpfe sind auch die Deutschen Meisterschaften der Rhythmischen Sportgymnastik dem Coronavirus zum Opfer gefallen - sehr zum Leidwesen einer Schwerterin.

Schwerte

, 09.11.2020, 19:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Ursula Sohlenkamp, renommierte Cheftrainerin der Rhythmischen Sportgymnastik bei der Schwerter Turnerschaft, bezeichnet sie als Ausnahmesportlerin. Nun hat das Aushängeschild der STS-Gymnastinnen ihre aktive Karriere beendet. Mit 20 Jahren.

Allerdings hatte sich Jana Martin den Schlusspunkt ihrer Laufbahn ganz anders vorgestellt. Bei den Finals der Deutschen Meisterschaften in Düsseldorf wollte die Schwerterin in der vergangenen Woche in allen vier olympischen Sportarten (Reifen, Ball, Keulen und Band) starten - entsprechend gut hatte sie sie sich vorbereitet.

Eine ganz bittere Pille für Jana Martin

Doch dann die Enttäuschung: Einen Tag vor dem geplanten Beginn wurden die Titelkämpfe wegen der hohen Corona-Infektionszahlen abgesagt - eine ganz bittere Pille für die Schwerterin.

Begonnen mit der Rhythmischen Sportgymnastik hatte Jana Martin im Alter von sieben Jahren bei der Schwerter TS. Nach drei Jahren Aufbauarbeit unter den Trainerinnen Swetlana Dehn und Ursula Sohlenkamp wechselte sie dann an den Bundesstützpunkt Wattenscheid, wo man ihr großes Talent weiter förderte.

Vier Jahre im schwäbischen Schmiden

Es folgten vier Jahre am Bundesstützpunkt unter den Fittichen der damaligen Bundestrainerin Galina Krylenko in Schmiden bei Stuttgart, wo Jana Martin im Internat lebte und die Schule besuchte. In diese Zeit fiel auch der Gewinn der Deutschen Jugendmeisterschaft in der Altersklasse 14 im Jahr 2013. Zudem wurde sie Deutsche Jugend-Vizemeisterin in allen vier Finalwettkämpfen mit den verschiedenen Handgeräten.

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Nach dem Weggang der Bundestrainerin aus Schmiden wechselte Jana Martin für zwei Jahre nach Leverkusen, wohin sie täglich aus Dortmund zum Training fuhr. Dann stand das Abitur an, und Jana Martin kehrte nach Schwerte zurück. Seit 2018 startete sie wieder für die Schwerter TS.

Sport- und Wirtschaftsstudium in Wuppertal

Nun sollten die „Deutschen“ in Düsseldorf der Abschluss ihrer erfolgreichen Laufbahn werden. Aber das Coronavirus machte einen Strich durch Jana Martins Rechnung. So hat sie ohne diese Meisterschaften ihre aktive Karriere beendet und widmet sich nun ihrem Sport- und Wirtschaftsstudium in Wuppertal.

Parallel plant sie, eine Trainer-Ausbildung beim Westfälischen Turnerbund zu absolvieren. Verloren geht Jana Martin ihrem Sport also nicht - gut für die Rhythmische Sportgymnastik und gut für die Schwerter Turnerschaft.

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