Jannemien Panzlaff, Zoe Jakob und Tillmann Röller haben es geschafft

Kanuslalom

Die Qualifikations-Wochenenden von Markkleeberg und Augsburg bescheren dem KVS drei Nationalmannschafts-Nominierungen. „Wir sind total glücklich, wie es gelaufen ist“, sagt die Trainerin.

Schwerte

, 05.05.2019 / Lesedauer: 3 min
Jannemien Panzlaff, Zoe Jakob und Tillmann Röller haben es geschafft

Kajakfahrer Tillmann Röller, hier bei einem Wettkampf in Ivrea im vergangenen Jahr, hat sich für die Junioren-Nationalmannschaft qualifiziert. © Kanu- und Surf-Verein Schwerte

Ariane Herde war gut drauf – das war deutlich zu spüren, als sie wir sie am frühen Sonntagabend auf der Rückfahrt aus Augsburg am Handy erwischten. „Wir sind total glücklich damit, wie es gelaufen ist“, sagte die Schwerter Landestrainerin und fasste damit den positiven Verlauf der vier Nationalmannschafts-Qualifikationswettkämpfe im sächsischen Markkleeberg vor einer Woche und an diesem Wochenende in Augsburg aus Sicht des Kanu- und Surf-Vereins Schwerte (KVS) zusammen.

An erster Stelle sind dabei drei Athleten zu nennen, die ein Ticket fürs jeweilige Nationalteam gebucht haben: Zoe Jakob (Canadier U23), Jannemien Panzlaff (Canadier Juniorinnen) und auch Tillmann Röller (Kajak Junioren) haben es geschafft. Besonders bei Röller darf man getrost von einer positivem Überraschung sprechen. „Für Tillmann hat sich die harte Arbeit im Winter bezahlt gemacht“, freute sich die Trainerin.

Anspruchsvolle Strecke

Bei weitgehend regnerischem Wetter belegte Röller auf dem Augsburger Eiskanal, dessen Strecke noch etwas anspruchsvoller war als der Kurs eine Woche vorher in Sachsen, bei den K1-Junioren die Plätze drei und sechs. In der Gesamtwertung reichte dies, um als drittes K1-Boot ins Juniorennationalteam zu rutschen – entsprechend groß war die Freude.

Weniger gut gelaunt war dagegen Röllers Kumpel Patrick Raab, der seine gute Ausgangsposition von Markkleeberg nicht nutzen konnte. Am Samstag verpasste Raab das finale der besten 10 als Elfter hauchdünn, tags darauf lief es gar nicht gut – Platz 33. Mit den Plätzen 12 und 15 verkaufte Simon Stainert seine Haut teuer, Gleiches gilt für den vierten Schwerter im K1-Junioren-Bunde: Youngster Jonas Büchner sammelte auf den Plätzen 20 und 23 wertvolle Erfahrung auf hohem Niveau. Im Rahmen seiner Möglichkeiten fuhr auch Canadierfahrer Jonathan Queißer, der in seinem ersten U23-Jahr gegen starke Konkurrenz zweimal den 17. Platz belegte.

Zurück zu den frisch gebackenen Nationalmannschafts-Fahrerinnen: Zoe Jakob taucht im C1-Ranking der Damen auf Rang sechs auf – hinter zwei weiteren U23-Fahrerinnen, die den Sprung in die A-Mannschaft geschafft haben. Eine Zitterpartie war die „Quali“ für Jakob deshalb nicht – sie ist nun als erstes Canadierboot fürs deutsche U23-Team nominiert.

Auch noch im K1-Finale

Jannemien Panzlaff hatte sich mit ihren zwei ersten Plätzen von Markkleeberg eine optimale Ausgangsposition herausgefahren. Am Sonntag gewann sie auch in Augsburg und konnte es deshalb problemlos verschmerzen, tags zuvor „nur“ Vierte geworden zu sein – dies war ihr Streichergebnis.

Panzlaff schaffte es darüber hinaus am Sonntag auch im K1 ins Finale und rundete mit Platz fünf ihre starke Leistung ab. Positiv zu erwähnen ist letztlich dann auch noch das Abschneiden von Maren Szillat in dieser Kategorie: Sie schaffte es an beiden Tagen ins K1-Juniorinnen-Finale und landete auf den Plätzen zehn und acht.

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