Kaum Training mit Körperkontakt - aber schon ein Testspiel für SC Berchum/Garenfeld

Fußball-Landesliga

Ohne Einschränkungen trainieren darf der SC Berchum/Garenfeld als kommunal zu Hagen gehörender Verein noch nicht. Vorreiter ist der SC in einem bestimmten Bereich aber trotzdem.

Schwerte

, 16.06.2021, 05:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
Luca Becker, hier im letzten Landesligaspiel vor dem Lockdown, steht mit seinen Teamkollegen des SC Berchum/Garenfeld vor dem ersten Testspiel.

Luca Becker, hier im letzten Landesligaspiel vor dem Lockdown, steht mit seinen Teamkollegen des SC Berchum/Garenfeld vor dem ersten Testspiel. © Bernd Paulitschke

Es mögen gewisse Neidgefühle aufgekommen sein bei allen Beteiligten des SC Berchum/Garenfeld. Denn kommunal gehört der Sportclub zu Hagen - der Stadt, die in den vergangenen Wochen NRW-weit stets in der Spitzengruppe bei den Corona-Zahlen gehörte.

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Zwar hat sich die Pandemielage auch in Hagen zuletzt deutlich entspannt. Doch bis zu ganz normalem Training, wie es zum Beispiel den Schwerter Fußballvereinen seit vergangenem Wochenende erlaubt ist, müssen sich die Berchum/Garenfelder noch gedulden.

Kontakttraining frühestens ab Freitag

Auf den Sportplatz zurückgekehrt ist Trainer Fabian Kampmann mit seinem Landesliga-Team aber trotzdem schon. „Seit gut zwei Wochen trainieren wir kontaktfrei“, berichtet der Coach, „und ab Freitag dürfen wir dann auch endlich mit Kontakt - wenn die Inzidenzzahlen in Hagen so bleiben“, so Kampmann.

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Zweikämpfe sind also bisher noch tabu in den Trainingseinheiten des klassenhöchsten Teams aus dem Bereich des Schwerter Stadtsportverbandes. Und trotzdem sind es ausgerechnet die Berchum/Garenfelder, die als erste heimische Mannschaft in den Reigen der Testspiele einsteigen.

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Schon am kommenden Samstag (19. Juni), also gerade mal einen Tag nach ihrer ersten Trainingseinheit, in der Körperkontakt und Zweikämpfe erlaubt sind, sind die Berchum/Garenfelder am Ball - und dann auch noch gegen einen höherklassigen Gegner. Denn das Kampmann-Team spielt um 11 Uhr auf dem Rasenplatz des Hembergstadions auf den Westfalenligisten FC Iserlohn.

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Aber ist unter dem Gesichtspunkt eines erhöhten Verletzungsrisikos nicht fahrlässig, nach bisher fast ausschließlich kontaktfreien Trainingseinheiten ein Testspiel gegen eine klassenhöhere Mannschaft zu absolvieren? „Okay - bei Zweikämpfen geht es schon von Null auf Hundert“, gesteht Trainer Kampmann. Aber weil seine Spieler in den vergangenen Wochen individuell sehr an ihrer Fitness gearbeitet hätten, habe er keine Bedenken, so der Coach.

Zudem gebe es durchaus auch kontaktfreie Übungsformen, die anstrengend sind und mit denen er seine Schützlinge in einen guten körperlichen Zustand bringen könne, so Kampmann - ein Freund des behutsamen Herantastens an die Belastung eines Wettkampfes ist der Berchum/Garenfelder Trainer offenbar nicht.

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