Köln statt Ergste: Dominic Pütz‘ Abschied von seinem Heimatverein

rnFußball-Kreisliga A

Nach insgesamt 12 Jahren als Trainer bei der SG Eintracht Ergste verabschiedet sich Dominic Pütz in diesem Sommer vom Bürenbruch. Das hat zwei Hauptgründe.

Ergste

, 26.05.2020, 17:20 Uhr / Lesedauer: 2 min

Nachdem er einige Jugendmannschaften trainiert hatte, war der 32-Jährige zuletzt drei Jahre für die erste Mannschaft am Bürenbruch verantwortlich.

In diese Zeit fiel der Abstieg aus der Bezirksliga und zwei Jahre in Iserlohns höchster Kreisliga.

„Abstieg kam damals nicht so überraschend“

„Der Abstieg kam damals nicht so überraschend, da wir den Umbruch auf eine erfolgreiche A-Jugend gewagt hatten“, erinnert sich Pütz an die Saison 2017/18.

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Die nächsten beiden Jahre spielte sein Team im oberen Drittel der Kreisliga mit. Zum erneuten Aufstieg sollte es aber nicht reichen. „Man darf aber nicht vergessen, dass Ergste nur einmal in der Kreisliga A in den letzten 20 Jahren besser abgeschnitten hat – das war, als der Aufstieg in die Bezirksliga glückte“, kennt er auch die Vergangenheit des Vereins.

Abschlussfahrt wurde Corona-bedingt abgesagt

Das abrupte Ende der vorzeitig abgebrochenen Saison hatte er sich natürlich nicht gewünscht. Die Abschlussfahrt musste Corona-bedingt abgesagt werden, doch hofft der Ex-Trainer noch auf eine kleine Feier im Rahmen der Mannschaft.

Denn aus dem Team, das er mehr oder weniger selbst zusammengestellt hatte, verabschieden sich ja auch eine Reihe von Spielern aus Ergste.

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„Dass es alleine darin liegt, dass ich aufhöre, glaube ich nicht. Mir war klar, wenn zwei bis drei Schlüsselspieler gehen, werden sie auch andere mitziehen“, befürchtete Pütz schon frühzeitig einen Domino-Effekt.

Nach aktuellem Stand der Dinge sind es zehn Akteure aus dem A-Liga-Kader der vergangenen Saison, die der Eintracht den Rücken kehren.

Berufliche Umorientierung im Sommer 2019

Doch was waren die Gründe für Pütz, das Traineramt bei seinem Stammverein für die Aufgabe des Traineramtes? Pütz nennt zwei Aspekte: „Wir haben uns im letzten Jahr nicht so weiterentwickelt, wie ich es mir gewünscht habe. Potenzial war genug da, doch manchmal fehlte es an der einen oder anderen Sache.“

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Der andere Grund liegt in der beruflichen Umorientierung des 32-Jährigen. Denn im vergangenen Sommer gab er seinen Job beim Deutschen Handball Bund auf und wechselte zum Fußball-Bundesligisten 1. FC Köln. In die Domstadt hat er auch seinen Lebensmittelpunkt verlegt.

Teamleiter für Service und Ticketing

Beim „Effzeh“ ist Pütz seit Juli als Teamleiter für die Service und Ticketing-Abteilung zuständig. Und dieser Job macht ihm mächtig Spaß, auch wenn es zurzeit etwas anders abläuft als gewohnt.

„Wir haben den Dauerkarteninhabern mehrere Optionen gelassen, wie sie mit dem Restguthaben aus den Geisterspielen umgehen können“, berichtet Pütz. Neben den üblichen Rückerstattungen bieten die Kölner auch die Möglichkeit, sich auf dem Mannschaftsbus verewigen zu lassen.

„Diese Möglichkeit wurde auch gut angenommen, verursacht aber jede Menge Mehrarbeit – im Gegensatz zu einer normalen Rücküberweisung“, erklärt Pütz.

Das Büro im Geißbockheim

Sein Büro befindet sich direkt im Geißbockheim. In der Mittagspause schaut er auch mal gerne beim Training der Profis zu. Und wie läuft dies in Coronazeiten ab? „Die Spieler werden komplett abgeschirmt. In der Quarantäne-Woche haben sie auch hier trainiert, aber man hatte keinerlei Kontakt – was auch gut war“, berichtet der Neu-Kölner.

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Wie alle anderen Fußballer hofft er aber auf eine baldige Rückkehr zur Normalität. Und vielleicht kann er dann noch ein paar Tipps als Trainingskiebitz ergattern. Um diese dann irgendwann vielleicht wieder als Trainer nutzen zu können.

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