Lange Gesichter beim VfL und ETuS/DJK

Fußball: Bezirksliga

Es fällt schwer zu bewerten, welche der beiden Niederlagen die größere Enttäuschung ist - die 0:2-Heimniederlage des VfL Schwerte gegen den vermeintlichen Abstiegskandidaten SV Langschede oder die vor allem in dieser Höhe nicht zu erwartende 0:5-Schlappe des ETuS/DJK Schwerte beim SC Berchum/Garenfeld.

SCHWERTE

, 15.08.2016, 17:48 Uhr / Lesedauer: 2 min

Beginnen wir beim VfL. Dessen Trainer Jörg Silberbach ist viel zu lange im Geschäft, um mit dem – zumindest vom Ergebnis her – missratenen Saisonauftakt nicht umgehen zu können. "Die Leistung war halbwegs okay, auch wenn wir in der zweiten Halbzeit nicht mehr so druckvoll gespielt haben. Aber wenn man von den drei, vier hundertprozentigen Chancen nicht wenigstens eine nutzt, dann kann es eben so kommen, wie es gekommen ist", so Silberbach. So stellten die beiden späten Langscheder Tore den Spielverlauf zwar auf den Kopf, "aber das ist letztlich egal. Das Ergebnis steht und die Enttäuschung ist groß", gesteht der Coach.

Einer ähnlichen Wortwahl bediente sich ETuS/DJK-Coach André Haberschuss nach der Pleite von Garenfeld. Spielerisch sei seine Mannschaft die bessere gewesen – bei dieser Aussage blieb Haberschuss auch mit einem Tag Abstand. Bei der Betrachtung der ersten halben Stunde lag er damit halbwegs richtig, auch wenn sich die Torchancen der "Östlichen" an den Fingern einer Hand abzählen ließen. "Dann kriegen wir zwei Tore aus dem Nichts, davon haben wir uns nicht mehr erholt", so Haberschuss.

Aber kann das die Erklärung für den schlappen Auftritt in der zweiten Halbzeit sein, in der einige Schwerter Spieler neben fehlender Laufbereitschaft auch durch lautstarkes Kritisieren untereinander auffielen? Natürlich habe ihn das gestört, so Haberschuss, der die Meckereien als Folge einer "allgemeinen Unzufriedenheit nach einer durchwachsenen Saisonvorbereitung" sieht.

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Keine Spur von Unzufriedenheit dagegen in Garenfeld. "Die Mannschaft hat den ersten Stresstest bestanden", lobte Trainer Dieter Iske, der sich in seiner taktischen Marschroute voll und ganz bestätigt sah: "Ich habe die Jungs ständig nach vorne getrieben, um den Gegner im Spielaufbau zu stören. Das haben sie einfach gut gemacht – vor allem Lasse Jochheim, der Serkan Arslan komplett aus dem Spiel genommen hat", so der SC-Trainer. So habe der Gegner schnell die Lust am Spiel verloren. "Am Ende hätten wir sogar noch deutlicher gewinnen können. Aber auch fünf Tore muss man erstmals schießen."

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