Missratenes Saisonfinale für die HSG-Frauen beim Letzten

Frauenhandball

So hatte sich Sascha Stickan sein letztes Spiel auf der Trainerbank der HSG Schwerte/Westhofen sicher nicht vorgestellt. Mit 25:27 verloren die HSG-Frauen am Samstag in der Verbandsliga beim Tabellenletzten. Auch die HVE-Frauen verloren gegen Witten 2. Die HSG-Reserve hingegen feierte einen Sieg und anschließend ganz offiziell die Meisterschaft.

SCHWERTE

, 13.04.2014, 20:59 Uhr / Lesedauer: 2 min
Missratenes Saisonfinale für die HSG-Frauen beim Letzten

<p>Da half auch keine Ansprache: Die Frauen der HSG Schwerte/Westhofen um Trainer Sascha Stickan erwischten in Soest einen gebrauchten Tag und verloren 24:28. <p></p> Paulitschke</p>

Es schien alles nach Plan zu laufen in der Mendener Kreissporthalle. Zur Halbzeit lag die HSG mit 12:5 in Führung. Auch wenn die Schwerterinnen im Angriff längst nicht jede Chance in einen Treffer ummünzen konnten, diktierten sie das Spielgeschehen und waren auf einem guten Weg in Richtung des angepeilten Auswärtssieges zum Saisonfinale.  Aber welch ein gegenteiliges Bild nach Wiederanpfiff. Von der Defensivstärke des ersten Spielabschnitts war nichts mehr zu sehen, stattdessen wuchs die Verunsicherung bei den HSG-Spielerinnen von Minute zu Minute. "Wir haben in der Abwehr überhaupt keinen Zugriff mehr gefunden", monierte Trainer Stickan, der mit ansehen musste, wie der komfortable Vorsprung immer mehr zusammenschmolz.

Trotzdem sah es beim 19:14 (45.) immer noch gut aus, doch längst hatte das Schlusslicht Morgenluft gewittert. Die Schwerterinnen schafften es nun nicht mehr, Druck auf die Schwittener Deckung auszuüben und mussten zudem einige Zeitstrafen hinnehmen. So kam es, wie es dann wohl kommen musste: Sieben Minuten vor Schluss ging Schwitten beim Stand von 23:22 erstmals in Führung und gab den Vorsprung dann auch nicht mehr ab - den fünf Gegentoren der ersten Halbzeit standen satte 22 Treffer nach Wiederanpfiff gegenüber. So gab es eine Enttäuschung zum Ausklang einer Saison, die die HSG-Frauen mit 23:21-Punkten auf dem fünften Tabellenplatz beenden. 

Patricia Lemke, Paula Petersen - Anna Köhler (8), Melanie Wolff (1), Norina Migat (3), Michelle Pleuger (4), Lena Höhm (1), Birthe Krause (2/2), Saskia Oppl (4/3), Svenja Eberhardt (2), Annika Albus.

Als Aufsteiger in die Landesliga standen sie schon vor dem Spiel fest, doch in die anschließenden Aufstiegsfeierlichkeiten wollten Trainer und Spielerinnen der zweiten Frauenmannschaft der HSG Schwerte/Westhofen unbedingt mit einem Sieg zum Saisonabschluss gehen. Das gelang den Schützlingen von Jan Battenberg am späten Samstagnachmittag dann auch: Mit 20:17 gewannen sie beim Tabellensechsten aus Schwitten und schließen die Spielzeit 2013/14 mit 30:4-Punkten ab.

In der ersten Hälfte haperte es beim Meister, der auf der Tribüne von einem stattlichen Anhang unterstützt wurde, noch etwas an der Konzentration. Trotzdem führten die Schwerterinnen fast durchgehend und gingen mit einem 10:9-Vorsprung in die Pause. Nach Wiederanpfiff dominierte den HSG die Partie dann eindeutig. „Es kam bei mir zu keiner Zeit das Gefühl auf, dass wir dieses Spiel verlieren könnten“, meinte Trainer Battenberg. So stand einer gebührenden Meisterfeier des künftigen Landesligisten nichts mehr im Wege. 

Natascha Turner - Juliane Lindner, Fine Bosqui, Denise Rosigkeit, Diane Lakemper, Dörte Stricker, Ulrike Liskatin, Sophia Jaworski, Lena Holtsträter, Anna Juchems, Cynthia Matzat, Sina Loose, Patricia Radestock, Ilka Stange.

„Das war keine gute Leistung“, kommentierte Trainer Volkmar Bötzel die Vorstellung seines Teams im letzten Spiel der Landesliga-Saison, das mit 18:28 verloren ging. Bis zum 9:8 lagen die Gastgeberinnen in Führung. Dann wechselte Bötzel munter durch, um allen Spielerinnen ihre Anteile zu geben. Das führte zu einem Bruch im Spiel, und Witten ging bis zur Pause mit 16:12 in Front. Nach Wiederanpfiff kam für Villigst-Ergste noch Aluminium-Pech hinzu, was zu einigen Gegenstoßtoren des Gegners führte. Beendet ist die Saison für die HVE-Frauen noch nicht, denn es stehen noch die Relegationsspiele um den Klassenerhalt gegen den Vorletzten der Parallelstaffel, den Lüner SV auf dem Programm (27. April und 4. Mai). Wie viele Mannschaften dann letztlich absteigen, steht noch nicht fest.

Katrin Selleny, Carolin Grund, Caro Abrahams (7/1), Jana Kastner (3), Tanja Schüssler, Sandra Kaup (2), Steffi Kathol (1), Alexandra Danker, Sandra Bonner, Julia Brunswicker, Hanna Hoffmann (3/1), Sandra Becker, Charline Daum (1), Latoya Weigel (1)  

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