Mit dem Nationalteam auf 3000-Kilometer-Reise

Futsaler Klems und Garcia

Wenn am Mittwochabend gegen 23 Uhr der Flieger vom Münchener Flughafen in Richtung Tiflis, Georgien, abhebt, sind einige Plätze für DFB-Nationalspieler reserviert. Zwei davon gehören den Schwerter Holzpfosten Nils Klems und Sandro Jurado Garcia. Nach ihrer Berufung in den Futsal-Nationalmannschaftskader geht es nun zu einem viertägigen Lehrgang in die georgische Hauptstadt.

SCHWERTE

, 13.04.2016, 05:43 Uhr / Lesedauer: 1 min
Mit dem Nationalteam auf 3000-Kilometer-Reise

Sandro Jurado Garcia (l.) und Nils Klems können sich weiter Hoffnung auf eine Karriere als Futsal-Nationalspieler machen.

Die Entwicklung des deutschen Futsals verlief zuletzt rasant: Ende 2015 die Bekanntgabe des DFB, ein Nationalteam zu gründen, 2016 der Länderpokal und zwei Lehrgänge, jetzt die Vorbereitung auf das erste offizielle Länderspiel am 30. Oktober. Für Nils Klems ein schwer zu fassender Gefühlskreislauf: "Ich bin immer noch völlig begeistert. Für mich geht ein Traum in Erfüllung."

Seit dem Viertelfinal-K.o. mit den Holzpfosten gegen Hamburg hält sich Klems individuell fit. Seine Reihenfolge: Arbeit, Training, Arbeit, Training... Denn obwohl er jetzt Nationalspieler ist, bleibt er Amateursportler. Und so muss er sich - wie Jurado Garcia auch – Urlaub nehmen. Schwierigkeiten hat er dabei keine. "Mein Chef ist zum Glück richtig cool", sagt Klems. Auch Jurado Garcia erzählt, dass sich sein Chef mit ihm gefreut habe.

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Nach ihrer Nominierung können die beiden Holzpfosten die 3000 Kilometer entfernte sportliche Reise etwas entspannter angehen. Der Druck, sich präsentieren zu müssen, gilt nun für das erste Länderspiel, nicht mehr für einen Kaderplatz. Geplant sind sieben Einheiten, darunter drei mit der Auswahl Georgiens, die laut einer Internetplattform auf Platz 53 der Futsal-Weltrangliste steht. "Da bekommt man als Mannschaft und für sich selbst eine kleine Standortbestimmung. Ich bin auch hungrig danach, immer mehr dazuzulernen - und auf dem hohen Niveau ist das garantiert", sagt Jurado Garcia.

Er fliegt von Münster Richtung München, Klems startet mit seinen Kölner Nationalmannschaftskollegen von der Domstadt aus. Abends geht es geschlossen ins erste internationale DFB-Futsal-Abenteuer. Die beiden "Pfosten" freuen sich auch aufs Drumherum. "Die Stimmung ist super. Und dass mit Sandro ein Teamkollege dabei ist, ist auch geil", sagt Klems. Am Montagmorgen endet die erste Reise im Dress des Adlers - in den vier Tagen davor werden sicher Enkel-erzähl-Geschichten entstehen.

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