Nach der Junioren-EM: Tillmann Röller stellt in Krakau alles auf Null

Kanuslalom

Nach der Europameisterschaft ist vor der Weltmeisterschaft – nur ein paar Tage nach der EM in der Slowakei sind die U23- und Juniorenpaddler der Nationalmannschaft nach Krakau gereist.

Schwerte

, 08.07.2019 / Lesedauer: 2 min
Nach der Junioren-EM: Tillmann Röller stellt in Krakau alles auf Null

Tillmann Röller blickt auf ein Wechselbad der Gefühle in Liptovsky zurück. © Ingo Röller

Dort findet ab kommendem Dienstag (16. Juli) die Kanuslalom-Weltmeisterschaft für U23-Fahrer und Junioren statt.

Somit steht auch für die drei Athleten des Kanu- und Surf-Vereins Schwerte (KVS), die die deutschen Farben vertreten, bereits der nächste Höhepunkt der Saison vor der Tür: die beiden Canadier-Fahrerinnen Zoe Jakob (U23) und Jannemien Panzlaff (Juniorinnen) sowie Kajak-Junior Tillmann Röller.

Über dessen EM-Verlauf, der am Freitag vom ärgerlichen Verpassen des Halbfinals im Einzelrennen bis zum Gewinn der Mannschaftsgoldmedaille die ganz Bandbreite zu bieten hatte, haben wir vor der Abreise nach Krakau gesprochen.

Tillmann, nochmal rückblickend: Beschreib‘ doch mal Deine Gefühlswelt am Freitag.

Der erste Lauf war gut – bis zu den letzten beiden Toren, wo ich zwei Fünfziger kassiert habe. Im zweiten Lauf war ich im Ziel und hatte gedacht, dass es locker fürs Halbfinale gelangt hätte. Aber dann gab es diesen Fünfziger nach Video-Entscheid. Das war eine umstrittene Fifty-fifty-Entscheidung. Aber es war nichts mehr dran zu machen da war ich dann natürlich ziemlich am Boden.

Aber dann kam das Mannschaftsrennen...

Genau, darauf hatte ich mich voll fokussiert. Ich bin als drittes Boot gefahren und musste gar nicht so sehr ins Risiko gehen. Wir haben den Lauf insgesamt super runtergebracht und wussten im Ziel schon, dass es wohl für eine Medaille reichen würde. Allerdings kamen noch elf Teams nach uns – da mussten wir noch ganz schön zittern. Aber es war natürlich super, dass es Gold geworden ist.

Wie wichtig ist dir diese Mannschafts-Goldmedaille?

Sagen wir es mal so: Sie hat schon sehr geholfen, die Enttäuschung nach dem Einzel-Ausscheiden zu verarbeiten. Aber es geht ja jetzt sofort in Krakau weiter – da wird alles auf Null gesetzt. Die Erfahrung, die ich jetzt bei der EM gesammelt habe, wird mir da auf jeden Fall weiterhelfen.mid

Lesen Sie jetzt