"Pfosten" wollen sich als Punkteräuber verkleiden

Futsal: Regionalliga

Die Holzpfosten-Futsaler stehen kurz davor, ihren Vorjahresrekord von zehn Siegen in Serie einzustellen. Gegen den Letzten aus Wesel soll dazu der vorletzte Schritt gemacht und der neunte Sieg nacheinander eingefahren werden. Motto passend zum Karneval: Sich als Punkteräuber verkleiden und Wesel die Zähler klauen.

SCHWERTE

, 04.02.2016, 17:18 Uhr / Lesedauer: 1 min
Holzpfosten-Torwart David Graudejus (re.) und Sandro Jurado Garcia (li.), hier beim 6:5-Sieg gegen Verfolger Sennestadt vor zwei Wochen, wollen in Wesel Sieg Nummer neun – und einen weiteren Schritt Richtung Viertelfinale machen.

Holzpfosten-Torwart David Graudejus (re.) und Sandro Jurado Garcia (li.), hier beim 6:5-Sieg gegen Verfolger Sennestadt vor zwei Wochen, wollen in Wesel Sieg Nummer neun – und einen weiteren Schritt Richtung Viertelfinale machen.

Regionalliga West PSV Wesel-Lackhausen - Holzpfosten Schwerte Samstag, 18 Uhr (Barthel-Bruyn-Weg, 46483 Wesel)

Der Fanclub „Hoolzpfosten“ macht eine der weitesten Auswärtsfahrten der Saison zu einer speziellen. Am Karnevalssamstag reisen sie verkleidet ins 90 Kilometer entfernte Wesel. Die Spieler selbst wollen nachziehen – und sich dabei als Punkteräuber auf dem Platz verkleiden. Ein Sieg in Wesel sollte eingeplant sein.

Aber Teamchef Daniel Otto warnt, fast so, als habe er die Rhetorikschule eines Bundesligaklubs durchlaufen. „Wir denken von Spiel zu Spiel“, meint er. Das sagt er oft, aber sein Team macht es seit acht Spielen schlichtweg sehr stark. Warnsignale gibt es dennoch genug. Der Mönchengladbacher Holzpfosten-Spieler Matthias Bongartz fungierte zuletzt nämlich als Späher und berichtete seinem Teamchef: Zu Hause ist Wesel schwer zu entschlüsseln.

Im Dezember schaffte Wesel daheim ein 8:7 gegen Paderborn. Bei Heimspielen helfen bisweilen auch höherklassige Spieler aus. „Wir wissen daher nicht ganz genau, was kommt“, erklärt Otto, der den 17:3-Hinspielsieg deshalb nicht als Maßstab nimmt. „Aber ich gehe davon aus, dass wir gewinnen.“

Das muss seine Mannschaft auch. Aus Termingründen wurde das Spiel in Wesel eine Woche nach hinten verschoben. Am vergangenen Wochenende legten sowohl Köln als auch Sennestadt mit je einem Sieg vor. Für die Tabellenführung müssen die „Pfosten“ verspätet nachziehen.

„Mit Druck konnten wir aber schon immer besser arbeiten“, meint Daniel Otto. Mittlerweile trainieren die Schwerter regelmäßig montags in der Sportschule Kaiserau. Automatismen verinnerlichen. Fokus auf das harte Restprogramm richten. Am Samstag wollen sie nach Abpfiff aber erst einmal den Holzpfosten-Karneval feiern. Mit drei erbeuteten Punkten.

Lesen Sie jetzt