Pritschen und Baggern im Sand ist für Nele Hoja eine Ganzjahresbeschäftigung

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Der Spielbetrieb im Beachvolleyball als klassische Sommersportart macht zurzeit Pause. Nicht für Nele Hoja - auch im Winter trainiert sie regelmäßig und fährt dafür bis nach Düsseldorf.

Schwerte

, 21.02.2019 / Lesedauer: 3 min

Wenn der VV Schwerte am Samstag zum Meisterschaftsspiel der Damenvolleyball-Oberliga beim SV Blau-Weiß Dingden antritt, wird auch Nele Hoja wieder für den VVS am Ball sein. Das ist nichts Besonderes, ist die 17-Jährige doch fester Bestandteil der ersten Damenmannschaft.

Doch der Volleyball unterm Hallendach ist nur ein Teil des sportlichen Betätigungsfeldes der 17-Jährigen. Viel mehr liegt Hojas Fokus auf dem Beachvolleyball. „Wenn ich mich entscheiden müsste, hätte das Beachen den Vorrang - allein schon wegen meiner Körpergröße. Aber auch, weil es mir einfach mehr Spaß macht“, sagt die 1,73 Meter große Schwerterin.

Erste Beach-Turniere im April

So trainiert sie auch in diesen Wintertagen ein- bis zweimal wöchentlich im Sand einer Düsseldorfer Beach-Halle, um sich für die bevorstehende Saison in Form zu bringen, deren erste Termine im April auf dem Turnierkalender stehen.

Dann wünscht sich Nele Hoja, gemeinsam mit ihrer Kölner Partnerin Viktoria Dörschug an ihr durchaus erfolgreiches Beachvolleyballjahr 2018 anknüpfen zu können. Was Hoja und Dörschug im Vorjahr vorzuweisen hatten, kann sich sehen lassen: Westdeutscher U18-Meister sind sie geworden, ein paar Wochen später landeten sie bei den „Deutschen“ in dieser Altersklasse immerhin auf dem fünften Platz. Ein Top-Ten-Platz bei den nationalen Titelkämpfen der U19 rundete die Saison ab.

Ticket für die U20-Titelkämpfe gebucht

Mit diesem Platz zehn bei den nationalen U19-Titelkämpfen buchten Hoja und Dörschug zugleich das Ticket für die diesjährigen „Deutschen“ der Altersklasse U20, die Mitte Juni in Dresden stattfinden - ganz sicher ein Höhepunkt der bevorstehenden Saison. „Es werden in diesem Jahr viele neue Teams dabei sein. Trotzdem kann man jetzt schon sagen, dass wir vorne dabei sein wollen“, sagt Nele Hoja mutig.

Für das Erreichen solcher Ziele ist Hoja bereit, intensiv und auch diszipliniert zu trainieren. Disziplin ist für sie vor allem mit Blick auf eine Schulterverletzung das passende Stichwort. „Ich muss jeden Tag meine Übungen machen, ansonsten meldet sich die Schulter sofort wieder und macht Probleme“, erzählt die Schwerterin.

„Am Anfang hab‘ ich geschludert“

Nach einer Entzündung hatte sich im vergangenen Jahr Flüssigkeit im Gelenk gebildet - mit der Folge, dass sie nach den U19-Meisterschaften im August wochenlang keinen Volleyball in die Hand nehmen konnte. Es sei auch ein Lernprozess gewesen, die Reha nach dieser Schulterverletzung gewissenhaft zu betreiben. „Am Anfang hab‘ ich ziemlich geschludert“, gesteht sie. In Absprache mit ihren Trainern und den Physiotherapeuthen von Red Fitness hat sie dann aber zielgereichtet an ihrer Genesung gearbeitet.

„Seit einem Monat bin ich schmerzfrei“, erzählt Nele Hoja - beste Voraussetzungen, die Hallensaison zu einem positiven Ende zu bringen und dann im Sand unter freiem Himmel durchzustarten.

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