Provokationen und Handgreiflichkeiten: Pokalspiel der Schwerter TS kurz vor dem Abbruch

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Die Schwerter Korbjäger sind in der dritten Runde des WBV-Pokals ausgeschieden. Aber der sportliche Teil bei der 91:120-Niederlage gegen Grevenbroich geriet fast schon zur Nebensache.

von Michael Doetsch, Fabienne Aust

Schwerte

, 24.11.2019, 20:57 Uhr / Lesedauer: 2 min

Schwerter TS - NEW Elephants Grevenbroich 91:120 (27:21, 18:38, 12:34, 34:27)

Die Drittrundenpartie der STS am Freitagabend vor vollen Tribünen in der Gänsewinkel-Sporthalle gegen die drei Klassen höher spielenden NEW Elephants aus Grevenbroich stand im Verlaufe der zweiten Halbzeit nach verbalen Provokationen und Handgreiflichkeiten kurz vor dem Abbruch – zu einem Zeitpunkt, als die Partie längst zu Gunsten der klassenhöheren Gäste gelaufen war.

Hoffnung auf eine Pokalsensation

Der Reihe nach: Im ersten Spielviertel schafften es die Schwerter Korbjäger, den Gegner zu ärgern. Sie legten einen Start nach Maß hin und führten nach wenigen Minuten mit 5:0. Bis zum Ende des Viertels konnten sie den Vorsprung verteidigen, sodass die Hoffnung auf eine Pokalsensation im Schwerter Lager wuchs. „Da haben wir als Team super zusammengespielt und konnten einige schöne Spielzüge zeigen“, stellte STS-Trainer Manuel Boruch fest.

Doch ab der 13. Minute legte der Regionalligist einen Zahn zu und sorgte mit einem 18:2-Lauf für eine Vorentscheidung. „Leider hat bei uns das Zusammenspiel als Team in der Offensive und Defensive nicht mehr gestimmt“, musste Boruch feststellen. So ging es mit 14 Punkten Rückstand in die Halbzeitpause (45:59).

Schwerter verstricken sich in Einzelaktionen

In der zweiten Halbzeit startete Grevenbroich furios – der Qualitätsunterschied wurde deutlich. Die Rheinländer überzeugten mit gekonntem Zusammenspiel, während sich die Schwerter zu häufig in Einzelaktionen verstrickten.

Beim Stand von 55:91 schien dann alles entschieden. Doch nun ging es in dem insgesamt hitzigen Spiel erst richtig los – mit unschönen Szenen, die auf dem Basketballfeld nichts zu suchen haben.

„Micky wurde durchgehend provoziert und beleidigt“

STS-Spieler Miroslav Petrovski und der Grevenbroicher Jamal Smith gerieten aneinander und lieferten sich eine handgreifliche Auseinandersetzung. Beide Streithähne wurden daraufhin disqualifiziert und mussten die Halle verlassen, wobei STS-Trainer Boruch seinen Spieler in Schutz nahm. „Natürlich darf Micky so nicht reagieren. Aber er wurde durchgehend provoziert und beleidigt. Ich hoffe für ihn auf eine milde Strafe“, so der STS-Coach.

Von Seiten des Grevenbroicher Spielers wurde Petrovski sogar beschuldigt, gespuckt zu haben. Davon habe er nichts mitbekommen, so Boruch, der bemüht war, den sportlichen Teil der Partie in den Vordergrund zu stellen. Denn im letzten Viertel zeigten die Schwerter nochmal ihr Potenzial und gewannen diesen Spielabschnitt mit 34:27.

Rassiges Pokalspiel mit fadem Beigeschmack

Der Sieg des Favoriten geriet jedoch nicht mehr in Gefahr. „Alles ins allem war es die erwartete Niederlage. Allerdings war mehr drin. Wir haben es im zweiten Viertel selbst aus der Hand gegeben. Es war ein rassiges Pokalspiel“, resümierte Boruch, „aber auch mit einem faden Beigeschmack.“

Schwerte: Shaun Fenner, Antoine Hosley (35), Jan Schreer, Florian Dehnhardt (4), Darko Dimkovski (33), Manuel Boruch, Axel Flaujac (4), Miroslav Petrovski (15), Niklas Tschorn, Christoph Grobe, Telmo Caetano.

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