RN-Wintercheck: Wie der neue Spielertrainer Garenfeld retten will

GARENFELD Das Sorgenkind des Schwerter Fußballs war in der Hinrunde ohne Frage der FC Garenfeld. Etliche Pleiten, der Platz am Tabellenende der Kreisliga A und ein Trainerwechsel prägten das Bild. Eine Halbzeitbilanz.

von Von Sebastian Reith

, 14.01.2009, 16:21 Uhr / Lesedauer: 2 min
<p>Ali Demirönal ist seit Oktober Spielertrainer.

<p>Ali Demirönal ist seit Oktober Spielertrainer.

Bereits vor der Saison schien festzustehen, dass es schwierig werden würde. Nur wenige Neuzugänge sollten die klaffende Lücke, die der abgewanderte Stürmer Jan Bednarczyk hinterließ, schließen. Trainer Rolf Köchling wirkte eher als interner Notnagel für den Posten.

Bereits das erste Spiel gegen den ASSV Letmathe ging mit 0:2 verloren - und an solchen Ergebnissen änderte sich erstmal auch nichts. Nachdem nach neun Spieltagen das Punktekonto immer noch auf "Null" stand, trennte man sich im beiderseitigem Einverständnis vom Trainer. Kapitän Alexander Neuß übernahm die Mannschaft. Der neue Trainer ist die große Hoffnung Doch die große Hoffnung liegt seitdem in der Zukunft. Seit Oktober schenkt der Verein Ali Demirönal - im Schwerter Raum eher unbekannt - das Vertrauen als Spielertrainer. Und nicht nur als Trainer. Denn Demirönal soll der Heilsbringer auch auf dem Feld sein. Man hält es kaum für möglich, aber schon im ersten Spiel unter ihm zeigte seine Mannschaft eine kämpferisch akzeptable Leistung. Am ersten Spieltag der Hinrunde dann der Überraschungserfolg: Garenfeld bezwang den Tabellenzweiten Letmathe mit 2:1. Fünf Spieler hat Demirönal geholt. Mit Sascha Engelberg steht bereits ein Rückkehrer für die Defensive zur Verfügung. Er bringt einen weiteren interessanten Neuzugang mit: Mario Schad. Der, in der letzten Saison noch Trainer in Geisecke, verstärkt die Hagener. Ein "super Mann" soll Stürmer Zinar Gökdemir sein, der vom A-Ligisten C.R. Italia wechselte. "Ein Typ wie Ribéry. Den können wir auf jeden Fall gebrauchen", sagt der Trainer. Mit Martin Roggenkamp und Thorsten Nierhoff kommen zudem zwei Spieler aus der "Zweiten" von Hagen 11.

"Im Fußball ist alles möglich" Demirönal werde ab jetzt "knallhart durchgreifen", sagt er selbst. Dabei könne er keine "Quertreiber" gebrauchen. Mit einer stabilen Abwehr und Drang nach vorne möchte er in den ersten fünf Spielen sechs bis neun Punkte holen. Aber: "Wir brauchen sehr, sehr viel Glück", betont er selbst und schätzt die Chancen auf den Klassenerhalt auf zehn Prozent. Und doch weiß er: "Im Fußball ist alles möglich."

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