Schlitten-Virus grassiert / Nolte feilt am Umstieg

Bobsport

Während Erline Nolte am Samstag in ihre Weltcup-Saison startet, feierten die Schwerter Bennet Buchmüller und Neuling Matthias Sommer bereits ihre ersten Europacup-Erfolge. Pablo Nolte feilt derweil noch an seinem Umstieg auf die Piloten-Position.

SCHWERTE

, 02.12.2015, 19:50 Uhr / Lesedauer: 2 min
Schlitten-Virus grassiert / Nolte feilt am Umstieg

Matthias Sommer (li.) schob bei den „Deutschen“ noch Pablo Nolte (re.) an, nun ist er fest im Team Buchmüller.

Pablo Nolte ist in seinen zweiten Übungswinter gestartet. Dabei hat er oft das Privileg, den Spurbob zu fahren. Also darf er vor Wettkämpfen bei perfekten Bahnbedingungen als Erster in den Eiskanal. Mit den Fahrten beim Training und bei den Landesverbandslehrgängen kommt er somit schon auf 110 Fahrten. Nur in diesem Winter.

"Es läuft sehr gut", sagt der Berufssoldat entspannt. Der langjährige Anschieber schult seit vergangener Saison auf Pilot um. Seit kurzem tastet er sich auch an den Viererbob heran. Und nebenbei versucht er, hinter sich ein Anschieber-Team aufzubauen. Dazu hat er bereits ehemalige Leichtathleten wie Matthias Sommer oder Niklas Scherer akquiriert. Im nächsten Jahr steuert er den Europacup an.

Nolte und sein Kumpel Bennet Buchmüller teilen sich noch oft ihre Anschieber und würfeln sich ihre Teams so gegenseitig zusammen. Buchmüller ist in dieser Saison allerdings schon dort, wo Nolte bald hin möchte: im Europacup. Die ersten beiden Wettkämpfe fanden an einem Doppelwochenende in Winterberg statt. Im Zweierbob fuhr Buchmüller auf zwei starke siebte Plätze, im Viererbob nahm er einen Weltcup mit und holte sich dabei sogar den vierten Platz.

"Damit bin ich superzufrieden", erzählt Buchmüller. "Das ist top von der Anschubzeit und auch vom Gesamtergebnis." Im letzten Winter ist er noch viele Lehrgänge gefahren, bis er sich "irgendwann sicher genug" als Pilot fühlte. Bei den Selektionsrennen vor der Saison qualifizierte sich Buchmüller für die erste Hälfte des Europacups.

Auf Bob-Vollmodus

Die nächsten Auswahlrennen warten in einer Woche auf ihn. Sie sind immens wichtig für die zweite Hälfte - und für die Junioren-WM im Januar auf seiner Heimstrecke in Winterberg, bei der der Pilot unbedingt dabei sein möchte. Den Aufwand für sein Studium konnte Buchmüller, weil fast beendet, zurückschrauben, er ist nun auf Bob-Vollmodus programmiert. Aktuell trainiert er auf das bevorstehende Europacup-Wochenende in Altenberg hin.

Ebendort ist auch das neueste Mitglied des Schwerter Bob-Quartetts, Matthias Sommer. Nachdem er Nolte bei den Deutschen Meisterschaften noch auf Platz acht geschoben hatte, ist er nun erst einmal fest im Team Buchmüller. Bei den drei Europacup-Rennen schob er seinen Kumpel an, am Freitag in Altenberg wird er das ebenfalls tun.

Im Oktober 2014 saß der ehemalige Sprinter das erste Mal in einem Bob, den letzten Winter verbrachte er zusammen mit Nolte als Übungswinter bei vielen Lehrgängen. Nun ist der Anschieber in Vollzeit dabei. Gemeinsam mit der "Trainingsgruppe Dortmund" brachte er über den Sommer verteilt seinen Körper in Form, die Europacup-Premiere war ein Superstart. "Das war als Premiere absolut gut", freut sich Sommer. Er ist der nächste Schwerter, der sich den Bob-Virus eingefangen hat. Impfstoff? Ist wie bei allen drei Motivationspaketen zwecklos.

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