Schwerter Aufstiegsträume fast schon geplatzt

Volleyball

Vor dem Volleyball-Spitzenspiel gegen Hörde hatte Schwertes Trainer Maik Wlodarsch sogar auf drei Punkte gehofft. Die nahmen sich aber die Gäste dank des verdienten 3:0-Erfolges mit – und haben die Schwerter Aufstiegsträume damit schon fast platzen lassen. Hier die Ergebnisse der heimischen Teams.

SCHWERTE

, 31.01.2016, 21:30 Uhr / Lesedauer: 3 min
Schwerter Aufstiegsträume fast schon geplatzt

Lea Hagemeister und Jennifer Fornol (hinten) mussten sich mit dem VV Schwerte im Lokalduell mit dem TV Hörde mit 0:3 geschlagen geben.

Damen-Oberliga 2 SV Blau-Weiß Sande - SC Hennen 1:3 (24:26, 16:25, 25:12, 23:25)

Mit der stärksten Leistung des Kalenderjahres 2016 bestanden die Volleyballerinnen des SC Hennen die Prüfung beim Tabellenvierten. Beim ostwestfälischen SV Blau-Weiß Sande gewannen die Hennenerinnen in vier Sätzen und untermauerten damit ihre Tabellenführung in der Oberliga.

„Es war das erwartet enge Spiel. Und es war ein gutes Spiel, ich bin sehr zufrieden“, lautete das Statement des Hennener Trainers Christoph Schulte. Aus einer geschlossenen Mannschaft hob der Coach seine Hauptangreiferin Natascha Marks hervor, der Schulte „einen Sahnetag“ attestierte.

Köppe beweist Aufschlagstärke

Den Start ins Spiel verschlief der Spitzenreiter allerdings – Sande ging mit 4:0 in Front. Doch Mitte des ersten Satzes gingen die Gäste in Führung und retteten einen knappen Vorsprung mit 26:24 ins Ziel. Auch in Satz zwei konnte sich Hennen lange nicht entscheidend absetzen – bis die eingewechselte Tanja Köppe ihre Aufschlagstärke unter Beweis stellte und dafür sorgte, dass ihre Farben von 18:14 auf 22:14 davonzogen.

Nachdem der dritte Durchgang komplett am Schulte-Team vorbeigelaufen war (12:25), fand es im vierten Durchgang zurück in die Spur. Eine schnelle 4:0-Führung war die Basis für den Satzgewinn, den Sabrina Zander mit einem Angriffsschlag eintütete. Damit hatte Hennen gleich den ersten Matchball genutzt.

TEAM Hennen: Lisa Düchting, Vanessa Hannusch, Julia Knobloch, Tanja Köppe, Natascha Marks, Rahel Oefner, Kirstina Rabe, Marina Schneider, Sabrina Zander, Anna Ziegler.

Damen-Verbandsliga 3 VV Schwerte - TV Hörde 0:3 (17:25, 20:25, 23:25)

Dieses Spiel am Samstagabend war nicht nur das Topduell des Verbandsliga-Dritten gegen den Zweiten. Es war auch nicht einfach nur ein Derby. Es war vor allem die Rückkehr des Schwerters Gunnar Schäfer zu seinem Ex-Verein. Beide waren 2015 nicht gerade einvernehmlich auseinandergegangen.

Gegen 21.30 Uhr hatte Schäfer ein breites Grinsen im Gesicht und freute sich über seine „Genugtuung“. Ausgerechnet seine Tochter Kira, die selbst jahrelang in Schwerte spielte und ihm nach Hörde folgte, erzielte den letzten und damit auch entscheidenden Punkt des Spiels.

Hörde wirkte von Beginn an strukturierter. Im ersten Satz gehörten die ersten drei Punkte den Dortmunderinnen. Doch der VVS kämpfte sich heran. Und ausgerechnet als er beim 11:10 in Führung ging, hakte es im Schwerter Spiel. Hörde zog bis auf 15:11 und 19:13 weg. Vor allem Kira Schäfer, die beste Hörde-Spielerin, glänzte in den Schlussminuten des ersten Satzes, den Hörde mit 25:17 für sich entschied.

Oftmals zu unpräzise

Den zweiten Satz begann das Wlodarsch-Team aber sortierter. Die starke Janina Mester und Magdalena Stolz besorgten zunächst eine 3:1-Führung. Wieder wechselten sich beide Teams mit ihren Punkten regelmäßig ab, ehe Hörde nach dem 7:7 erstmals in Führung ging. Das Schäfer-Team spielte offensiv abgezockt, auf der anderen Seite des Netzes war das Spiel oftmals zu unpräzise. Wieder zog Hörde in der Satzmitte davon, führte zwischenzeitlich 20:14.

Dann aber robbten sich die Schwerterinnen nochmal bis zum 20:23 an einen möglichen Satzgewinn heran. Aber: Der Tabellenzweite gewann auch den zweiten Satz souverän, den übrigens Kira Schäfer mit dem letzten Punkt perfekt machte.

Zu viele Eigenfehler

Den dritten Satz dominierten spielerisch die Gastgeberinnen. Dass er dennoch zum letzten des Abends wurde, war vor allem den zu vielen Eigenfehlern geschuldet. Schwerte verschenkte allein durch vier Aufschläge, die im Aus oder im Netz landeten, wertvolle Punkte – Punkte, die im knappsten Satz beim 23:25 am Ende fehlten. Zwar kam Schwerte durch Mester und Lynn Kosina nochmal bis auf 23:24 heran, doch Kira Schäfer nutzte direkt den ersten Matchball.

Fünf Spiele vor Saisonende ist Hörde nun enteilt, steht auf dem Relegationsplatz vier Punkte vor den Schwerterinnen. Maik Wlodarsch war nach dem Spiel sichtlich mitgenommen, saß reserviert auf der Bank. Ein paar Meter daneben strahlte Gunnar Schäfer, der mit seiner Tochter erst einmal mit einem Siegergetränk auf die Drei-Punkte-Rückkehr anstieß. 

TEAM Schwerte: Martina Buchatz, Caro Clemens, Jennifer Fornol, Lea Hagemeister, Lynn Kosina, Mareike Krafczyk, Janina Mester, Sarah Müller, Magdalena Stolz, Lisa Simanzik, Alina Westerhoff, Jana Zedler.

Herren-Bezirksliga 12 VV Schwerte - SG Werner SC/Lüner SV 3:0 (25:20, 25:20, 25:16)

Der Aufstieg in die Landesliga rückt für die Volleyball-Herren des VV Schwerte immer näher. Die Spielgemeinschaft aus Lünen und Werne war für den Tabellenführer am Samstagnachmittag kein Stolperstein. Die Schwerter siegten mit 3:0.

Obwohl sie nur mit acht Spielern antreten konnten, gerieten die Schwerter zu keinem Zeitpunkt der Partie in Gefahr. Zwar sei es „ein bisschen ärgerlich“ gewesen, so Teamsprecher Marc Bekemeier, dass der Gegner in den ersten beiden Sätzen nicht unter 20 Punkten gehalten werden konnte, aber das sind unter dem Strich wohl nur Luxusprobleme eines Tabellenführers.

Der dritte Durchgang (25:16) endete dann noch deutlicher zugunsten des Spitzenreiters, der nach wie vor zwei Punkte Vorsprung an der Spitze hat. Denn auch der einzige ernsthafte Konkurrent, der TV Hörde 3, gewann seine Wochenend-Partie glatt in drei Sätzen.

TEAM Schwerte: Mario Ulbrich, Lukas Laczkowski, Adrian Reutter, Lukas Jochheim, Max Fischer, Julian Hamm, Florian Peter, Tim Rautenberg.

Schlagworte:
Lesen Sie jetzt