Schwerter Teams sorgen für Spannung

Fußball: Bezirksliga

Ein torreiches Ost-Derby, ein Sensationssieg des Schlusslichtes beim Tabellenführer und ein heimisches Team als neuer Spitzenreiter – und niemand behaupte, der dritte Spieltag der Bezirksliga-Saison in Schwerte sei langweilig gewesen. Wir haben die wichtigsten Infos.

SCHWERTE

, 28.08.2017, 18:48 Uhr / Lesedauer: 2 min
Schwerter Teams sorgen für Spannung

In der Nachspielzeit des Lokalduells gegen den ETuS/DJK Schwerte (rote Trikots) ging sogar Geiseckes Torwart Torben Trapp mit nach vorne. Die 3:4-Niederlage der „Kleeblätter“ konnte aber auch der Keeper nicht mehr abwenden.

Beginnen wir mit dem Derby: Nach dem 4:3-Erfolg des ETuS/DJK Schwerte beim Geisecker SV hätte man Freudentänze der Spieler in den roten Trikots erwarten können. Doch weder rotierte ein Jubelkreis noch waren „Derbysieger“-Sprechchöre zu vernehmen. „Es war mehr ein Gefühl der Erleichterung, das Spiel gewonnen zu haben“, berichtete ETuS/DJK-Trainer André Haberschuss, der vor allem mit der ersten Halbzeit seiner Schützlinge einverstanden war. „Es hat mich gefreut, dass es auch spielerisch überzeugend war. Das zweite und dritte Tor waren richtig gut herausgespielt – so wie wir es im Training einstudiert hatten“, so Haberschuss.

"Konnte nicht richtig abschalten"

Einen schönen Sonntag hatte auch Haberschuss´ Geisecker Trainerkollege Thomas Wotzlawski – allerdings erst nach dem Spiel, als er flugs zum Rea-Garvey-Konzert am Essener Baldeneysee aufbrach. „So richtig abschalten konnte ich aber nicht“, gestand Wotzlawski am Montag. Bei allem Ärger über den Null-Punkte-Start plädiert Wotzlawski aber für Gelassenheit. „Wenn wir jetzt anfangen würden, Dinge anzuzweifeln, die bis vor ein paar Wochen noch gut und richtig waren, wäre das der falsche Weg“, meint der Coach des Tabellenletzten.

Probleme nicht unter den Teppich kehren

Unter den Teppich kehren wolle er die Probleme aber auch nicht. Was auffällt: Nach drei Spielen haben die „Kleeblätter“ schon elf Gegentore kassiert – der Liga-Höchstwert. Und wie schon eine Woche vorher in Garenfeld gingen nach dem ersten Gegentor die Köpfe runter, nur eine Viertelstunde waren auch schon die ETuS/DJK-Treffer Nummer zwei und drei gefallen. Hier gelte es, die Hebel anzusetzen, sagt der Trainer. Am besten fangen seine Schützlinge damit am Sonntag schon – beim Aufsteiger Blau-Weiß Voerde, der allerdings nach zwei Siegen am Stück im Aufwind scheint.

Unverändert im Aufwind

Unverändert im Aufwind – zumindest ergebnismäßig – bleiben auch die nach wie vor ungeschlagenen VfL Schwerte und SC Berchum/Garenfeld. Mit der Leistung seiner Schützlinge gegen den SSV Kalthof war VfL-Trainer Jörg Silberbach jedoch nicht sonderlich zufrieden – der 1:0-Erfolg der Blau-Weißen war ein klassisches Beispiel für ein „Hauptsache-gewonnen-Spiel“. Oder wie es Silberbach sagt: „Am Ende war es ein glücklicher Sieg. Wir hätten nach dem 1:0-Führungstor unsere Kontersituationen besser ausspielen und das zweite Tor machen müssen. So aber mussten wir bis zuletzt bangen.“

Noch Luft nach oben

Auch Berchum/Garenfelds Dieter Iske sieht bei seinem Team in fußballersicher Hinsicht noch Luft nach oben. Angesichts der nackten Zahlen – drei Spiele, drei Siege und Tabellenplatz eins – scheint dies aber Jammern auf hohem Niveau zu sein. „Wir spielen nicht immer gut, aber sehr effektiv“, sagt der Coach des Tabellenführers, der diese aktuelle Top-Platzierung nicht überbewerten will. „Natürlich ist es schön, die Tabelle zu sehen. Aber dann wird bei uns die Zeitung auch schnell wieder zugeklappt und die Konzentration richtet sich auf den nächsten Gegner“, sagt Iske.

Dieser ist am Dienstagabend eine Mischung aus erster und zweiter Mannschaft des SV Hohenlimburg. In diesem Testspiel, das um 20 Uhr im Garenfelder Waldstation (Neuer Mühlenweg, 58099 Hagen) angepfiffen wird, sollen beim SC auch Akteure des Kaders zum Einsatz kommen, die im bisherigen Saisonverlauf noch nicht so viel gespielt haben.

Drei Fragen an Dominic Pütz, Trainer der SG Eintracht Ergste Hand aufs Herz, Dominic Pütz: Wie hoch hatten Sie vor dem Spiel die Chancen für Ergste beziffert, beim Tabellenführer Fortuna Hagen etwas mitzunehmen? Vor dem Spiel waren die Chancen natürlich sehr gering. Aber spätestens zur Halbzeit habe ich schon daran gedacht, mindestens einen Punkt mitnehmen zu können. Hagen konnte auf diesem knochenharten Platz keinen richtigen Druck aufbauen und wir haben sehr gut verteidigt. Das heißt, die Defensivarbeit war der Schlüssel zum Erfolg? Ja. Wir hatten unser System umgestellt und hatten uns vorgenommen stabil zu stehen und gut zu verteidigen. Das ist uns gelungen – Hagen hatte aus dem Spiel in der ersten Halbzeit nur eine Torchance, nach der Pause waren es nur zwei mehr. Und dann waren es durch Tim Bednareks Kontertor in der Nachspielzeit zum 2:1 ja sogar drei Punkte... Ich glaube, ich habe mich als Trainer noch nie so sehr über ein Tor gefreut. Wir haben immer daran geglaubt, dass irgendwann der Knoten platzen würde. Dass es ausgerechnet jetzt bei Fortuna Hagen passiert ist, damit war nicht zu rechnen. Aber es ist umso schöner und lässt uns mit breiter Brust in die nächsten Spiele gehen

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