Schwerterin zieht mit den Kanuten ins Olympische Dorf

Als Teil des Traiberstabs

Aktive Sportler aus Schwerte sucht man in den Teilnehmerlisten der Olympischen Spiele von Rio vergeblich. Trotzdem geht Olympia 2016 nicht ohne Schwerter Beteiligung über die Bühne – Juliane Volke sei Dank.

SCHWERTE

, 30.07.2016, 06:09 Uhr / Lesedauer: 2 min
Juliane Volke reist als Bundestrainerin mit nach Rio zu Olympia

Juliane Volke reist als Bundestrainerin mit nach Rio zu Olympia

Als „Bundestrainerin Diagnose“, so der offizielle Titel, ist die Schwerterin seit 2011 für den Deutschen Kanuverband im Bereich Rennsport tätig. Bis ins Detail werden die unterschiedlichen Leistungsparameter der deutschen Top-Athleten und auch der Konkurrenz analysiert – hauptsächlich der Job der 31-jährigen Schwerterin, die damit dazu beiträgt, dass die deutschen Kanurennsportler seit Jahren eine sichere Medaillenbank bei internationalen Wettkämpfen sind.

„Bei den vergangenen Olympischen Spielen waren wir die erfolgreichste deutsche Sommer-Sportart“, erzählt Volke nicht ohne Stolz und fügt hinzu: „Und wir haben gute Chancen, dass wir es auch diesmal wieder werden.“

Offizielles Mannschaftsmitglied

Auch vor vier Jahren in London war Volke schon dabei, wohnte damals aber nicht im Olympischen Dorf. Weil sie nun aber den Status eines offiziellen Mannschaftsmitglieds hat, ist es diesmal anders – sehr zur Volkes Freude. Die Meldungen, dass es im Dorf noch erhebliche Mängel gibt, hat auch Volke zur Kenntnis genommen. Sie nimmt es gelassen. „Ich fliege erst relativ spät. Bis dahin wird wohl alles in Ordnung sein“, meint sie schmunzelnd.

Auch insgesamt lässt sich die Schwerterin von unerfreulichen Rahmenbedingungen wie dem gefürchteten Zika-Virus oder der üblen Wasserqualität ihre positive Grundeinstellung zu den Spielen von Rio nicht nehmen. „Von solchen Negativmeldungen lasse ich mich nicht runterziehen. Es überwiegt eindeutig die Vorfreude auf Olympia“, sagt Volke.

"Vieles hochgepuscht"

Natürlich müsse man ein paar Vorsichtsmaßnahmen beachten. „Aber meiner Meinung nach wird da auch Vieles hochgepuscht, weil es Olympische Spiele sind“, sagt sie und verweist auf die Testwettkämpfe, zu denen die deutschen Kanuten im September vergangenen Jahres schon vor Ort waren. „Da ist nichts passiert – auch ohne großartige Impfungen“, sagt die Schwerterin gelassen.

Am 11. August hebt Volkes Flieger nach Brasilien ab, vom 15. bis 20. August stehen dann die Wettkämpfe auf dem Programm, auf denen ihre Schützlinge an die Erfolge der vergangenen Jahre anknüpfen wollen. Und wenn es so kommt, hat Juliane Volke ihren Anteil dazu beigetragen.

Teil des 22-köpfigen Teams
- Juliane Volke (31) war in ihrer aktiven Zeit eine erfolgreiche Kajak-Slalomfahrerin für den Kanu- und Surf-Verein Schwerte (KVS), seit 2011 ist sie beim Deutschen Kanuverband (DKV) als „Bundestrainerin Diagnose“ für die Rennsportler zuständig.
- 22 Personen umfasst das DKV-Team für Rio, davon 13 Athleten. 

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