So hatte sich Anna Hoja die Titelkämpfe am Timmendorfer Strand nicht vorgestellt

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Es sollte der Höhepunkt einer erfolgreichen Saison werden. Doch das Finalturnier um die Deutsche Meisterschaft verlief für die Schwerter Beachvolleyballerin nicht nach Wunsch.

Schwerte

, 03.09.2019, 18:08 Uhr / Lesedauer: 2 min

Nach zwei glatten Vorrunden-Niederlagen ohne Satzgewinn waren die dreitägigen Titelkämpfe für die 27-jährige Schwerterin und ihre Düsseldorfer Partnerin Steffi Hüttermann schon am ersten Tag beendet.

Deutlich unter den Möglichkeiten geblieben

Auch mit ein paar Tagen Abstand hat Anna Hoja noch keine rechte Erklärung dafür gefunden, warum sie und ihre Partnerin ausgerechnet zum Saisonhöhepunkt deutlich unter ihren Möglichkeiten blieben. „Vielleicht haben wir uns selbst zu viel Druck gemacht und konnten deshalb einfach nicht locker aufspielen. Jedenfalls haben wir einen rabenschwarzen Tag erwischt“, musste Anna Hoja feststellen.

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Platz fünf hatten sich Hoja und Hüttermann, auf Platz acht der Setzliste ins Turnier der besten 16 deutschen Damenteams gegangen, zum Ziel gesetzt. „Unter normalen Umständen wäre das auch machbar gewesen. Aber wir haben es einfach nicht hingekriegt. Das ist unfassbar schade, denn bis dahin haben wir ja eine geile Saison gespielt, die wir nun auch auf Platz acht abgeschlossen haben. Das ist eigentlich ein super Ergebnis – aber Timmendorf sollte eben der Höhepunkt sein“, so Hoja.

„Das war nichts Übermächtiges“

In beiden Partien am Ostseestrand bekamen es Hoja und Hüttermann mit Gegnerinnen zu tun, die im Ranking hinter ihnen standen und die sie im Laufe der Saison schon geschlagen haben.

„Das war nichts Übermächtiges“ stellte die 27-Jährige fest. Im ersten Satz des Auftaktspiels gegen Leonie Klinke/Lisa-Sophie Kotzan (Stuttgart/Berlin) hatten Hoja und Hüttermann einen Satzball, verloren den Durchgang aber 24:26.

Wesentlich deutlicher, mit 14:21, ging der zweite Satz verloren. „Nach so einem Spiel wäre es schön gewesen, eine Nacht dazwischen zu haben. So aber waren wir irgendwie in einem Loch und mussten zwei Stunden später schon wieder ran. Da hing die erste Partie schon noch nach“, berichtet Hoja – vielleicht eine Erklärung dafür, dass es auch gegen Constanze Bieneck und Antonia Stautz (Berlin/Potsdam) nichts zu holen gab. Mit 16:21 und 17:21 verloren Hoja und Hüttermann – damit war das Turnier für sie schon beendet, bevor es richtig angefangen hatte.

Zuschauerrolle mit blutendem Herzen

So blieb den Beiden an den anderen beiden Turniertagen nur die Zuschauerrolle. Mit blutendem Herzen verfolgten sie die Matches der Konkurrenz, ehe die feierliche Siegerehrung das Finalturnier an der Ostsee beendete.

Für Anna Hoja ist die Beach-Saison damit beendet. Von einer Volleyballpause kann aber keine Rede sein. Nahtlos erfolgt der Übergang in die Hallensaison, in der Anna Hoja auch in dieser Saison für den TSV Bayer Leverkusen in der 2. Bundesliga um Punkte spielt – übrigens an der Seite von Malin Schäfer, einer weiteren Schwerterin. Schon am Samstag in einer Woche steht das erste Saisonspiel auf dem Programm, „auch wenn ich mir das noch gar nicht so richtig vorstellen kann“, sagt Anna Hoja – die sportliche Enttäuschung zum Abschluss der Beach-Saison wirkt noch nach.

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