Stadtmeisterschaftsmodus: Viel Unzufriedenheit

Fußball: Senioren

Sieben Spiele in zwölf Tagen? Möglich wär's bei der Senioren-Stadtmeisterschaft, die am 20. Juli in Holzen beginnt. Kaum war der Spielplan veröffentlicht, kamen auch schon erste kritische Töne. Zu intensiv der Spielplan, zu altbacken der Modus - der Tenor war fast identisch. Dabei hatte es einen anderen Vorschlag gegeben.

Schwerte

, 03.07.2015, 20:14 Uhr / Lesedauer: 1 min
Stadtmeisterschaftsmodus: Viel Unzufriedenheit

Im vergangenen Jahr fanden die Stadtmeisterschaften in Geisecke statt. Hier duellieren sich der VfL Schwerte und der VfB Westhofen.

Kevin Hines vom Landeligisten Hennen bezeichnet den Spielplan als "sehr, sehr unglücklich". Der Sportclub muss - nicht ganz verständlich - in seiner Vierergruppe mit dem VfL Schwerte, Ergste und und den Holzpfosten alle drei Gruppenspiele zur früheren Anstoßzeit um 18 Uhr bestreiten - wohl gemerkt dreimal an Werktagen. "Ich kann nicht sagen, mit welcher Truppe wir da auflaufen werden. So hat die Stadtmeisterschaft nicht die Priorität", sagt Hines. "Man muss den Spielplan viel ausgewogener machen."

Silberbach wird jonglieren

VfL-Trainer Jörg Silberbach argumentiert aus sportlicher Sicht. "Rein von der Trainingslehre kann es gar nicht gut sein, drei Spiele in sieben Tagen zu haben", sagt er und kündigt an, personell jonglieren zu müssen. Er sei dafür, nach der Vorrunde in die K.o.-Phase überzugehen und nicht noch die Zwischenrunde zu absolvieren.

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Detlev Brockhaus, Trainer der SG Eintracht Ergste, regt eine grundsätzliche Debatte an. Früher hätte die Stadtmeisterschaft noch echten Stellenwert gehabt, heute sei sie "teilweise sehr fragwürdig". "Seit ich dabei bin, wird immer dran gewerkelt. So richtig passiert ist da aber noch nichts", sagt Brockhaus.

Brockhaus moniert die fehlende Attraktivität des Titelkampfs in seinem Status Quo - schlägt aber auch Änderungsmöglichkeiten vor: "Warum spielt man nicht mal 2x30 Minuten? Es muss was her, was aufbricht. Man muss mal etwas anderes versuchen und mutig sein", fordert er.

K.o-Modell wurde gekippt

Mutig waren Heiner Kockelke, Vorsitzender des Stadtsportverbands, und Ergstes Harald Rose, als sie kürzlich ein K.o.-Modell vorstellten, das die Anzahl der Spiele reduziert und die Attraktivität gesteigert hätte. Die Turnierveranstalter TuS Holzen-Sommerberg und VfB Westhofen sowie die Fachgruppe kippten die innovative Idee aber noch.

Kockelke fühlt sich in den Reaktionen der Trainer ein wenig bestätigt, er will nun noch einmal die kommende Stadtmeisterschaft abwarten. "Danach werden wir alle Trainer zum Gespräch einladen", kündigt er an.

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