Stehende Ovationen für die gute Seele des Kanu- und Surf-Vereins Schwerte

rnKanu- und Surf-Verein Schwerte

Über 100 Mitglieder des Kanu- und Surf-Vereins Schwerte haben Bootshauswartin Gisela Becker am Sonntagnachmittag verabschiedet - nach fast 23 Jahren in Diensten des KVS.

Schwerte

, 22.12.2019, 18:53 Uhr / Lesedauer: 2 min

Auf solch einen „großen Bahnhof“ hätte Gisela Becker auch gut verzichten können – im Mittelpunkt zu stehen, war noch nie ihr Ding. Gefreut hat sie sich dann am Sonntagnachmittag aber doch, dass so viele Mitglieder „ihres“ Kanu- und Surf-Vereins Schwerte (KVS) gekommen waren, um die Bootshauswartin nach fast 23 Jahren in den Ruhestand zu verabschieden.

Ein Ausdruck der Wertschätzung

In dreistelliger Zahl hatten sie den Weg ins Bootshaus gefunden. „Sieh‘ es als Ausdruck der Wertschätzung“, sagte Vereinsvorsitzender Klaus Volke, nach dessen Laudatio sich die KVS-Familie applaudierend von den Plätzen erhob – stehende Ovationen für „die Seele unseres Vereins“, wie Volke die 68-Jährige bezeichnete.

Vier Vorsitzende (Jörg Hanna, Knut Brieke, Werner Rosener und Klaus Volke) hat Gisela Becker „überlebt“ – jeder von ihnen wusste Beckers herzliche Art zu schätzen. Genauso wie die Mitglieder. „Ich glaube, Gisela ist die Einzige, die alle Personen kennt, die bei uns im Verein sind. Und es war ihr immer wichtig, sich mit jedem Mitglied als Mensch auseinanderzusetzen“, sagte Klaus Volke.

Beliebte Anlaufstelle auch für Nichtmitglieder

Darüber hinaus sei es ihr Verdienst, dass das KVS-Bootshaus auch bei Nichtmitgliedern eine beliebte Anlaufstelle sei und einen sehr guten Ruf habe. „Das hat sie – um es sportlich auszudrücken – weltmeisterlich gemacht“, so der KVS-Vorsitzende. Volke vergaß aber auch nicht, den neuen Pächtern – Susan Klemmt und Marco Kellner übernehmen mit Beginn des neuen Jahres den Bootshausbetrieb – viel Glück zu wünschen und ihnen die Unterstützung zuzusichern.

So geht die Ära Gisela Becker beim KVS nun offiziell zu Ende. Weil sie in Kürze in die fast bezugsfertige Wohnung direkt nebenan ziehen wird, „hab‘ ich Euch auch weiterhin immer unter Kontrolle“, stellte die sichtlich gerührte Gisela Becker fest, um den offiziellen Teil dann auf ihre ganz eigene Art zu beenden: „Jetzt sind wir doch fertig, oder? Es ist genug.“ Wie gesagt: Im Mittelpunkt zu stehen, war noch nie ihr Ding.

Lesen Sie jetzt