Steve Kozole: Abschied vom VfL auf leisen Sohlen

SCHWERTE Sein Abgang vollzog sich auf eher leisen Sohlen. Ein Verlust aber ist Steve Kozole für den Fußball-Westfalenligisten VfL Schwerte allemal. Ein Porträt.

von Von Michael Dötsch und Jörg Laumann

, 13.01.2009, 16:54 Uhr / Lesedauer: 2 min
Das letzte Tor für den VfL Schwerte liegt noch gar nicht lange zurück: Steve Kozole nach dem 1:0-Siegtreffer in der Nachspielzeit gegen Herbede Ende November.

Das letzte Tor für den VfL Schwerte liegt noch gar nicht lange zurück: Steve Kozole nach dem 1:0-Siegtreffer in der Nachspielzeit gegen Herbede Ende November.

Nach dem letzten Punktspiel vor der Winterpause hatte der in Castrop-Rauxel wohnende 27-Jährige den VfL-Verantwortlichen mitgeteilt, dass er wegen beruflicher Veränderungen den Aufwand nicht mehr treiben wolle, weiter für den VfL zu spielen. Kozole ist als Immobilienmakler bei der Volksbank Dortmund tätig und muss regelmäßig auch Abendtermine wahrnehmen.

Mittlerweile hat sich Kozole dem Castroper Landesligisten SpVg Schwerin angeschlossen. Die Schweriner können sich auf einen Spieler freuen, der sich in seinen fünfeinhalb Jahren, die er für den VfL Schwerte am Ball war, eine hohe Wertschätzung auf dem Platz und auch außerhalb erarbeitet hat. "Es tut mir sehr leid, dass Steve in der Rückrunde nicht mehr zur Verfügung stehen wird", bedauert Trainer Uli Sieweke.

Mit Kozole geht ein "echter Typ" Mit Kozole hat ein "echter Typ" den Schützenhof verlassen. Ein Vergnügen, gegen ihn zu spielen, war es für die gegnerischen Angreifer selten - Kozole ist auf dem Spielfeld das, was man gemeinhin als beinharten Manndecker bezeichnet.

Im Sommer 2003 holte ihn "Kiki" Kneuper vom Lüner SV nach Schwerte, wo sich Kozole schnell einen Stammplatz als Manndecker eroberte. Doch man täte Kozole Unrecht, würde man ihn auf seine Defensiv-Qualitäten reduzieren. Viel mehr entpuppte war der Defensiv-Spezialist für den VfL auch als so etwas wie der Mann der wichtigen Tore.

Kozoles Bilanz beim VfL: 132 Spiele, 13 Tore

So zum Beispiel bei seinem vorletzten Auftritt im blau-weißen Trikot. Der spektakuläre 1:0-Siegtreffer in der sechsten Minute der Nachspielzeit gegen den Tabellenführer SV Herbede am 30. November ist rund um den Schützenhof noch in bester Erinnerung.

Dieser Treffer war einer von 13 Toren, die Steve Kozole in 132 Meisterschaftsspielen für den VfL erzielt hat - allein schon diese Zahlen belegen, dass Kozole eine Lücke beim VfL hinterlässt, die nicht einfach zu schließen sein wird. ZUR PERSONSteve Kozole (27) begann mit vier Jahren bei Arminia Ickern mit dem Fußball. Später lief er für die Junioren von Westfalia Herne und Borussia Dortmund auf. Im Seniorenbereich spielte Kozole für die Amateure des VfL Bochum und für den Lüner SV in der Oberliga sowie ab Sommer 2003 für den VfL Schwerte, den er nun in Richtung Schwerin verlassen hat.

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