Streit um einen Spieltermin: Warum es Zoff zwischen VfL und ETuS/DJK Schwerte gibt

Fußball

Gut-nachbarschaftliche Beziehungen sehen anders aus: Zwischen den beiden Fußballvereinen VfL Schwerte und ETuS/DJK Schwerte ist ein handfester Streit entbrannt.

Schwerte

, 13.08.2019 / Lesedauer: 3 min
Streit um einen Spieltermin: Warum es Zoff zwischen VfL und ETuS/DJK Schwerte gibt

Der VfL Schwerte (weiße Trikots) und der ETuS/DJK Schwerte, hier in einer Szene der Vorsaison, spielen Anfang September gegeneinander - aber nicht an einem Donnerstag. © Bernd Paulitschke

Es dreht sich um das bevorstehende Vereinsjubiläum des VfL Schwerte, der in diesem Jahr sein 100-jähriges Bestehen feiert. Dies geschieht mit einer viertägigen Jubiläumsveranstaltung auf dem Schützenhof vom 5. bis 9. September - so weit so gut.

Geplant hatten die VfL-Verantwortlichen, zum sportlichen Einstieg in die viertägigen Feierlichkeiten das Bezirksliga-Derby gegen den ETuS/DJK Schwerte am Donnerstagabend stattfinden zu lassen. Der Wunsch der Blau-Weißen, das Derby für dieses Feier-Wochenende zu terminieren, wurde vom Staffelleiter erhört. Die Vorverlegung auf Donnerstag schien aus VfL-Sicht kein größeres Thema. Jedenfalls ist auf dem schon vor Wochen verbreiteten Programmablauf zur Jubiläumsveranstaltung für Donnerstag, 5. September, zu lesen: „19 Uhr: Meisterschaftsspiel und Stadtderby: die Blauen gegen die Roten - VfL Schwerte gegen ETuS/DJK Schwerte“

ETuS/DJK-Veto aus personellen Gründen

Diese Ankündigung war jedoch offenbar voreilig. Denn aus personellen Gründen legte ETuS/DJK-Trainer André Haberschuss sein Veto ein. Mehrere seiner Spieler hätten aus beruflichen Gründen donnerstagsabends nicht zur Verfügung gestanden. Zudem macht der Vereinsvorsitzende Hans Haberschuss keinen Hehl daraus, dass man seitens des ETuS/DJK alles andere als begeistert war, vom VfL vor vollendete Tatsachen gestellt worden zu sein.

So mussten die VfL-Verantwortlichen zur Kenntnis nehmen, dass ihre Idee eines Bezirksliga-Derbys unter Flutlicht zum Jubiläums-Auftakt nicht umzusetzen ist. Begeistert sei man davon nicht, sagt VfL-Wirtschaftsratsvorsitzender Bernd Arnhold, „aber letztlich respektieren und akzeptieren wir diese Entscheidung.“ Das Derby wird nun zum turnusmäßigen Sonntagnachmittag-Termin am 8. September ausgetragen.

„Trainer der 2. Mannschaft hat dasselbe Problem“

Aber damit ist die Geschichte noch nicht zu Ende. Um den geplanten Programmablauf nicht komplett über den Haufen werfen zu müssen und donnerstags ein Fußballspiel auf dem Schützenhof stattfinden zu lassen, schlugen die VfL-Verantwortlichen vor, die beiden zweiten Mannschaften gegeneinander spielen zu lassen. Diese spielen in der Kreisliga C um Punkte und treffen laut Spielplan ebenfalls an jenem Wochenende aufeinander.

Doch auch hier erteilte der ETuS/DJK eine Absage. „Matthias Goldschmidt (der Trainer der 2. Mannschaft, Anm.d.Red.) hat dasselbe Problem und würde kaum eine Mannschaft zusammenkriegen. Und wenn der Trainer donnerstags nicht spielen will, weil er keine Leute hat, dann ist das eine Entscheidung, die man zu akzeptieren hat“, sagt Hans Haberschuss.

„Wir sprechen hier von der untersten Liga“

Genau damit habe er ein Problem, sagt Bernd Arnhold. „Das kann ich nicht akzeptieren. Wir sprechen hier von den zweiten Mannschaften und wir sprechen von der Kreisliga C, der untersten Liga. Es gibt Situationen, in denen ein Vorstand im Verein entscheiden muss - das hätte ich in diesem Fall von Hans Haberschuss erwartet. Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg.“

Er habe aber die Hoffnung noch nicht aufgegeben, dass beim Ortsnachbarn noch ein Umdenken stattfindet, so Arnhold - im Sinne einer gut-nachbarschaftlichen Beziehung, die es zurzeit zwischen dem VfL und dem ETuS/DJK Schwerte aber nicht gibt.

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