Trainerkarriere von VfB-Coach Wolf begann in Ergste

Fußball: Trainer

Bei der ersten offiziellen Pressekonferenz von Hannes Wolf als Trainer des Fußball-Zweitligisten VfB Stuttgart am Mittwoch, 21. September, fiel auch der Vereinsname SG Eintracht Ergste. Das hat seinen Grund: Ergste war die erste Station in der Trainerlaufbahn des neuen VfB-Coaches.

SCHWERTE

, 22.09.2016 / Lesedauer: 3 min
Trainerkarriere von VfB-Coach Wolf begann in Ergste

Fast zwölf Jahre ist es her: Harald Rose begrüßt den damals 23-jährigen Hannes Wolf im Kreise der Spieler als neuen Trainer der SG Eintracht Ergste.

„Blutjunger Trainer am Bürenbruch“ titelte diese Zeitung vor fast zwölf Jahren. Mitte Januar 2005 stellten die Ergster Hannes Wolf als neuen Trainer vor – damals kickten sie noch in der B-Liga und auf Asche.

Ein neues Vorstandsteam mit Harald Rose als Verantwortlichem für den sportlichen Bereich hatte sich damals bei den Ergstern gebildet. Unter Rose, zuvor mit „Kiki“ Kneuper beim damaligen Verbandsligisten TuS Iserlohn das Trainergespann, hatte Hannes Wolf gespielt. Als sich abzeichnete, dass es mit der erhofften Profikarriere aus Krankheits- und Verletzungsgründen nichts wird, lockte Rose den damals 23-Jährigen nach Ergste. Zur Rückrunde der Saison 2005/06 trat er die Nachfolge von „Micky“ Rausch an.

„Hannes hat damals gerade mal 200 Euro im Monat bekommen. Er hatte noch nicht einmal ein Auto und kam immer mit dem Zug aus Dortmund zum Training – ein Fußball-Verrückter“, erinnert sich Rose. Die Art und Weise, wie der damalige Sportstudent in seinen jungen Jahren den Trainerjob auf dem Bürenbruch machte, habe ihn damals schon zu der Überzeugung gebracht, dass Wolf sich mal seine Meriten in diesem Bereich verdienen wird, meint Rose.

Sporadischen Kontakt haben Rose und Kneuper auch heute noch zu Wolf. „Erst kürzlich haben wir uns auf dem internationalen Dortmunder Jugendturnier um den Ruhr-Cup getroffen“, erzählt Rose, der Wolf als „bescheiden und kein bisschen abgehoben“ beschreibt.

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Auch deshalb traue er ihm zu, auch auf Dauer im Profibereich als Trainer Fuß zu fassen – und das, obwohl sein Trainer-Engagement bei der SG Eintracht damals nicht mit einem Erfolgserlebnis geendet hatte.

Im Entscheidungsspiel um den Aufstieg in die Kreisliga A verloren die Ergster, mittlerweile mit Wolf als Spielertrainer, im Juni 2006 nach Elfmeterschießen gegen die zweite Mannschaft des SC Hennen. Aufgestiegen in die A-Liga sind die Ergster dann erst ein Jahr später unter Sven Migas – in guter Erinnerung hat man das anderthalbjährige Intermezzo des Trainernovizen Hannes Wolf am Bürenbruch aber trotzdem behalten.

Nachfolger von Hannes Wolf als Trainer der U19 von Borussia Dortmund wird mit Benjamin Hoffmann ein weiterer Trainer mit einer kleinen Schwerter Vergangenheit. Hoffmann, bisheriger U17-Trainer beim BVB, spielte zu Verbandsliga-Zeiten Anfang der 2000er-Jahre für eine Saison beim VfL Schwerte.

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