Trauer um Cäsar Kühn (86): Den Boxsport in Schwerte geprägt wie kein anderer

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Er war der personifizierte Schwerter Boxsport. Er war ein stets angenehmer Gesprächspartner, der viel von seinem geliebten Sport zu erzählen hatte. Nun ist Cäsar Kühn gestorben.

Schwerte

, 17.12.2019, 13:53 Uhr / Lesedauer: 1 min

Der Schwerter Boxsport trauert um seinen Ehrenvorsitzenden und sein ältestes Mitglied: Cäsar Kühn ist am vergangenen Sonntag im Alter von 86 Jahren gestorben – zwei Tage nach seinem Geburtstag.

Erster Kampf am 4. April 1948

Mit Cäsar Kühn verliert der Schwerter Boxsport eine große Persönlichkeit, die den Verein geprägt hat wie kein anderer. Auf die schier unglaubliche Zeitspanne von mehr als 70 Jahren konnte der Boxsportler Cäsar Kühn zurückblicken. 4. April 1948 – dieses Datum seines ersten Kampfes hatte sich in Cäsar Kühns Gehirn eingebrannt.

Cäsar Kühn, Ehrenvorsitzender des Schwerter Boxsports (hier im Jahr 2015) ist im alter von 86 Jahren gestorben.

Cäsar Kühn, Ehrenvorsitzender des Schwerter Boxsports (hier im Jahr 2015) ist im alter von 86 Jahren gestorben. © Bernd Paulitschke

Es folgte eine Karriere als Aktiver, dann Trainer, Kampfrichter, Rechtswart, Sozialwart, Geschäftsführer und nicht zuletzt als 1. Vorsitzender (seit 1977) und als Ehrenvorsitzender (seit März 2014) – es gibt kaum eine Sportart im heimischen Raum, die man so sehr mit einer Person in Zusammenhang bringen darf wie den Boxsport mit Cäsar Kühn. Er baute den Schwerter Boxsport auf und brachte vielen jungen Menschen den Sport näher.

Sportlerehrenteller für außerordentliche Verdienste

Aber seine Funktionärstätigkeiten beschränkten sich nicht auf den Verein. So war Cäsar Kühn auch 31 Jahre lang als Sportwart des Boxbezirks tätig, dessen 2. Vorsitzender er ebenfalls war.

2007 erhielt Cäsar Kühn für seine außerordentlichen Verdienste mit dem Sportlerehrenteller die hochwertigste Auszeichnung, die die Stadt Schwerte im Bereich Sport zu vergeben hat.

Boxsport als lebenslanges Hobby

„Der Boxsport wird mein Hobby bleiben, solange ich lebe“, hatte Cäsar Kühn im Mai 2014 gesagt. Damals hatte er sich im Alter von 80 Jahren aus dem operativen Vorstandsgeschäft zurückgezogen, blieb dem Verein und seinem geliebten Sport aber bis zum Schluss verbunden.

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