Udo Wilkes: "Engstirnigkeit, die ich nicht verstehe"

VfL-Ehrenpräsident blickt in die Zukunft

26 Jahre lang führte er den VfL Schwerte als Vorsitzender, 48 Jahre war er im Vorstand der Blau-Weißen tätig. Nun aber ist Schluss, Udo Wilkes hat sich auf der Jahreshauptversammlung am vergangenen Samstag nicht mehr zur Wahl gestellt - das Ende einer Ära. Im Interview äußert Wilkes seine Wünsche für den VfL und den Fußball in Schwerte.

SCHWERTE

, 31.03.2015, 17:30 Uhr / Lesedauer: 1 min
Udo Wilkes bei seiner Verabschiedung am Samstagabend. Der VfL-Ehrenpräsident sorgt sich um die Zukunft des Fußballs in Schwerte.

Udo Wilkes bei seiner Verabschiedung am Samstagabend. Der VfL-Ehrenpräsident sorgt sich um die Zukunft des Fußballs in Schwerte.

VfL-Ehrenpräsident Udo Wilkes über...

...die Zukunft des VfL Schwerte: "Es war nicht ganz einfach, den neuen Vorstand zu bilden - da hat es viele Gespräche gegeben, wir haben oft zusammengesessen. Aber so wie wir jetzt aufgestellt sind, das ist das, was ich gerne wollte. Und ich laufe ja auch nicht weg und werde helfen, wenn ich gefragt werde."

....die Zukunft des Schwerter Fußballs: "Bei manchen Vereinen weiß ich gar nicht, wie sie sich das in Zukunft vorstellen - wie wollen die denn in fünf Jahren ihre Mannschaften bestücken? Das gibt es eine gewisse Engstirnigkeit, die ich nicht verstehen kann."

...die Zukunft des Amateurfußballs: "Die sehe ich skeptisch, das habe ich schon häufiger gesagt und brauche es eigentlich nicht zu wiederholen. Es interessiert sich doch keiner mehr dafür. Wenn im Fernsehen die Bundesliga läuft, stehst Du alleine da. Nur mal als Beispiel: Vor ein paar Wochen hatte der VfL Schwerte ein Freundschaftsspiel auf dem Schützenhof - da war ich der einzige Zuschauer, aber in der Kneipe saßen 70 Mann und guckten BVB. Ich weiß wirklich nicht, wie das mal enden soll. Der DFB ist so ein großer und reicher Verband, der alle Möglichkeiten hätte. Aber was die Unterstützung für den Amateurfußball angeht, gibt es nur Lippenbekenntnisse. Lieber bauen sie sich eine neue Filiale für fünf Millionen Euro."

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