Unbeantwortete Fragen beim ETuS/DJK Schwerte nach der 0:5-Derbypleite in Geisecke

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Fünf Tore für den Geisecker SV, kein Treffer für den ETuS/DJK Schwerte – mit solch einem eindeutigen Ausgang des Bezirksliga-Derbys am Sonntag war im Vorfeld nicht zu rechnen.

Geisecke

, 02.03.2020, 18:13 Uhr / Lesedauer: 2 min

Denn eigentlich waren doch beide Mannschaften zuletzt ganz gut in Form.

So ist es vor allem der blutleere Auftritt der ETuS/DJK, der Rätsel aufgibt. „Ich kann es nicht beantworten“, sagte Trainer André Haberschuss am Tag nach der 0:5-Derbypleite auf die Frage nach dem Warum.

Ohne äußerliche Regung auf der Bank

Spätestens nach dem Geisecker Doppelschlag kurz nach Wiederanpfiff, als Luis Pothmann und Florian Kliegel auf 4:0 für die „Kleeblätter“ erhöhten, war Haberschuss bedient. Fortan verfolgte der Coach der „Östlichen“ das Spielgeschehen ohne äußerliche Regung auf der Trainerbank.

Äußerlich regungslos verfolgte ETuS/DJK-Trainer André Haberschuss (re.) neben dem Sportlichen Leiter, Detlev Brockhaus, den Großteil der zweiten Halbzeit.

Äußerlich regungslos verfolgte ETuS/DJK-Trainer André Haberschuss (re.) neben dem Sportlichen Leiter, Detlev Brockhaus, den Großteil der zweiten Halbzeit. © Bernd Paulitschke

Was er sah: „Mit Nouri Bah, Kevin Loke und Filipe Ferreira haben drei Spieler halbwegs ihre Leistung gebracht. Und Yannik Körner nehme ich auch noch raus, weil er gesundheitlich angeschlagen war. Aber sonst kam von unserer Seite gar nichts“, stellte Haberschuss fest.

Das nächste Derby steht vor der Tür

Übermäßigen Redebedarf sieht Haberschuss offenbar aber nicht, sagt er. „Über das Spiel zu sprechen, würde ziemlich lange dauern. Und das nächste Derby steht schon vor der Tür – da haben wir keine Zeit, eine Trainingseinheit sausen zu lassen“, erklärt der Trainer, der am Sonntag mit seinem Team den VfL Schwerte im EWG-Sportpark empfängt.

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Für leichte Irritationen bei den Geiseckern hatte Haberschuss mit dem Satz „Mentalität schlägt Qualität“ gesorgt, den er nach dem verlorenen Derby als Statement zum Spiel abgegeben hatte. Damit habe er die Geisecker Leistung keineswegs abwerten wollen, erklärte der ETuS/DJK-Trainer am Montag. Haberschuss: „Das war nicht negativ gegenüber Geisecke gemeint. Sie haben es gegen uns gut gemacht und stehen nicht umsonst in der Tabelle so weit oben.“

Goldschmidt: „Haben eine gewisse Qualität“

Bei den „Kleeblättern“ scheint es fast so, als habe der unerwartet deutliche Prestigesieg zu einer beschleunigten Genesung des Trainers beigetragen – jedenfalls ging es dem grippekranken Thomas Wotzlawski, der beim Derby nicht dabei sein konnte, am Montag schon deutlich besser.

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Als sein Vertreter durfte Co-Trainer Dirk Goldschmidt zufrieden feststellen: „Ich denke, man hat gesehen, dass wir eine gewisse Qualität haben.“

Doppelschlag nach der Pause als Knackpunkt

Auch Goldschmidt sah in den beiden schnellen Toren kurz nach Wiederanpfiff zum 3:0 und 4:0 den Knackpunkt der Partie. Anschließend konnten es sich die „Kleeblätter“ problemlos erlauben, einen Gang zurückzuschalten – erst recht vor dem Hintergrund, dass schon am Mittwoch mit dem Nachholspiel bei TSK Hohenlimburg die nächste Aufgabe wartet.

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Und ohne dem ETuS/DJK Schwerte zu nahe zu treten: Wenn die Geisecker auch dieses Spiel gewinnen wollen, werden sie deutlich mehr Gegenwehr zu brechen haben als im Derby am Sonntag.

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