Verbesserte HSG verliert ebenso wie die HVE Villigst-Ergste

Handball-Landesliga

Die Leistungen beider Teams waren nicht schlecht, doch unter dem Strich bleibt festzuhalten: Die Landesliga-Handballer der HSG Schwerte/Westhofen und der HVE Villigst-Ergste sind mit Heimniederlagen aus der Herbstferienpause gekommen.

Schwerte

, 12.11.2017, 22:10 Uhr / Lesedauer: 3 min
An kämpferischem Einsatz mangelte es nicht bei der HSG Schwerte/Westhofen. Hier kämpfen Sönke Brass (li.) und Alexandr Denissov mit ihrem Schwelmer Gegenspieler um den Ball.Paulitschke

An kämpferischem Einsatz mangelte es nicht bei der HSG Schwerte/Westhofen. Hier kämpfen Sönke Brass (li.) und Alexandr Denissov mit ihrem Schwelmer Gegenspieler um den Ball.Paulitschke © Bernd Paulitschke

HSG Schwerte/Westhofen - Rote Erde Schwelm 27:28 (13:16)

Die Leistung war zwar deutlich besser als in den beiden Partie zuvor, doch unter dem Strich steht mit dem 27:28 gegen Schwelm am Samstagabend für die Landesliga-Handballer der HSG Schwerte/Westhofen die dritte Niederlage in Folge.

„Wir waren sicherlich nicht die schlechtere Mannschaft. Es war eine unglückliche Niederlage“, meinte HSG-Trainer Kai Henning.

Nach einer von Fahrkarten auf beiden Seiten geprägten Anfangsphase brachte der ehemalige HSG-Spieler Dominik Thäsler die Schwelmer mit seinem Treffer zum 7:3 mit vier Toren in Führung (12.). Diesem Vorsprung liefen die Gastgeber bis zur Halbzeit hinterher. Bitter war dabei die Phase kurz vor dem Pausenpfiff, als die Schwerter in eigener Überzahl zwei Gegentore zum 12:16 kassierten.

Doch sieben Minuten nach Wiederanpfiff hatten die Schwerter durch Niklas Linnemanns Tor zum 18:18 den Ausgleich geschafft – es schien so, als sollte sich nun die elanvollere Spielweise des HSG-Teams gegen eine Schwelmer Mannschaft durchsetzen, die bei Ballbesitz das Tempo gerne mal verschleppte.

Doch letztlich waren die Gäste mit ihrem Haupttorschützen Meuren (8) abgezockt genug, sich das Heft nicht aus der Hand nehmen zu lassen. Vielleicht wären sie eingeknickt, wenn die HSG es mal geschafft hätte, in Führung zu gehen – dies gelang ihr aber nicht. Als Schwelm dreieinhalb Minuten vor Schluss mit 27:24 in Front ging, schienen die Felle davon zu schwimmen. Der einmal mehr eingeflogene Sönke Brass brachte seine Farben mit zwei Treffern zwar wieder auf Tuchfühlung, doch Meuren konterte zum 28:26 aus Gästesicht. Tim Gurol stellte für die HSG noch einmal den Anschluss her. Doch zum Ausgleich reichte es nicht mehr, weil die Schwelmer die letzte Spielminute routiniert herunterspielten – da hätte man sich von Schwerter Seite eine konsequentere Auslegung von Zeitspiel gewünscht.

Schwerte/Westhofen: Mike Krüner, Daniel Evangelou - Sönke Brass (6), Dominik Yaltzis (1), Nico Paukstadt (10/2), Tim Decker, Peter Hengstenberg, Alexandr Denissov (2), Alexander Nickolay, Tim Gurol (4), Tim Schlütz, Niklas Linnemann (3), Christoph Kämper (1), Alexander Neese.


HVE Villigst-Ergste - TuS Volmetal 2 22:27 (12:15)

Da half auch die Unterstützung von der wieder mal vollbesetzten Tribüne in der Gänsewinkel-Sporthalle nichts: Im Duell der beiden Landesliga-Aufsteiger hat sich die HVE Villigst-Ergste am Sonntagabend der stark auftretenden Zweitvertretung des TuS Volmetal mit 22:27 beugen müssen. Dass das Ergebnis deutlicher aussieht, als es der Spielverlauf war, mag nur ein schwacher Trost sein für die Villigst-Ergster. Doch als Alexander Hänel einen Abpraller zum 22:24 versenkte, schien das positive Ende einer Aufholjagd noch möglich. Dazu kam es dann letztlich aber nicht mehr.

Trotzdem lag HVE-Trainer Dirk Mimberg mit seinem Statement ganz sicher nicht daneben: „Ich finde, wir haben ein ordentliches Spiel gemacht“, meinte Mimberg.- Dass es letztlich nicht reichte, lag zum einen an der Qualität des Gegners, in dessen Reihen mit dem starken Linkshänder Kersebaum und Schliepkorte zwei Akteure des letztjährigen Volmetaler Drittliga-Kaders standen. Zum anderen bleibt festzustellen, dass der verletzungsbedingte Ausfall der beiden etatmäßigen Stamm-Rückraumspieler Fabian Bleigel und Jannis Mimberg nicht so einfach zu kompensieren ist.

Ohne die beiden geriet die HVE mit 2:6 in Rückstand (8.). Diesem Rückstand liefen die Gastgeber letztlich bis zum Schluss vergeblich hinterher. Als sich Volmetal mit drei Toren in Serie auf 20:14 absetzte (39.), drohte es kurzzeitig richtig bitter zu werden für die HVE, die sich in dieser Phase zu viele Ballverluste leistete. Diese taten doppelt weh, weil sich die Villigst-Ergster gegen die robuste und taktisch gut eingestellte Gästeabwehr jedes Tor hart erarbeiten mussten.

Mit zwei gehaltenen Tempogegenstößen verhinderte Torwart-Youngster Maurice Rolfsmeyer einen noch höheren Rückstand und gab das Signal zur Aufholjagd. Nun machte sich auch die Kulisse bemerkbar – ging da doch noch was? Nein, letztlich war dem nicht so, in den Schlussminuten brachte der Tabellenzweite den Auswärtssieg dann letztlich doch recht souverän nach Hause.

HVE Villigst-Ergste - TuS Volmetal 2 22:27 (12:15)

Villigst-Ergste: Lukas Daszkiewicz, Maurice Rolfsmeyer - Nils Stange (3/2), Moritz Dommermuth (4), Philipp Koch (4), Alexander Hänel (2), Marc Licha, Louis Marquis (2), Hendrik Hollatz, Johannes Stolina (3), Felix Ständker (2), Robert Stelzer (2).

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