VfB Westhofen und SC Berchum/Garenfeld siegen im Abstiegskampf

Fußball-Bezirksliga

In der Abstiegsregion der Bezirksliga 14 tut sich was. Der SC Berchum/Garenfeld war als Letzter, der VfB Westhofen als Vorletzter in den Spieltag gestartet. Nach dem 4:1- bzw. 3:1-Sieg steht eines aber fest: Kampflos werden diese beiden Vereine die Saison nicht beenden.

SCHWERTE

von Von Leon Weiß

, 07.05.2012, 17:20 Uhr / Lesedauer: 1 min
Stefan Miller (li.) kommt in dieser Szene zwar einen Schritt zu spät, doch mit seinem Tor zum 2:1 hatte der Stürmer einen großen Anteil am Westhofener Sieg gegen Schwelm.

Stefan Miller (li.) kommt in dieser Szene zwar einen Schritt zu spät, doch mit seinem Tor zum 2:1 hatte der Stürmer einen großen Anteil am Westhofener Sieg gegen Schwelm.

Beim VfB ist mit dem 3:1-Sieg über Schwelm eine ganz neue Einstellung zurückgekehrt. Ergin Cenaj, am Sonntag Kämpfer und Motor im Westhofener Mittelfeld, motivierte seine Gegenspieler über die vollen 90 Minuten sprichwörtlich bis zum Umfallen. Nachdem er kurz vor Schluss schon einen Krampf zu beklagen hatte, ließ Cenaj sich nach dem Abpfiff einfach nur noch auf den Boden fallen - erschöpft und erleichtert zugleich.

Trainer Michael Kalwa spricht von einer "puren Lebensfreude", die sich an der Ruhrwaldkampfbahn breit macht. Die war den Westhofenern, nachdem sie 0:1 zurückgelegen hatten, deutlich anzusehen. Ferenc (2) und Miller drehten die Partie. "Diesmal hat die Physis über das ganze Spiel gereicht", freut sich Kalwa. VfB immer noch auf einem Abstiegsplatz Die Konkurrenz schläft jedoch nicht. Herdecke hat nach einem überraschenden 6:0 gegen Gevelsberg sein Punktekonto auf 24 Zähler erweitert. "So kann man eigentlich sagen", sagt Kalwa, "dass der Zug ohne die drei Punkte schon abgefahren wäre." Der VfB befindet sich immer noch auf einem Abstiegsplatz, nun aber mit einer großen Portion Selbstvertrauen. Diese benötigt er auch für die kommenden Spiele. Nächstes Wochenende geht´s zum TuS Wengern, dann erwartet die Kalwa-Elf den SC Berchum/Garenfeld zum Derby und Abstiegskrimi. Dieses Spiel könnte ein echtes Endspiel werden - vor allem für die Gerl-Elf. Denn trotz des 4:1-Sieges am Wochenende bleibt die Aussicht auf den Klassenerhalt eher bescheiden. Sechs Punkte sind es bis zum Relegationsplatz, wobei Hattingen, der diesen belegt, noch ein Spiel weniger als die Berchum/Garenfelder hat.

So richtig zuversichtlich klingt auch Trainer Rupert Gerl nicht, denn er weiß: "Das war zwar ein verdienter Sieg. Trotzdem stehen wir weiterhin ganz unten." Ein Blick auf das Restprogramm dürfte die Gemütslage beim Fusionsclub nicht gerade verbessern. Da stehen zum Beispiel Geisecke, Spitzenreiter Linden und eben Westhofen auf dem Zettel. Rupert Gerl sieht´s gelassen: "Wir werden weiterhin alles geben. Mal schauen, was dabei raus- kommt."

 

 

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