VfL Schwerte: Trotz Niederlage zieht Hafhaf positive Schlüsse

Fußball-Landesliga

Sein Debüt an der Seitenlinie in der Landesliga hatte sich Kamal Hafhaf sicherlich anders vorgestellt. Ein 0:4 im ersten Spiel als Trainer des VfL Schwerte bei Hagen 11 - es gibt mit Sicherheit einige Ergebnisse, die sich Hafhaf lieber gewünscht hätte.

SCHWERTE

von Von Bastian Bergmann

, 16.04.2012, 14:45 Uhr / Lesedauer: 1 min
Wie in dieser Szene war der VfL Schwerte (in Gelb) oft einen Schritt zu spät gegen Hagen 11. Es fehlt am nötigen Selbstvertrauen, wobei die kämpferische Einstellung in der zweiten Halbzeit stimmte.

Wie in dieser Szene war der VfL Schwerte (in Gelb) oft einen Schritt zu spät gegen Hagen 11. Es fehlt am nötigen Selbstvertrauen, wobei die kämpferische Einstellung in der zweiten Halbzeit stimmte.

"Natürlich habe ich mir das anders vorgestellt. Ich verliere generell nur ungern", lacht der Trainer. Wenn der Gegner besser sei, dann könne man ein Spiel auch mal verlieren. Das sei bei Hagen 11 allerdings nicht der Fall gewesen. "Die sind nicht viel besser als wir. Die haben lediglich zwei oder drei Typen in der Mannschaft, die auch mal dazwischen hauen." "Es fehlt jedem an Selbstvertrauen" In der ersten Halbzeit fehlte es dem VfL Schwerte wohl an eben diesen Typen. In Durchgang zwei habe man zumindest gekämpft. "Da kann ich den Jungs keinen Vorwurf machen. Wir haben zur Zeit keine Landesligamannschaft. Wenn alle fit sind, dann ja - die können schließlich alle Fußball spielen", so Hafhaf.

Mit Hünsborn wartet auf die Blau-Weißen am kommenden Wochenende ein "harter Brocken". Positiv stimmt Hafhaf hingegen, so paradox es klingen mag, die Niedergeschlagenheit seiner Schützlinge nach dem Abpfiff. "Die Jungs ärgern sich noch mehr als ich. Keiner will sich abschießen lassen, aber es fehlt jedem an Selbstvertrauen. Da ist momentan einfach nicht viel mehr drin." Die zweite Halbzeit und die Gesichtsausdrücke seiner Spiele machen ihm also Mut, dass der VfL Schwerte sich doch nicht sang- und klanglos seinem Schicksal fügen wird. "Das Schlimmste ist doch, dass Zuschauer aus Schwerte sogar nach Hagen gefahren sind und sich dann so ein Spiel anschauen müssen." Es klingt fast schon entschuldigend, wenn Hafhaf über die derzeitige Lage spricht. Vielleicht werden die hartnäckigen Anhänger am Schützenhof bereits am Sonntag für ihre Ausdauer mit einem guten Spiel belohnt.

 

 

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