Volleyball-Nachwuchs darf wegen Corona nicht trainieren - Sina Siebert aber doch

Volleyball

Sina Siebert ist eine talentierte Volleyballerin, die für den VV Schwerte in der weiblichen U18-Jugend spielt - so weit, so normal. Doch es gibt einen wesentlichen Unterschied zu ihren Mitspielerinnen.

Schwerte

, 09.03.2021, 14:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
Sina Siebert darf aktuell trainieren.

Sina Siebert darf aktuell trainieren. © VV Schwerte

Die Schwerterin Sina Siebert hat sich im Sommer vergangenen Jahres einen Wunsch erfüllt und ist einen großen Schritt gegangen: ins Volleyballinternat nach Münster. „Der Entschluss, dorthin gehen zu wollen, stand in dem Moment für mich fest, als ich verstand, dass es der einzige Weg war, um mehr leistungsorientiertes Volleyball-Training zu bekommen“, berichtet Siebert.

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Der damalige Landestrainer Peter Pourie, vor vielen Jahren auch mal im Schwerter Volleyball als Trainer aktiv, hatte die Empfehlung ausgesprochen. Nach der letzten Trainingseinheit einer Probewoche im April 2020 kam die Zusage seitens der Internatsleitung und des in Münster ansässigen Bundesstützpunktes. „Mein erster Gedanke war: Cool, ich habe es geschafft“, erinnert sich Sina Siebert, „ich war stolz auf mich, es war etwas ganz Besonderes.“

„Wie der Alltag von jedem anderen Teenager auch“

Ihren Alltag bezeichnet Sina Siebert als ganz normal. „So wie der Alltag von jedem anderem Teenager auch ist - nur, dass mein Fokus ganz klar auf meinem Lieblingssport Volleyball liegt.“ Und da unterscheidet sich Sina Siebert dann doch von ihren Schwerter Teamkolleginnen. Denn während für diese wegen des Lockdowns die Pforten zur Sporthalle seit Monaten geschlossen sind, darf Sina Siebert wegen ihres Kaderstatus’ am Stützpunkt ein umfangreiches Trainingsprogramm absolvieren.

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Sina Siebert weiß dies zu schätzen. „Weiterhin am Ball trainieren zu können, ist in der aktuellen Situation ein besonderes Privileg“, sagt die Schwerterin und gibt einen Einblick in ihr wöchentliches Programm: Zu den regulären Einheiten, die dienstags und mittwochs aus Athletik und Technik sowie donnerstags und freitags aus Balltraining bestehen, kommen zweimal pro Woche ein Frühtraining (Kraft und Koordination) sowie abends nochmal zweieinhalb Stunden Balltraining. „Da bleibt natürlich nicht besonders viel Zeit für sonstige Dinge wie Hausaufgaben, aber auch das bekommt man gut hin“, sagt die 15-Jährige lachend.

Die Pandemie sorgt auch für Entbehrungen

Die Pandemie sorgt allerdings auch für Entbehrungen bei Sina Siebert, die zuletzt für fast fünf Wochen nicht nach Hause durfte. „Und durch Corona haben wir aktuell nicht mit den Heimschläfern zusammen Training, sondern wir Internatler bleiben unter uns“, erzählt sie.

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Bereut habe sie es keinesfalls, den Schritt nach Münster gegangen zu sein. „Im Internat bin ich viel auf mich allein gestellt, was manchmal eine Herausforderung sein kann. Aber das Training und meine sportliche Entwicklung zeigen mir, dass es die richtige Entscheidung war, aufs Internat zu gehen.“

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