Von Garenfeld nach Hohenlimburg: Tim Eickelmann sucht sein Glück in der Westfalenliga

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23 Bezirksliga-Tore für den SC Berchum/Garenfeld – die Ausbeute vom Tim Eickelmann (20) in der Saison 2018/19 konnte sich sehen lassen. Der Lohn: Die Torjägerkanone der Ruhr Nachrichten,

Schwerte

, 22.07.2019 / Lesedauer: 3 min

Am Rande des Garenfelder Fritz-Selve-Turniers hat Eickelmann die Trophäe mit einer Portion Stolz in Empfang genommen hat.

Dabei hängt Eickelmann seine Treffsicherheit gar nicht so hoch. Lieber gibt er den Teamplayer: „Die 23 Tore waren nur möglich, weil ich von meinen Mitspielern super angespielt worden bin. Christian Deuerling hat mir schon ziemlich viele Bälle aufgelegt, Georgios Ntontos auch. Wenn er nicht so lange verletzt gewesen wäre, hätte er womöglich mehr Tore geschossen als ich“, meint Eickelmann und fügt bescheiden hinzu: „Ganz oben auf der Agenda steht für mich ohnehin der Erfolg der Mannschaft – und nicht, wieviele Tore ich schieße.“

Doppelpack zum Saisonauftakt hat den Knoten gelöst

Trotzdem: Gibt es denn einen besonders wichtigen oder besonders schönen Treffer unter den 23 Saisontoren? Eickelmann muss kurz überlegen, doch dann ruft er sich den Saisonauftakt in Erinnerung: „Das schönste Erlebnis in dieser Hinsicht war sicherlich mein Doppelpack gegen Letmathe am ersten Spieltag“, sagt er.

Mit diesen beiden Treffer habe sich der Knoten gelöst, meint Eickelmann. Danach lief es richtig gut – für ihn persönlich, aber auch für die Mannschaft, die die Saison als Tabellendritter mit 60 Punkten abgeschlossen hat. Ein wenig ärgert sich Eickelmann im Nachhinein, dass es nicht sogar noch etwas mehr geworden ist. „Hagen 11 hatte eine eigene Qualität. Aber den zweiten Platz hätten wir holen können. Leider waren wir in den letzten Saisonspielen etwas unkonzentriert“, meint Eickelmann.

Bereit, in Hohenlimburg den nächsten Schritt zu gehen

Das ist aber ganz sicher nicht der Grund, warum der Stürmer nach zwei Jahren den SC verlassen hat, um sich zur neuen Saison dem Westfalenliga-Aufsteiger SV Hohenlimburg 10 anzuschließen. „Ich habe Berchum/Garenfeld viel zu verdanken und habe hier viele Freunde gefunden. Aber ich bin Hohenlimburger, wohne fünf Minuten vom Sportplatz entfernt und ich bin auch in sportlicher Hinsicht bereit, den nächsten Schritt zu gehen“, sagt der Philosophie- und Germanistik-Student.

Der Eindruck der ersten Wochen bei seinem neuen Verein habe ihn in seinem Entschluss bestätigt, sagt er. Daran ändert auch der nicht allzu erfolgreiche Hohenlimburger Auftritt am Sonntag an alter Wirkungsstätte nichts. Denn während sein Ex-Verein das eigene Fritz-Selve-Turnier gewinnen konnte, mussten sich Eickelmann und Hohenlimburg mit Platz vier begnügen – logisch, dass da ein paar flapsige Sprüche der ehemaligen Kollegen zu hören waren. „Aber damit kann ich umgehen“, sagt Tim Eickelmann ganz entspannt.

Und wenn er dann in der neuen Saison im Hohenlimburger Trikot seine Treffsicherheit der vergangenen Saison fortführen kann, würden ihm das auch seine Ex-Teamkollegen des SC Berchum/Garenfeld gönnen.

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