Von Schwerter Aufstiegskandidaten keine Spur - mit einer rühmlichen Ausnahme

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Die zurzeit unterbrochene Fußballsaison 2020/21 befindet sich noch im Frühstadium. Und doch gibt es aus Schwerter Sicht schon einen klaren Trend zu verzeichnen.

Schwerte

, 04.11.2020, 13:00 Uhr / Lesedauer: 3 min

Rund ein Fünftel ihrer Spiele der Saison 2020/21 haben die Amateurfußballer absolviert. Dann hat Sport-Lockdown der Bundesregierung und der Länder den Kickern ein Stoppschild gesetzt - mindestens bis zum Ende dieses Monats rollt kein Ball.

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Schon zu diesem frühen Zeitpunkt der Saison hat sich aus Schwerter Sicht ein spielklassen-übergreifender Trend herauskristallisiert: Mannschaften, die für den Aufstieg in Frage kommen, sucht man von der Landesliga bis zur Kreisliga A vergeblich - mit einer Ausnahme.

SC Berchum/Garenfeld steht auf dem 13. Platz

Arbeiten wir uns durch die Ligen, in denen die heimischen Fußballer vertreten sind:

In der Landesliga 2 steht der SC Berchum/Garenfeld mit acht Punkten aus sieben Spielen auf dem 13. Tabellenplatz. Es scheint für die Mannschaft von Trainer Fabian Kampmann auf eine Saison hinauszulaufen, in der sich das Abstiegsgespenst wohl kaum beim Liga-Neuling in Garenfeld blicken lassen wird. Auf der anderen Seite kommt der SC aber auch nicht für einen Aufstieg in die Westfalenliga in Frage - was aber auch nie ein Thema für die Berchum/Garenfelder war.

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Blicken wir in die Bezirksliga 8, wo sich mit dem VfL Schwerte, dem ETuS/DJK Schwerte und dem Geisecker SV ein Trio aus der Ruhrstadt tummelt, das im bisherigen Saisonverlauf noch keine Bäume ausgerissen hat. Acht Punkte nach fünf Spielen bedeuten für den VfL den siebten Platz im aktuellen Klassement - auch wenn die Blau-Weißen mit erst drei Gegentoren die beste Defensivabteilung der Liga stellen, wird es auf Dauer wohl nicht dazu reichen, vorne mitzumischen.

Geisecker SV und ETuS/DJK Schwerte sind punktgleich

Mindestens in gleichem Maße gilt dies für die Geisecker und den ETuS/DJK, die punktgleich mit je sechs Zählern auf den Rängen elf und zwölf zu finden sind. Damit stehen sich nur einen Punkt vor der Abstiegszone - da versteht es sich fast von selbst, dass die Blicke der „Kleeblätter“ und der „Östlichen“ sich bei Fortsetzung der Saison zunächst mal nach unten richten müssen.

Dies gilt erst recht für den SC Hennen, dem einzigen Team aus dem Schwerter Stadtsportverband, das in der Bezirksliga-Staffel 6 spielt. Von sieben bisher absolvierten Saisonspielen haben die „Zebras“ sechs verloren - es ist keine allzu gewagte Prognose, dass es in Hennen nur um den Klassenerhalt. Wie es im oberen Tabellendrittel zugeht, machen andere Mannschaften unter sich aus.

Keine ernsthaften Aufstiegsambitionen

Wandern wir eine Spielklasse tiefer in die Kreisliga A und machen zunächst Station im Kreis Iserlohn. Hier ist die Hennener Zweitvertretung mit vier Siegen aus sechs Spielen als Tabellendritter zwar deutlich erfolgreicher unterwegs als die „Erste“ des Vereins, ernsthafte Aufstiegsambitionen muss man aber auch den „kleinen Zebras“ nicht andichten.

Für die beiden anderen Mannschaften dieser Liga gilt dies noch viel weniger: Die SG Eintracht Ergste und das noch sieglose Team von Holzpfosten Schwerte 05 sind Drittletzter und Vorletzter der Tabelle. Beide haben allerdings erst jeweils vier Spiele ausgetragen, während die direkt davor platzierte Konkurrenz schon sechsmal gespielt hat.

Blutjunges Team des TuS Holzen-Sommerberg

Dieselbe Spielklasse, ein anderer Kreis: In der Dortmunder Kreisliga A1 zählt der TuS Holzen-Sommerberg sicherlich zu den Mannschaften, die auf Dauer in der oberen Tabellenhälfte zu finden sind. Ob es am Ende für die blutjunge Holzener Mannschaft aber zu einer Platzierung reichen wird, die das Ticket für die Bezirksliga bedeutet? Wohl eher nicht - immerhin drei seiner ersten acht Saisonspiele hat der TuS verloren.

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Die anfangs erwähnte rühmliche Ausnahme unter den Schwerter Fußballmannschaften ist dagegen der Holzener Ligakonkurrent: Der VfB Westhofen ist noch ungeschlagen und hat vier seiner ersten fünf Saisonspiele gewonnen.

VfB Westhofen mit Trainer-„Promi“ Lothar Huber

Das ist beileibe noch kein Anlass, schon eine Aufstiegsfeier zu terminieren. Aber zuzutrauen ist es dem VfB mit seinem Trainer-„Promi“ Lothar Huber an der Seitenlinie allemal, in die Bezirksliga zurückzukehren - die Liga, aus der die Westhofener 2016 abgestiegen sind und in die sie nach fünf Jahren A-Liga nur allzu gerne zurückkehren würden.

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