Vor dem Lockdown: Einige hätten gerne gespielt, ein Team aber wäre gar nicht angetreten

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Weil der Sport-Lockdown erst am 2. November in Kraft tritt, hätte am Wochenende noch Fußball gespielt werden können - theoretisch. Einige Klubs hätten gerne noch gekickt. Aber nicht alle.

Schwerte

, 29.10.2020, 20:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Ein regulärer Spieltag hätte bei den Amateuren wegen des stillen Feiertags (Allerheiligen) am Sonntag zwar nicht auf dem Programm gestanden. Doch geplant waren eine Reihe von Nachholspielen.

FLVW-Konferenz mit den Kreisvorsitzenden

Ob diese Partien noch ausgetragen werden soll, wurde am Mittwochabend auf einer Videokonferenz des Fußball- und Leichtathletikverbandes Westfalen (FLVW) mit den Kreisvorsitzenden diskutiert.

Das Ergebnis: Es bleiben Spiele im Konjunktiv. Denn der FLVW hat entschieden, dass ab sofort keine Spiele mehr stattfinden werden. So wird auch das Schwerter Trio in der Bezirksliga 8 nicht am Ball sein.

Kamal Hafhaf: „Entscheidung ist verständlich“

„Bei den Infektionszahlen ist diese Entscheidung verständlich - auch wenn unsere Jungs gerne vor dem Lockdown nochmal gespielt hätten“, sagt Kamal Hafhaf, Sportlicher Leiter des VfL Schwerte. Der VfL wäre am Samstag beim SSV Mühlhausen zu Gast gewesen.

Auch der ETuS/DJK Schwerte, der ein Heimspiel gegen den Türkischen SC Kamen gehabt hätte, hatte sich auf ein Spiel am Samstag eingestellt. „Wir haben zweimal ganz normal trainiert“, sagt Coach André Haberschuss.

Thomas Redel: „Nee - das hätten wir nicht gemacht“

Für Ligakonkurrent Geisecker SV hätte dagegen am Sonntagabend das Gastspiel beim Schlusslicht Lüner SV auf dem Programm gestanden. Thomas Redel, Sportlicher Leiter der „Kleeblätter“ stellt klar: „Wir wären so oder so zu diesem Spiel nicht angetreten. Sonntags in einen Hotspot fahren und montags herrscht dann Sportverbot – nee, das hätten wir nicht gemacht“, so Redel.

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Aber wie lange wird der Amateur-Fußball pausieren? „Erstmal bis Ende November, wie es die Politik beschlossen hat“, sagt Jürgen Grondziewski, Vorsitzender des Fußballkreises Dortmund, der an der Konferenz teilgenommen hat. Aber kann es dann sofort normal weitergehen? Wohl kaum.

Jürgen Grondziewski: Karenzzeit von 14 Tagen

„Es wird sicherlich schwierig, noch in diesem Jahr wieder Fußball zu spielen“, sagt Grondziewski, „wir müssen den Vereinen ja eine Karenzzeit von mindestens 14 Tagen bieten, damit sie sich wieder auf den Spielbetrieb vorbereiten können. Dann ist der Dezember ja fast vorbei.“

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Im Kreis Dortmund ist auch der VfB Westhofen unterwegs. Dessen Präsident Jürgen Rump teilt die Bedenken des Kreisvorsitzenden. Schon allein aus terminlichen Gründen hätten es die Westhofener gerne gesehen, wenn ihr A-Liga-Nachholspiel gegen den VfR Kirchlinde am Samstag hätte stattfinden können.

VfB Westhofen hat erst fünf Spiele absolviert

So aber geht der VfB mit erst fünf absolvierten Spielen in die bevorstehende Zwangspause, während andere Liga-Konkurrenten schon acht Partien absolviert haben.

„Ich weiß gar nicht, wann die ganzen Nachholspiele stattfinden sollen“, sagt Jürgen Rump – ein Problem, das die Westhofener nicht exklusiv haben, von dem sie aber in besonderem Maße betroffen sind.

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