Warum die Laune beim Geisecker SV nach dem 3:0-Derbysieg besonders gut ist

Fußball-Bezirksliga

Wer ein Fußballspiel mit 3:0 gewinnt, bei dem herrscht naturgemäß gute Laune. Beim Geisecker SV waren die Glücksgefühle am Sonntagnachmittag aber noch ein Stück ausgeprägter als normal.

Schwerte

, 02.09.2019, 18:03 Uhr / Lesedauer: 2 min
Warum die Laune beim Geisecker SV nach dem 3:0-Derbysieg besonders gut ist

Julian Hüser (li.) tat sich im Derby beim ETuS/DJK Schwerte für den Geisecker SV als Doppeltorschütze. © Bernd Paulitschke

Erfolge gegen den Ost-Rivalen ETuS/DJK Schwerte nimmt man bei den „Kleeblättern“ eben besonders gerne mit.

Und zum Geisecker Glück war der Wermutstropfen einer Verletzung nicht so dick wie zunächst befürchtet: Tim Ollerdissen verletzte sich in einem Zweikampf unglücklich und musste kurz vor der Pause vom Platz. ETuS/DJK-Physio Ronny Kosina kümmerte sich um Ollerdissen, konnte ihn letztlich aber auch nur mit der Diagnose einer ausgekugelten Schulter ins Krankenhaus schicken. Am Sonntagabend war Ollerdissen jedoch schon wieder zu Hause.

Starker Geisecker Keeper Tim Helmdach

Dass das Derby einen solch deutlichen Ausgang nehmen würde, war bis zur Halbzeit noch nicht abzusehen. In einem flotten Spielchen, das mehr als die geschätzten 120 Zuschauer verdient hatte, gab es Chancen hüben wie drüben. Aber weil Geiseckes starker Keeper Tim Helmdach sich gegen die ETuS/DJK-Stürmer Ismail Ayar und Jasmin Smajlovic mehrfach auszeichnen konnte und sich auf der anderen Seite Patrick Fillas Kopfball-Bogenlampe auf die Latte senkte (16.) und Florian Kliegel nach schöner Vorarbeit von Julian Hüser in Rückenlage geriet und freistehend drüber schoss (37.), blieb es bis zum Seitenwechsel bei dem Treffer, den Hüser aus abseitsverdächtiger Position mit einem Flachschuss erzielte (23.). Dominik Pfannenschmidt, Torwart-Neuzugang des ETuS/DJK Schwerte, war zwar noch dran, konnte den Gegentreffer aber nicht verhindern.

Julian Hüser zieht mit dem zweiten Tor den Stecker

Die Geschichte der zweiten Halbzeit ist schnell erzählt: Hüser krönte seine starke Leistung im Geisecker Mittelfeld mit einem Elfmetertor nach Handspiel von Oguzhan Cona zum 2:0 – damit war den Platzherren der Stecker gezogen. Nun hatten die „Kleeblätter“ das Geschehen unter Kontrolle – erst recht nach der Ampelkarte gegen Ayar (72.) und dem dritten Treffer durch Florian Ruß nur kurz danach.

Damit darf man den Geisecker Saisonstart endgültig als gelungen bezeichnen: Drei der ersten vier Spiele haben sie gewonnen, und selbst die Punkte der vierten Partie sind noch nicht endgültig futsch. Über den Geisecker Einspruch gegen die Wertung der 1:2-Niederlage gegen TSK Hohenlimburg ist noch nicht entschieden worden. Entsprechend zufrieden, aber trotzdem zurückhaltend gab sich Trainer Thomas Wotzlawski am Tag danach: „Ich finde, meine Mannschaft hat ein richtig gutes Spiel gemacht. Beim ETuS gewinnt man nicht mal einfach so.“

Enttäuschung bei André Haberschuss sitzt tief

Und der Gegner? „Die Enttäuschung sitzt tief“, gestand Trainer André Haberschuss und ergänzte: „Das war unsere schlechteste Leistung in dieser Saison.“ Trotzdem hätten seine Schützlinge durch Ismail Ayar in Führung gehen müssen. Doch der Dreifach-Torschütze von Gevelsberg, vor einer Woche noch als Matchwinner gefeiert, scheiterte an Helmdach und handelte sich zu allem Überfluss Mitte der zweiten Hälfte auch noch eine Ampelkarte ein – das nächste Derby am Sonntag beim VfL Schwerte findet ohne den flinken Stürmer der „Östlichen“ statt.

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