Warum ETuS/DJK-Coach André Haberschuss der Trainerjob manchmal keinen Spaß mehr macht

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Nach der unglücklichen 2:3-Niederlage des ETuS/DJK Schwerte gegen Lüdenscheid haderte Trainer André Haberschuss mit dem Schiedsrichter – nicht zum ersten Mal in der noch jungen Saison.

Schwerte

, 16.09.2019, 17:19 Uhr / Lesedauer: 2 min

Der Trainer der „Östlichen“ wiederholte den Satz, den er auch schon am Sonntag nach dem Spiel gesagt hatte: „Irgendwann macht es keinen Spaß mehr“, so Haberschuss.

„Das ist nicht von der Hand zu weisen“

Der Coach legt Wert auf die Feststellung, dass er niemandem irgendeine Absicht unterstelle oder dass ein System hinter den Benachteiligungen stecke. „Aber es sind in dieser Saison schon vier, fünf Entscheidungen nachprüfbar gegen uns gefallen – das ist nicht von der Hand zu weisen“, meint der Trainer und zählt auf: ein klares Abseits-Gegentor gegen Türkiyemspor Hagen, ein verweigerter Handelfmeter gegen Geisecke, eine unberechtigte Gelb-Rote Karte gegen den VfL Schwerte „und jetzt gegen Lüdenscheid zwei glasklare Dinger, die man als Schiedsrichter einfach sehen muss.“ Haberschuss spricht vom Gegentor zum 0:1 („Drei Meter Abseits“) und dem Lüdenscheider Foul, das dem 3:2-Siegtor vorausgegangen sei („Der Lüdenscheider steigt huckepack auf den Rücken von Rodi“).

Ganz normaler Umgang mit den Schiedsrichtern

Da könnte man ja fast schon auf die Idee kommen, dass sich die Unparteiischen auf den ETuS/DJK „eingeschossen“ haben. „Keine Ahnung, ob das so ist. Ich kann nur sagen, dass wir einen ganz normalen Umgang mit den Schiedsrichtern pflegen – wie jeder andere Verein auch. Wahrscheinlich ist es einfach nur eine unglückliche Phase, in der wir Pech mit der einen oder anderen Entscheidung haben“, meint Haberschuss.

Die alleinige Ursache für die bescheidende Zwischenbilanz der „Östlichen“ (fünf Niederlagen aus den ersten sechs Spielen) ist die Schiedsrichter-Thematik aber ohnehin nicht. „Wir hätten einfach unsere Torchancen nutzen müssen – dann gewinnst du auch gegen eine Mannschaft wie Lüdenscheid“, sagt der Coach. Die Chancenverwertung ist zugleich aber auch schon der einzige Kritikpunkt, den Haberschuss an seine Mannschaft richtet.

„Werden irgendwann eine Serie starten“

Darüber hinaus könne er seinen Spielern keinen Vorwurf machen – der mäßigen Punktausbeute zum Trotz. „Sie lassen sich nicht hängen, auch der Teamgeist ist absolut intakt“, sagt der Trainer und bezieht daraus die Zuversicht, dass auch wieder bessere Zeiten im EWG-Sportpark anbrechen werden. „Momentan kommt eins zum anderen. Aber wir kommen da wieder raus und werden irgendwann eine Serie starten.“

Dabei soll auch Kevin Loke mithelfen – allerdings nicht als Torwart wie am Sonntag. Sobald Stammkeeper Lukas Hedtheyer seine Wadenverletzung auskuriert hat, wird er zwischen die Pfosten zurückkehren. Die Rückkehr des mittlerweile zum Feldspieler umfunktionierten Ex-Torwartes Loke zwischen die Pfosten am Sonntag hatte dagegen nur Aushilfs-Charakter. Aufgrund seiner Schulterprobleme will Loke nicht mehr dauerhaft ins Tor.

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