Wer holt den Pott - ein Bezirksligist, ein Außenseiter oder wieder Holzpfosten Schwerte?

rnHallenfußball-Stadtmeisterschaft

Einen ausgemachten Top-Favoriten sucht man vergeblich. Vier Bezirksligisten muss man auf dem Zettel haben, aber auch der Titelverteidiger träumt zumindest wieder vom Halbfinale

Schwerte

, 03.01.2020, 20:13 Uhr / Lesedauer: 2 min

Wer wird der 34. Schwerter Stadtmeister im Hallenfußball? Am kommenden Sonntag gegen 17.30 Uhr wird diese Frage mit dem Abpfiff des Endspiels der zweitägigen Titelkämpfe beantwortet sein.

Sieben verschiedene Sieger in acht Jahren

Wer am Ende den Siegerpokal in die Höhe recken wird, ist schwierig zu prognostizieren. Seit Jahren ist das Teilnehmerfeld mit den Mannschaften aus dem Schwerter Stadtsportverband nicht geprägt von allzu großen Leistungsunterschieden.

Dass es bei den vergangenen acht Hallen-Stadtmeisterschaften sieben verschiedene Sieger gab, ist ein Beleg für diese Ausgeglichenheit.

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Einen ausgemachten Top-Favoriten in Form einer klassenhöchsten Mannschaft gibt es auch in diesem Jahr nicht. Zumindest auf dem Papier bilden fünf Bezirksligisten das Quintett der ranghöchsten Mannschaften – allerdings mit der Einschränkung, dass der SC Hennen allenfalls mit Teilen seines Bezirksliga-Teams in Schwerte antreten wird.

Die „Zebras“ legen die Priorität auf die parallel stattfindenden Iserlohner Stadtmeisterschaften und werden einen Mix aus erster und zweiter Mannschaft in die Alfred-Berg-Sporthalle schicken.

Bleiben also vier Bezirksligisten, die man aufgrund ihrer Liga-Zugehörigkeit zum Kreis der Titelanwärter zählen darf:

VfL Schwerte

„Unser Ziel ist es, am Sonntag die Zwischenrunde zu spielen. Sollte das klappen, schauen wir mal, was möglich ist“, sagt Co-Trainer Yannis Schwarze, der in Abwesenheit des Chefcoaches Dominik Buchwald (Urlaub) beim Stadtmeister 2017 an der Bande das Sagen haben wird. Gezielt in der Halle trainiert haben die Blau-Weißen laut Schwarze im Vorfeld nicht.

ETuS/DJK Schwerte

Hallen-Trainingseinheiten hat es auch bei den „Östlichen“ im Vorfeld der Stadtmeisterschaft nicht gegeben. „Schaun wir mal“ lautet das Motto von Trainer André Haberschuss, der nach überstandener Knie-OP an der Bande stehen wird.

Auch 2013, als sich der ETuS/DJK letztmals die Hallenkrone aufgesetzt hat, war Haberschuss schon dabei. „Damals sind wir auch ganz locker und ohne Training ins Turnier gegangen, und es passte richtig gut“, erinnert sich Haberschuss – der ETuS/DJK-Coach nimmt es als gutes Omen.

Geisecker SV

Auf dem Kunstrasenplatz der KS-Logistic-Sportanlage am Buschkampweg wurde in dieser Woche ein Hallenfeld abgesteckt und mit einem Futsal-Ball trainiert, um die Bedingungen des Wochenendes zu simulieren.

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„Die Meisterschaft hat eine höhere Priorität. Aber ich bin sicher, dass die Holzpfosten ein Super-Event auf die Beine stellen werden, auf das wir uns freuen. Wir gehen ganz ohne Stress in das Turnier – aber wenn wir schon mal da sind, wollen ganz sicher nicht für negativen Unterhaltungswert sorgen“, sagt Geiseckes Trainer Thomas Wotzlawski.

Der junge Winter-Neuzugang Tommaso Loto steht vor seinem Debüt im Geisecker Trikot.

SC Berchum/Garenfeld

Auch für den Berchum/Garenfelder Trainer Fabian Kampmann steht die Hallen-Stadtmeisterschaft nicht an erster Stelle der Prioritätenliste. „Als Spieler habe ich es geliebt, in der Halle zu spielen“, sagt Kampmann. Als Trainer habe sich diese Einstellung aber um 180 Grad gedreht – die Faktoren Glück und Zufall, gerade mit der Bande, spielen für den akribischen Coach eine zu große Rolle.

Trotzdem: Den Vizemeister des Vorjahres, seit 2016 immer mindestens im Halbfinale, muss man ganz sicher auf dem Zettel haben.

Mit einem gepflegten Dropkick nahm Stellvertretender Bürgermeister Jürgen Paul am späten Freitagnachmittag vor Beginn des Altherrenturniers in der Alfred-Berg-Sporthalle den symbolischen Anstoß für die 34. Schwerter Hallenfußball-Stadtmeisterschaft vor.

Mit einem gepflegten Dropkick nahm Stellvertretender Bürgermeister Jürgen Paul am späten Freitagnachmittag vor Beginn des Altherrenturniers in der Alfred-Berg-Sporthalle den symbolischen Anstoß für die 34. Schwerter Hallenfußball-Stadtmeisterschaft vor. © Manuela Schwerte

Vier Mannschaften, die auf Kreisebene um Punkte spielen, komplettieren das Teilnehmerfeld. A-Ligist VfB Westhofen hat zwar am vergangenen Wochenende in der Vorrunde der Dortmunder Stadtmeisterschaft Hallenpraxis sammeln können, geht aber ebenso als Außenseiter ins Rennen wie A-Ligist SG Eintracht Ergste. Erst recht gilt das für den TuS Wandhofen, der als C-Ligist der Underdog des Teilnehmerfeldes ist.

Fulminanter Endspielsieg ist noch präsent

Bleibt noch das Team des Ausrichters. Die Erinnerung an den fulminanten 8:1-Endspielsieg von Holzpfosten Schwerte 05 gegen Berchum/Garenfeld vor einem Jahr ist bei Trainer Ben Gottstein noch sehr präsent. Trotzdem backt Gottstein kleine Brötchen. „Ich zähle uns nicht zu den Favoriten – wir sind ein B-Ligist“, sagt der Coach des Titelverteidigers.

Doch insgeheim liebäugeln die „Pfosten“ wohl doch damit, neben der Turnierausrichtung auch in sportlicher Hinsicht eine überzeugende Vorstellung abzuliefern. „Unter die letzten vier zu kommen, wäre schon cool“, meint Gottstein.

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