Westhofener Fabian soll Bochums Abwehr führen

Dienstältester VfL-Profi

Mit 31 Einsätzen war der Westhofener Patrick Fabian in der vergangenen Zweitliga-Saison eine der Säulen des VfL Bochum. Wenn die Liga am Wochenende in die Spielzeit 2014/15 startet, trägt Fabian noch mehr Verantwortung.

WESTHOFEN

, 31.07.2014, 18:20 Uhr / Lesedauer: 2 min

"Es war mein erstes verletzungsfreies Jahr", sagt der Innenverteidiger ruhig. Man könnte meinen, die Profikarriere des Kickers, der in der Jugend des VfB Westhofen das Fußball-ABC erlernte, beginnt jetzt erst richtig. "Ich konnte zeigen, was ich kann. Und trotz der eher negativen Saison für den VfL konnte ich beweisen, dass ich alles gegeben habe. Das sind Dinge, die nicht selbstverständlich sind." Fabian, inzwischen zweiter Kapitän hinter Torwart Andreas Luthe, ist das Urgestein beim VfL Bochum. Seit 14 Jahren trägt er das VfL-Trikot, nur Kaiserslauterns Torhüter Tobias Sippel ist unter den Zweitligaspielern noch länger ununterbrochen bei einem Verein. "Ich werde oft gefragt, ob ich nicht mit einem Vereinswechsel kokettieren wolle. Aber das kommt für mich nicht in Frage. Ich bin stolz, schon so lange in Bochum zu spielen und bin ja noch mindestens bis 2016 hier. Durch die lange Zeit habe ich sicherlich ein anderes Verhältnis zum Verein als andere Spieler", meint der 26-Jährige.

Für die kommenden Saison hat er eine neue Aufgabe vor der Brust. Nachdem Marcel Maltritz seine Karriere beendet hat, soll Fabian die neue Abwehrreihe führen. "Die Viererkette ist kein Gebilde, das man neu erfinden muss. Aber es ist schon eine Umstellung, so ein Abwehrverband muss erstmal funktionieren", sagt Fabian. Um ihn herum: nur Neuzugänge. Der Tscheche Jan Simunek kam aus Kaiserslautern, Timo Perthel aus Braunschweig und Stefano Celozzi von Eintracht Frankfurt. Auch die komplette Offensive haben die Bochumer nach der Torflaute der Vorsaison ausgetauscht. "Wie ich das beurteilen kann, wissen die Jungs, wo das Tor steht", meint Fabian.

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Patrick Fabian - Stationen seiner Karriere

Patrick Fabian ist Fußballprofi mit Wurzeln in Schwerte. Wir blicken in Bildern auf seine Entwicklung.
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Für ihn persönlich lief es nach langer Verletzungspause der Saison 2013/14: Patrick Fabian kam auf 33 Einsätze, davon zwei im DFB-Pokal. 2014/15 soll der Westhofener die Bochumer Viererkette führen.© Foto: Kevin Kurek
Seine ersten fußballerischen Schritte machte Patrick Fabian beim VfB Westhofen. Das Foto zeigt ihn als Fußball-Knirps Mitte der 90er Jahre. © Foto: Oskar Neubauer
Nach kurzem Intermezzo bei den SF Oestrich-Iserlohn wechselte Fabian 2000 in die Jugend des VfL Bochum. 2005 feiert er mit seinen Teamkollegen (v.l.) Moritz Goczik, Sebastian Herrmann, Thorsten Barg und Torwart Andreas Luthe den Gewinn der Deutschen A-Junioren-Meisterschaft.© Foto: Grosler
In der U19 des VfL war Fabian als Spielführer gesetzt.© Foto: Leitmann
Patrick Fabian steht seit 2007 im Profikader des VfL Bochum.© Foto: dpa
Seinen ersten Bundesliga-Einsatz in der ersten Mannschaft des VfL erhält Fabian am 14. Februar 2009 als Einwechselspieler in der Nachspielzeit beim 2:1 gegen den FC Schalke 04. Hier feiert Fabian mit VfL-Stürmer Diego Klimowicz.© Foto: dpa
Das erste Mal in der Startelf steht Patrick Fabian gegen den FC Bayern München im März 2009.© Foto: dpa
Das vorerst letzte Mal steht Patrick Fabian im April 2010 in der Bundesliga auf dem Platz - hier gegen Lukas Podolski vom 1. FC Köln.© Foto: dpa
Für die 2. Mannschaft des VfL stand Fabian bisher in 110 Ligaspielen auf dem Platz. Drei Kreuzbandrisse seit März 2011 warfen ihn immer wieder zurück.© Foto: Sure
VfL-Trainer Peter Neururer baut auf Patrick Fabian. Im letzten Spiel vor der Winterpause der Saison 2013/14 gegen Dynamo Dresden fehlt Fabian aber wegen eines Muskelfaserrisses.© Foto: Soeren Stache
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Saisonziele formuliert er bewusst nicht mehr. Nur so viel: Noch so eine knappe Saison will Fabian nicht wieder erleben. "Wir müssen die Kurve kriegen", fordert er, "wir können nicht immer den Kopf knapp aus der Schlinge ziehen. Es gibt keine Garantie auf 2. Liga - dafür muss man hart arbeiten. Und die Konkurrenz steigt ja auch nicht freiwillig ab."

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