Westhofener über Corona in Griechenland: Isolation führt zu Einsamkeit

Coronavirus

Alexander Vassiliou hütet das Tor des VfB Westhofen. Die Wurzeln der Familie liegen in Griechenland. Der harte Lockdown verändert hier die Gesellschaft.

Westhofen

, 17.12.2020, 18:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
Westhofen-Torwart Alexander Vassiliou hat Familie in der Nähe von Thessaloniki. Die griechische Regierung setzt auf sehr strenge Maßnahmen zur Bekämpfung des Virus.

Westhofen-Torwart Alexander Vassiliou hat Familie in der Nähe von Thessaloniki. Die griechische Regierung setzt auf sehr strenge Maßnahmen zur Bekämpfung des Virus. © Bernd Paulitschke

Alexander Vassiliou, seit vielen Jahren Torwart beim VfB Westhofen, ist in Schwerte geboren. Seine Familie wohnt in der Nähe von Thessaloniki, Griechenland. Dort würden strenge Regeln herrschen, erzählt er:

„Die Corona-Fallzahlen in Griechenland sind momentan eher gering. Es gibt wenige neue Fälle und insgesamt scheint es, als sei die Pandemie ganz gut eingedämmt. Das hat mit Sicherheit mit den sehr strengen Regeln dort zu tun, es gibt eine Ausgangssperre.

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Die Leute dürfen nur zum Arzt, zur Apotheke und zum Supermarkt. Und die Erlaubnis für den Weg dorthin müssen sie sich von den Behörden erst bestätigen lassen, das geschieht via SMS. Man meldet sich gewissermaßen an und ab. Alle Boutiquen und Läden haben geschlossen. Wer einen Hund hat, darf nur ganz kurz um den Block und keinen ausschweifenden Spaziergang machen.

Die griechische Regierung hält es sehr hart und will einen großen Ausbruch verhindern. Deswegen versuchen sich auch alle, an die Regeln zu halten. Die Leute sind eingeschüchtert von der Polizeipräsenz und wollen keine Strafen riskieren. Ein Problem, von dem ich gehört habe, sind die Isolation und die daraus resultierende Einsamkeit und Depressivität. Wenn du nur wenige Mal kurz aus deinem Haus kommst, ist das auch einfach schlimm.“

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