Zwei Kisten Bier und der Beginn einer neuen Zeitrechnung bei der Schwerter Turnerschaft

rnBasketball-Landesliga

Bei der Schwerter TS hat sich im Vergleich zur letzten Saison jede Menge getan. In der neuen Spielzeit, die am Wochenende beginnt, scheint alles möglich. Hier kommt der Teamcheck.

von Fabienne Aust

Schwerte

, 10.09.2019, 19:47 Uhr / Lesedauer: 2 min

Bei den Basketballern der Schwerter Turnerschaft scheint eine neue Zeitrechnung begonnen zu haben. Jedenfalls gehen die Schwerter Herren mit einem komplett neu aufgestellten Kader in die Landesligasaison 2019/20.

Landesliga nur dank des Schürener Rückzugs

Dass sie überhaupt wieder in dieser Spielklasse auf Punktejagd gehen, haben sie lediglich der Tatsache zu verdanken, dass die TSG Schüren ihren Startplatz freiwillig abgegeben hat und in die Bezirksliga zurückgegangen ist. So blieb die eigentlich abgestiegene STS nach einer enttäuschenden Saison 2018/19 doch in der Liga. Mit zwei Kisten Bier haben sich die Schwerter vor gut einer Woche vor dem Pokalspiel bei den Schürenern bedankt, ab jetzt aber sind alle Blicke auf die neue Saison gerichtet.

Das Saisonziel: Ein klares Ziel gibt Spielertrainer Manuel Boruch nicht aus. Für ihn steht der attraktive Basketball im Vordergrund. „Wir wollen in jedem Spiel das Beste geben“, sagt Boruch. In der stark besetzten Liga rechnet Boruch mit einigen Teams, die oben mitspielen können. Dazu gehören mit dem Oberliga-Absteiger Kaiserau und dem VfL AstroStars Bochum 3 auch die ersten beiden Gegner in der Saison. Deshalb erwartet spannende Spiele zum Auftakt: „Schon die ersten Spiele sind sehr wichtig. Da wird sich zeigen, wo die Reise hingehen kann.“

Kommen und Gehen: Es hat sich jede Menge getan bei der STS. Gleich sieben neue Spieler fanden den Weg zur STS – fast alles Hochkaräter, die auch schon in höheren Ligen gespielt haben. Antoine Hosley und der 2,08 Meter große Miroslav Petrovski zum Beispiel kommen aus der Oberliga und Darko Dimkovski, ein Freund Petrovskis, war sogar beim SV Dortmund-Derne in der 1. Regionalliga am Ball.

So freut sich Manuel Boruch, dass er trotz der Abgänge von Robin Seib, Mehdi Hosseini, Janis Kiesheyer und Tim Vogt personell aus dem Vollen schöpfen kann. „Alle Neuzugänge sind eine echte Bereicherung. Zusammen mit den Spielern aus der vergangenen Saison und dem Nachwuchs aus den eigenen Reihen haben wir ein tolles Team. Alle haben sich gut integriert und brennen auf die neue Saison“, so Boruch.

Die Vorbereitungsphase: Trainer Boruch zeigt sich sehr zufrieden mit der Vorbereitung. In der heißen Phase im August standen 18 Trainingseinheiten auf dem Programm, inklusive der fünf Testspiele. „Alle Spieler haben voll mitgezogen. Jeder möchte an seine Grenzen gehen und sich weiterentwickeln“, so Boruch. Neben dem Basketball standen auch mehrfach Crossfit-Einheiten auf dem Programm – die fünftägige Trainingspause nach dem Pokalspiel gegen Schüren hatte sich die Mannschaft redlich verdient.

Die RN-Prognose: Eine enttäuschende Saison wie die vergangenen wird sich mit ziemlicher Sicherheit nicht wiederholen – im Gegenteil. Vor der STS liegt eine Saison, in der alles möglich scheint. Die individuelle Qualität der einzelnen Spieler lässt auf einen positiven Verlauf der Spielzeit hoffen. Die Aufgabe von Manuel Boruch wird es sein, aus den verschiedenen Charakteren ein Team zu formen, das zu einer Einheit zusammenwächst.

In den Testspielen waren schon viele gute Ansätze zu sehen. Es scheint alles passieren zu können in der Landesligasaison 2019/20 – warum nicht auch der Aufstieg in die Oberliga?

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